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Bad Wurzach - Die Vorstandsvorsitzende Rosemarie Miller-Weber konnte den Mitgliedern bei diesjährigen Mitgliederversammlung der Leutkircher Bank im Kurhaus Bad Wurzach eine sehr positive Bilanz des Fusionsjahres mit der Bad Waldseer Bank präsentieren. Den Gastvortrag mit dem Titel „Wege zur Höchstleistung – Spitzensport als Erfolgsmodell" hielt „Mister Handball" Heiner Brand, langjähriger Handball-Bundestrainer, der sowohl als Spieler als auch als Trainer mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister geworden war.

Den Auftakt machte am Nachmittag das von Raimund Haser moderierte Jugendforum, bei dem der Handballlehrer aus Gummersbach sich den Fragen der Jugendlichen stellte. Bankvorstand Stefan Scheffold zählte in seiner Vorstellung die unzähligen Erfolge des 61jährigen auf, der mit sieben Jahren mit dem Handballspielen begonnen hatte. Eigentlich wollte er nach seinem Studium Steuerberater werden, aber wenige Wochen nach seinem Abschiedsspiel sei er plötzlich Co-Trainer der Nationalmannschaft gewesen, antwortete er auf die Frage wie man Trainer wird. Später habe er in Köln die Trainerlizenz gemacht.

Er erzählte den Kids in einer lockeren Fragestunde u.a. dass man zu seiner Zeit als Spieler nicht vom Handball habe leben können, wie nahe ihm der Unfall seines Mannschaftskollegen Jo Deckarm ging und wie er 2007 beim WM-Sieg im eigenen Land die letzten Minuten des Finales erlebte. Er erklärte ihnen, welche Stationen ein Spieler durchlaufen muss bis er z.B. Jugendnationalspieler ist. Er wies auch auf die Strukturprobleme des Handballnachwuchses in Deutschland hin: Manche Vereine in der Bundesliga würden lieber fertig ausgebildete Spieler aus dem Ausland verpflichten als ihren Nachwuchs entsprechend zu fördern. Wichtig sei für die Spieler aber auch eine Duale Karriere, nämlich neben dem Sport eine Ausbildung zu machen.

Zehn glückliche Gewinner durften bei der Verlosung je einen von Heiner Brand handsignierten Handball mit nach Hause nehmen und natürlich holte sich jeder noch ein Autogramm der Trainerlegende ab. Derweil liefen im Kursaal die letzen Vorbereitungen für die erste von drei Mitgliederversammlungen der fusionierten Bank auf Hochtouren.

Pünktlich eröffnete Vorstandsvorsitzende Rosemarie Miller-Weber mit ihrem Vorstandsbericht des Fusionsjahres die Veranstaltung. Der Erfolg im Jahr 2013 bestätige die Entscheidung: 800 neue Mitglieder steigerte Mitgliederzahl auf über 26.500, das betreute Kundenvolumen liegt bei 2,2 Mrd €, auch die Bilanzen bei Kredit- und Anlage-Volumen liegen mit einem Plus von 5,2 bzw 5,4% weit über dem Durchschnitt der Genossenschaftsbanken. Zwar werde die Geamtkapitalquote ab 2016 bedingt durch das anhaltende Niedrigzinsniveau und vor allem den vielen Regulierungsanforderungen sinken, aber man übertreffe bereits heute mit rund 118 Mio Eigenkapitalanteil die bis 2015 erforderlichen 8% bei weitem.

Rund 80% (Verbandsdurchschnitt: 60%) des Geldes der Mitglieder und Kunden fliessen in das Kundenkreditgeschäft vor Ort, die restlichen 20% bilden Liquiditätsreserven, werden für Beteiligungen und Anlagemögen wie eigene Immobilien verwendet. Das Erfolgskonzept seien die verantwortungsbewusst handelnden Mitarbeiter. „Verantwortungsbewusst zu handeln ist unser zentrales Unternehmensziel. Wir zocken nicht!" sagte die Vorstandsvorsitzende nicht ohne Stolz auf das 2013 Erreichte.

Noch einmal skizzierte sie die einzelnen Phasen der Fusion von Leutkircher und Bad Waldseer Bank. Nach Abschluss der technischen und organisatorischen Fusion laufe derzeit die sechste Phase die der Integration mit Anpassungen und Optimierungen der Abläufe, der Weiterentwicklung der Strategie. „Die sportliche Herausforderung ist jetzt die Verschmelzung der Kulturen."

Im Unterschied zu anderen Genobanken, von denen 50% in den nächsten fünf Jahren eine Fusion zur Marktkonsolidierung entgegensähen, war es den beiden Partnern wichtig, zwei starke Banken als die Bank in der Region in die Zukunft zu bringen.

Der Gastredner Heiner Brand zeigte in seinem Vortrag „Wege zur Höchstleistung – Spitzensport als Erfolgsmodell" am Beispiel der Erfolgsstory „Projekt Gold" von der geglückten Heim-WM 2007 die vielen Parallelen zur Philosophie der Leutkircher Bank auf. Von der Zusammenstellung einer schlagkräftigen Truppe, über den Umgang mit Niederlagen bis dazu dass oft Kleinigkeiten über Erfolg und Misserfolg entscheiden können. Mit Einspielern aus dem damals gedrehten Dokumentarfilm verdeutlichte er wie es zum damaligen Triumph gekommen war. Gemeinsam mit einigen Anekdoten, etwa der wie es zum Ritual eines Mannschaftsbesuches bei MacDonalds nach einem gewonnenen Halbfinalspiel kam, zeigte er auf, welche Eigenschaften man als Trainer bzw Manager für den Erfolg besitzen müsse: Führungswille, Intuition und Improvisationstalent, die Fähigkeit Situationen realistisch einzuschätzen und Spielern wie Mitarbeitern klar zu machen, dass gemeinsame Ziele nur als Einheit zu erreichen sind.

Gemeinsam räumten die Mitarbeiter der Bank danach die Stühle beiseite, so daß rasch zum gemütlichen Teil des Abends übergegangen werde konnte. Wie ernst die Bank die Wünsche der Kunden und Mitglieder nimmt zeigte sie mit den Umfragekarten, die auf jedem Stuhl bereit lagen, um deren Meinung zu Veranstaltung und Bank zu erhalten.

Bericht und Bilder Uli Gresser

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Quelle: Center for Systems Science and Engineering der Johns Hopkins University

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