weihnachten veranstaltungsgutschein 578x250

fack angebot 578 bszv03

bild1824 wowBad Wurzach - Mit ihrer Aktion „Ihre Alte ist uns 20 Euro wert“ sammelte das Team von Optik Blickfang Bad Wurzach um Jaqueline Franke-Lang und Vera Broll von März bis Ende Juni mehr als 500 alte Brillen für den guten Zweck. Denn Karl Ehrmann und Alois Fimpel und ihr Helferteam werden diese bei ihrem nächsten Hilfstransport nach Weißrussland dort im Krankenhaus in Beriosa, an dem ein Augenarzt praktiziert an die bedürftigen Menschen verteilen. Bild: v.l.n.r. Alois Fimpel, Jaqueline Franke-Lang, Karl Ehrmann und Vera Broll

 



Karl Ehrmann, wegen seines überragenden sozialen Engagements bereits vor einigen Jahren mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, wird gemeinsam mit Alois Fimpel, Franz Häckler und franz Martin am 02. November wieder mit einem Bus voller Hilfsgüter gen Osten starten. Bei der Übergabe der gesammelten Brillen erzählen Karl Ehrmann und Alois Fimpel den beiden Geschäftsinhaberinnen von Optik Blickfang von ihrer Motivation, seit annähernd 30 Jahren die Strapazen für die einwöchige Reise mit Hilfstransporten über Polen nach Weißrussland zu fahren.


Am ersten Tag wird die Route die Helfertruppe bis nach Breslau führen, wo sie einen Teil ihrer Hilfsgüter in einem großen Pflegeheim und bei der evangelischen Diakonie, die dort ein Heim für behinderte und Waisenkinder unterhält, verteilen. Übernachtet wird dann im Elisabethenkloster, das in und um Breslau eine Armenspeisung, zwei Pflegeheime und 5 Kindergärten betreibt.


Je nachdem, wie lange die Grenzabfertigung nach Weißrussland dauert, ob drei Stunden oder die ganze Nacht, „einmal haben sie uns sogar zurückgeschickt“ werden sie dann in der Grenzstadt Brest auf einem bewachten Parkplatz übernachten. „Denn in der Nacht zu fahren ist zu gefährlich, “ erklärt Karl Ehrmann.
Im vergangenen Jahr hatten sie für die Klinik Bermiosa zehn Kranken- und Pflegebetten angeschafft.


Diese für unsere Maßstäbe total veralteten Betten und ein EGK-Messgerät mussten sie vor Ort anschaffen „neu ab Fabrik“ , aber technologisch weit aus dem letzten Jahrhundert . Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig auch Geldspenden für diese Transporte sind, denn vieles bezahlen Karl Ehrmann und seine Helfer aus der eigenen Tasche.


Einen Teil der Hilfsgüter verteilen die vier dann noch in den umliegenden Dörfern an Bedürftige, etwa einen inzwischen 91 jährigen ehemaligen Kriegsgefangenen, der sich noch immer gut an seine Zeit in Hannover erinnern kann. Es ist auf der einen Seite die Not und Armut der Menschen, auf der anderen Seite die tiefe Dankbarkeit, die Karl Ehrmann und seine Begleiter immer wieder motivieren, all die Strapazen eines solchen Hilfstransportes auf sich zu nehmen. „Das war das letzte Mal“ sagen sie sich immer, wenn der Frust der Gängelei bei den Grenzkontrollen an ihnen nagt.


Aber schon auf dem Heimweg, mit den glücklichen und freudestrahlenden Gesichtern der Menschen vor Augen, fragen sie sich :„Wann geht es wieder los?“ Bleibt zu hoffe, dass die vielen Brillenspenden der Kunden von Optik Blickfang unbeanstandet den Weg in das 350 Betten-Klinikum finden werden.


Bericht und Bild Ulirich Gresser


Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to Twitter