Leserbrief 300.jpgBad Wurzach (Leserbrief) - So hieß eine lustige Jugend-TV-Serie in den Siebzigerjahren, die Alltagsereignisse im ländlichen Raum verarbeitete. Neues aus dem Stadtrat des ländlichen Bad Wurzach liest sich öfter eher freudlos. Vorallem wenn es aktuell um die Genehmigung großdimensionierter Bauvorhaben geht. Dabei ist der Mangel an Wohnraum derzeit ein Erfolg versprechendes Totschlag-Argument in fast jeder Lebenslage.



 

Man nehme das an Größe leicht überschaubare Grundstück eines Einfamilienhauses und setze ein dreistöckiges Mehrfamilienhaus direkt an den Zugang des ach so gelobten Kurparks der Riedstadt. Schön muss das Ganze nicht werden, nur praktisch und vor allem rentabel. Und wenn einmal ein solcher Bauklotz steht, ist die Hemmschwelle gefallen, dies in der Nachbarschaft irgendwann gleich zu tun. Siehe dazu auch die Planung in der Truchseßstraße in Richtung Ex-Bahnhof.

Wer sich nicht vorstellen kann, wie ein moderner dreistöckiger Wohnblock aussehen kann, der sollte sich in der Achbergstraße den Drei-Reihen-Block auf dem Grundstück "Sonnenhügel" mit etwas mehr als 3000 qm zu Gemüte führen. Schönes Bauen ist anders, aber vermutlich sehr rentabel eben. Die Besitzer der Einfamilienhäuser drumherum sagen Dankeschön.

Aber die Erbauer der Sonnenhügel-Wohnanlage haben womöglich an die Zweifler gedacht mit einer vorgebauten, jeglicher Ästhetik widersprechenden Mauer, vermutlich konzipiert als Klagemauer. Hier wäre eine Gedenktafel für die Nachwelt möglich mit den Namen der Bausünder und den Namen derer, die für die Baugenehmigung verantwortlich zeichnen, und die sich die Entscheidung nicht einfach gemacht haben wollen.

Erhard Hofrichter
Bad Wurzach

 

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Quelle: Center for Systems Science and Engineering der Johns Hopkins University

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