12glennBad Wurzach - Es war das Zweite Mal, dass „Glenn´s Swing Orchestra in Bad Wurzach auftrat. Bild: Valérie Graschaire bei ihrer glänzenden gesanglichen Improvisation, mit der sie jeden Musiker vorstellte



Wer kennt ihn nicht, „In the Mood“ den Klassiker schlechthin mit dem Glenn Miller zu Weltruhm gelangte. Das 12köpfige Orchester hob ihn sich wie bei jedem Konzert bis ganz zum Schluss als Zugabe auf. Doch was das Publikum im vollbesetzten Kursaal in den knapp zwei Stunden zuvor von der auf den Spuren des legendären Vorbilds wandelnden Big-Band mit ihrer grandiosen Sängerin Valérie Graschaire zu hören bekam, war musikalisch vom Allerfeinsten.


Das Konzert, veranstaltet vom Wurzacher Kulturkreis um Wolfgang Weiss, bot für das Publikum, in dem auch viele Musiker aus der näheren und weiteren Umgebung saßen wieder einen exzellenten Hörgenuss. Dass es Wolfgang Weiss, dem Organisator der Wurzacher-Kulturkreis-Konzerte, gelang die stets in französischen Militäruniformen auftretende und mit Topmusikern besetzte Big Band nach Bad Wurzach zu holen, liegt an seiner alten, musikalischen Verbundenheit mit dem Bassisten der Band: denn Herbert Stengele stammt aus Kisslegg. In diesem Jahr hatte die Band noch ein weiteres musikalisches Urgestein aus dem Allgäu dabei: Den Trompeter Stefan Sigg aus Wangen, der sich mit seiner Sigg´s Pack Bigband und ihren Count Basie-Interpretationen im ganzen Süddeutschen Raum einen Namen gemacht hat.


Da wurden wieder viele Erinnerungen bei den Besuchern geweckt, etwa an die Nachkriegsjahre, als diese Art der Musik sich hierzulande etablierte. Oder aber an die Studentenzeit bei den ein wenig weniger Älteren, die damals viele Stunden in den „Jazzkellern“ ihrer Studentenstadt verbracht hatten...


Ein Schlagzeugsolo ist das musikalische Eröffnungsritual, ehe nach und nach der Rest der Band auf der Bühne eintrudelt. Der erste Teil des Programmes war eher jazzig angehaucht, dem aber die Sängerin Valérie Graschaire, die übrigens auch bei der neuen CD von Sigg´s Pack auch mit von der Partie ist, mit ihrer fantastisch vielseitigen Stimme enormen Glanz verlieh. Mit ihrer pinkfarbenen Federboa und ihrem kleinen Schwarzen bot sie auch optisch einen farblichen Kontrapunkt zur uniformierten Einheitskleidung der Band. Ob bei „Somewhere over the Rainbow“ oder „Fly me to the moon“, die einfühlsamen Interpretationen und die perfekten Solos rissen das Publikum ein ums andere Mal zu spontanem Applaus hin.


Im zweiten Teil des Konzertes konzentrierte sich die Band auf das umfangreiche musikalische Werk des 1944 über dem Ärmelkanal vermissten weltbekannten Bandleaders. A string of pearls, Moonlight Serenade, American Patrol und oder Pennsylvania 6-5-000, bei dem das Publikum sich selbst musikalisch betätigen konnte.


Bei Cheek to cheek, dem von Irving Berlin 1935 Fred Astaire und Ginger Rogers für Tanzfilm „Ich tanz mich in dein Herz hinein“ auf den Leib geschriebene Stück, sorgte Sängerin Valerie Graschaire für knisternde Erotik auf der Bühne.


Nicht fehlen durfte natürlich auch der „Chattanooga Choo Choo“ , das Original, das hierzulande weniger bekannt sein dürfte wie der „Sonderzug nach Pankow“ mit dem Udo Lindenberg offene Kritik am DDR-Regime übte. Etwas ganz Besonderes gab es für das Publikum im Kursaal beim letzten Stück offiziellen Programmstück:  Valérie Graschaire stellte die einzelnen Musiker vor und zwar mit einer perfekten gesanglichen Improvisation.


Vor der ersten Zugabe, dem Soldatenlied „Lili Marleen“, das einst Zarah Leander weltberühmt machte überreichte Wolfgang Weiss an die Sängerin eine Großpackung „Mercie“ an die Sängerin, mit dem Auftrag sie mit ihren Musikern zu teilen. Besonders bedankte er sich bei Berthold Leupolz und seinem Liederkranz Eintürnen, die bei diesem Konzert für die Bewirtung sorgten. Die zweite Zugabe, den Klassiker „In the Mood“ , bekamen die Zuhörer dafür doppelt zu hören: einmal auf der Bühne und danach bei ihrem Ausmarsch durch die Reihen der, Clubatmosphäre verbreitenden, von jeweils einer Kerze beleuchteten Tischen...



Bericht und Bilder Ulrich Gresser



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