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Bad Wurzach/ Hauerz/ Dietmanns - Pfarrer Stefan Maier leitete die konstituierende Sitzung des Gesamtkirchengemeinderates Bad Wurzach, dessen Vorsitzender qua Amtes er ist. Dabei skizzierte er für die anwesenden Kirchengemeinderäte der vier beteiligten Gemeinden Bad Wurzach, Dietmanns, Hauerz und Seibranz noch einmal den zeitlichen Ablauf und die Beweggründe, die zu der Gründung des Gesamtkirchengemeinderates führten. Bild: v.l. Franz Gropper (Seibranz), Pastoralreferent Raimund Miller, Heribert Streubel, Karl August Mohr (Bad Wurzach), Pfarrer Stefan Maier, Ulrich Schmid (Hauerz), Gemeindereferentin Angelika Schupp, Ulrich Bank (Seibranz), Karin Kasper, Melanie Brauchle (beide Dietmanns), Marianne Schönball (Bad Wurzach), Richard Waizenegger (Hauerz) und Kirchenpfleger Peter Depfenhart.

 

Der Prozess wurde 2016 unter der Prämisse, „wir wollen uns weiterentwickeln“ , eingeleitet. 2017 wurden die Kirchengemeinderäte der Seelsorgeeinheit Bad Wurzach befragt, wer dabei sein wollte. Bad Wurzach, Dietmanns, Hauerz und Seibranz erklärten sich dazu bereit. Gemeinsam mit Pfarrer Maier und Kirchenpfleger Peter  Depfenhart bildeten je ein Vertreter der vier Gemeinderäte eine Arbeitsgruppe, die eine Satzung erarbeitete. Im Juli 2018 gab die Diözese nach der Vorlage eines Entwurfes „Grünes Licht“ für das Projekt. Ende desselben Jahres beschlossen die vier beteiligten Kirchengemeinderäte diese erarbeitete Ortssatzung. Anfang 2019 wurden bei Personalversammlungen alle Beschäftigten der vier Kirchengemeinden informiert. Im März wurden die Pfarrgemeinden in Pfarrversammlungen informiert und im Mai ging die Arbeitsgruppe an die Öffentlichkeit. Nachdem die Satzung vom Bischöflichen Ordinariat am 21.11.2019 genehmigt wurde und von ihm am 13.12.2019 eine auf zwei Jahre befristete und auf Bad Wurzach zugeschnittene Ausnahmegenehmigung für die Kirchenpflege erteilt worden war der Weg für die Bildung des Gesamtkirchengemeinderates frei.

 

In seinem Statement ging Pfarrer Stefan Maier auch auf die organisatorischen Veränderungen sowie die Vor- und Nachteile des neuen Verwaltungsorganes ein.

Ziele der Gesamtkirchengemeinde sind: Aufgaben der Verwaltung, der Organisation, des Haushaltes und des Bauwesens künftig gemeinsam erledigen. Die Kirchengemeinderäte von der Verwaltung entlasten und ihnen (und dem Pfarrer) Freiräume für pastorale Themen verschaffen. Die Kindergärten künftig besser und professioneller zu begleiten und führen zu können (Eine Trägerschaft für alle gemeinsam).  Eine Professionalisierung der Kirchenpflege – vor allem auch auf die Veränderungen der Zukunft hin: etwa die Einführung der Umsatzsteuer, immer kompliziertere Vorschriften, immer größere Bürokratie. Und schließlich die Möglichkeit, Aufgaben, die künftig u.U. zentral an anderer Stelle wahrgenommen werden würden, hier bei der Gesamtkirchengemeinde in räumlicher und sachlicher Nähe zuhalten.

Die Organisation der Gesamtkirchengemeinde wird zukünftig so aussehen: Die vier Kirchengemeinden bleiben Eigentümer ihrer Grundstücke und ihres Vermögens. In den Gesamtkirchengemeinderat entsenden die vier Kirchengemeinden ihre Vertreter: der gewählte Vorsitzender der Kirchengemeinde und je ein (bzw. Bad Wurzach zwei) weitere Mitglieder. Ein geschäftsführender Ausschuss wird künftig das operative Geschäft übernehmen, dessen Aufgaben vom Gesamtkirchengemeinderat delegiert wird. Die Kirchenpflege wird Gesamtkirchenpfleger Peter Depfenhart gemeinsam mit den örtlichen Kirchenpflegern übernehmen.

 

Zur Wahl als gewählter erster Vorsitzender stellte sich Richard Waizzenegger, zu dessen Stellvertreter wurde Karl-August Mohr gewählt. Schriftführerin wurde Marianne Schönball, ihre Stellvertreterin wird Karin Kasper sein. Zu Mitgliedern des geschäftsführenden Ausschusses wurden Richard Waizzenegger (Hauerz), Karl-August Mohr (Bad Wurzach), Karin Kasper (Dietmanns) und Franz Gropper (Seibranz)  gewählt. Alle Abstimmungen erfolgten einstimmig, bei Enthaltung der zu Wählenden.

 

Dem Gesamtkirchengemeinderat gehören außerdem noch Ulrich Bank (Seibranz), Melanie Brauchle (Dietmanns), Ulrich Schmid (Hauerz) und Heribert Streubel  (Bad Wurzach) an.

 

Mit dem Hinweis auf die erste Arbeitssitzung des Rates am Mittwoch, 11.03., den Kirchengemeinderatswahlen am 22.03. und der konstituierenden Sitzung des „neuen“ Gesamtkirchengemeinderates nach der Wahl am 13.05. beendete der Pfarrer die Sitzung und leitete zum gemütlichen Teil, einem Umtrunk zum weiteren Gedankenaustausch unter den verschiedenen Gemeinderäten über.  

 

Bericht und Bild: Ulrich Gresser

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Quelle: Center for Systems Science and Engineering der Johns Hopkins University

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