Uhrenmuseum

Bad Wurzach - Zum 125jährigen Firmenjubiläum von Uhren & Schmuck Westermayer organisierten Martin und Monika Westermayer im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags einen historischen Handwerkermarkt in der Bürgerstrasse. Weiteres Highlight des Jubiläums wurde am späten Nachmittag die feierliche Weihe des hauseigenen Uhrmachermuseums durch Stadtpfarrer Stefan Maier.

 

Rund zwanzig Aussteller aus der näheren Umgebung, aber auch aus der Region Oberschwaben zeigten in der Bürgerstrasse zum Teil kaum noch bekannte Handwerkskunst. Wer weiss etwa im Zeitalter von Computer und Handy noch wie Zeitungen und Bücher vor gerade einmal dreissig Jahren gesetzt und gedruckt wurden?

Buchbinder, Büchsenmacher, Kunstschmied, Raumausstatter, Besenbinder, Korbmacher, Sattler, Schuhmacher, Imker, Müller, Käser, Kaminkehrer, Maurer, Kunstschmid, Schreiner und Holzblasinstrumentebauer zeigten den Besuchern ihr handwerkliches Geschick. Auffallend positiv war die Tatsache, dass die meisten der gezeigten Berufe von durchaus noch jungen Menschen vertreten wurden. Und so unterschiedlich wie die angebotenen Berufe war auch das Sortiment an Waren und Leistungen, das sie feil boten.

Vom einfachen Reisigbesen vom Besenmacher über die Ledergeldbörse und das Zaumzeug zum Reiten bei der Sattlerin bis zum handgefertigten Schuh beim Schuhmacher, der für den stolzen Preis allerdings auch eine lebenslange Haltbarkeit versprach, war alles vertreten.

Herzstück des Marktes war allerdings das Uhrmachermuseum von Uhren und Schmuck Westermayer. Zu dessen feierlicher Einweihung konnte man Bad Wurzachs Bürgermeister Roland Bürkle dann in einer neuen Rolle erleben. Nach der Übergabe der Jubiläumsehrenurkunde der Handwerkskammer Ulm durch Obermeister Heinz Rauscher, der sich darüber freute, dass mit Tochter Svenja schon die 5. Generation von Uhrmachermeistern mit Namen Westermayer in den Startlöchern steht, schritten Stadtpfarrer Maier und Bürgermeister Bürkle zur Tat: Der Bürgermeister fungierte bei der kleinen Weihefeier als Lektor.

Was lag für Stadtpfarrer Maier näher als in seiner Ansprache die Zeit zum Thema zu machen. Beim Wiegenfest einer 92jährigen Ordensfrau habe er diese gefragt, was für sie Zeit sei: „Zeit ist ein Geschenk Gottes!" gab diese zur Antwort. Nach der Weihezeremonie und dem anschliessenden Segen gab es für die Besucher noch Häppchen und etwas zu trinken und viel Zeit, um in entspannter Atmosphäre über Gott und die Welt oder auch die ausgestellten Exponate zu plaudern.

 

Text und Fotos Uli Gresser

 

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