TierschutzvereinBad Wurzach - Jedes Jahr vor Ostern passiert das gleiche. Die Kinder wünschen sich ein Tier und was bietet sich da besser an, als ein Zwergkaninchen zu Ostern zu verschenken? Und so geht es, ohne sich der Verantwortung bewusst zu sein, auf direktem Weg in den Baumarkt, Zoofachhandel oder Züchter. Die Nachfrage nach kleinen Kaninchen ist vor Ostern sehr groß.

 

Ein niedliches Häschen ist schnell gefunden, dann lässt man sich noch kurz von einem Mitarbeiter beraten, nimmt irgendein Futter mit und natürlich einen meist viel zu kleinen Stall.

 

Die Freude der Kinder ist groß. Das Geschenk – ein Volltreffer! Nach einigen Wochen lässt die Euphorie nach, das tägliche Füttern und das Säubern des Stalles wird mühselig. Die Kinder interessieren sich nicht mehr für das Kaninchen, das ängstlich in seinem Häuschen sitzt, größer wurde, beißt und überhaupt nicht mehr so süß ist. Die tägliche Fütterung ist jetzt Aufgabe der Mutter. Viele Tiere, die verschenkt wurden und für kurze Zeit Freude brachten sind nun nur noch lästig und müssen schnellstmöglich wieder weg, und die Tierheime sind voll mit niedlichen Häschen die unüberlegt verschenkt wurden.

 

Von einem Spontan kauf ist immer abzuraten, die Anschaffung eines Tieres sollte immer gut überlegt sein!!! Kaninchen sollten auch immer nur zu zweit gehalten werden dementsprechend groß muss natürlich der Stall sein. Auch Kaninchen verursachen nicht zu unterschätzende Kosten durch Futter und tierärztliche Betreuung. Bei zwei Kaninchen können da in 12 Jahren bis zu über 6000 Euro Kosten anfallen. Auch ein Blick in den Mietvertrag und ein Ausschließen von Tierhaarallergien aller Familienmitglieder kann späteren Ärger für Mensch und Tier vermeiden.

 

Machen Sie es richtig und schenken Sie ein passendes Stofftier oder einen Schokohasen mit Gutschein. Ein vorab Besuch mit den Kindern im Tierheim um sich beraten zu lassen kann mitunter auch sehr hilfreich sein. Kaufen Sie ein paar Bücher über das ausgewählte Tier oder informieren Sie sich im Internet. Manchmal wird dabei bemerkt, dass man eine falsche Vorstellung vom auserwählten Tier hatte. Ein wichtiger Nebeneffekt dieses vorgehens ist, dass der Zukünftige Tierhalter vieles über sein Wunschtier und tiergerechte Haltung lernt. Und es macht richtig Spaß, wenn sich die ganze Familie vorab mit der Einrichtung eines Geheges befasst, oder es sogar selbst baut.

 

So vorbereitet wird es hoffentlich eine Lebenslange Freundschaft ohne Missverständnisse. Ein Tier ist kein Kinderspielzeug, das man bei Nichtgefallen umtauschen oder wegwerfen kann, sondern ein Lebewesen mit Bedürfnissen, das respektvollen Umgang verdient.

 

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Quelle: Center for Systems Science and Engineering der Johns Hopkins University

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