Bad Wurzach -  Gleich auf zwei Nestern in und um Bad Wurzach konnte Ute Reinhardt, die Storchenbeauftragte des Regierungspräsidiums Tübingen und als solche für die Beringung des Nachwuchses von Meister Adebar zuständig, jeweils zwei Jungstörchen ihre „Erkennungsmarke“ ans Bein clipsen.

 

In Bechtingers, wo das Nest erstmals seit Jahren wieder von einem Storchenpaar bebrütet worden war, begann am frühen Abend die diesjährige Beringungsaktion mit der Feuerwehrdrehleiter. Die beiden Jungvögel auf dem dortigen Horst werden zukünftig mit den Nummern A1M02 und A1M03 durchs Leben schreiten und in der zentralen Datenbank geführt werden. Und damit überall auf der Welt als gebürtige Bechtinger identifiziert werden.

Ihr Alter schätzte Ute Reinhardt auf etwa 6 Wochen, mit 2,6 und 2,55 Kg hätten die Beiden zwar noch leichtes Untergewicht, „aber das ist in Ordnung“. „Eine Woche müssen die beiden noch durchhalten, dann sind sie auch gefiedermäßig über dem Berg“ schätzte die Storchenbeauftragte die Überlebenschancen der Jungtiere ein.

War die Beringung in Bechtingers für das Drehleiterteam Peter Hörmann, Roland Herdrich und Maschinist Franz Netzer noch problemlos, war die Aktion auf dem Dach der Grundschule Bad Wurzach in 29 Metern Höhe schon ein anderes Kaliber. Dort mussten sie die Feuerwehrdrehleiter fast bis zum letzten Millimeter „ausquetschen“, damit die Storchenbeauftragte ihre Aufgaben Beringung, Schnabel reinigen und mit der Federwaage das Gewicht der Jungstörche festzustellen, erledigen konnte. Die Beiden auf der Grundschule, deren „Personalausweise“ die Nummern A1M03 und A1M04 tragen, seien mit einem Gewicht von 3,2 und 3,0 Kg gut entwickelt. „Die sind durch, da passiert nix mehr“ zeigte sie sich erfreut über deren bereits jetzt schon wetterfestes Gefieder. Die Bad Wurzacher Jungstörche dürften ziemlich exakt zur gleichen Zeit wie ihre Bechtinger Verwandten geschlüpft sein, so etwa um den 13.05.2017.

Die Eltern der beiden sind übrigens die Gleichen die wie die im Vorjahr: Der Vater mit AE 681 ist ein siebenjähriger gebürtiger Bad Schussenrieder, die Mutter eine sechsjährige Störchin (AF226), die in Bösingen bei Radolfzell 2011 das Licht der Welt erblickt hatte.

Text und Bilder von Uli Gresser

 

 

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