Wurzen

Bad Wurzach - Der Kultur- und Heimatpflegeverein Wurzen hielt am vergangenen Donnerstag im Gasthaus „Wurzelsepp“ beim oberschwäbischen Torfmuseum seine diesjährige Jahreshauptversammlung ab. Vorstand Winfried Vincon konnte zu der gutbesuchten Versammlung, rund ein Drittel der 113 Mitglieder war gekommen, auch Bürgermeister Roland Bürkle begrüssen. Foto: Die in ihren Ämtern bestätigten Vorstandsmitgliedern mit der geehrten Christel Schulze v.l.n.r. Wolfgang Motz, Gretel Bülow, Christel Schulze, Winfried Vincon und Eugen Mönig

Nach der Feststellung der satzungsgemässen und fristgerechten Einladung bat Vincon sich zum Totengedenken für das 2013 verstorbene Mitglied Erwin Wild zu erheben, der beim Bau des Torfbähnles sich sehr engagiert hatte.
In seinem Bericht für das vergangene Jahr dankte er mehrfach seinen Mitgliedern für die geleisteten Arbeitsstunden: z.b. 60 Stunden bei dem Aufbau der neuesten Station im Museum über den Bomberübungsplatz, 35 Stunden beim Ausstechen der Rampe oder die Arbeit für die neue Naturschzentrumsausstellung Moor Extrem usw. Als Letztes wurde im Herbst in 550 Arbeitsstunden die Westseite des Museumsbaues erneuert und eine weitere Lore zum Waggon umgebaut.
Aber auch die Geselligkeit kam in dieser erfolgreichen Saison, die am 06.April mit der ersten Fahrt des Bähnles gestartet war, nicht zu kurz: Der Hausflug zum Dornier Museum in Friedrichshafen Ende Juli oder der jeweilige Höhepunkt des Vereinsjahres, die Torfwerkshockete im August. 9 Fahrten des Torfbähnles standen am Ende dieses  bisher am erfolgreichsten Festes zu Buche, die 45 Helfer erwirtschafteten an diesem Tag einen sehr guten Gewinn.Zwar kamen in 2013 mit 13742 (davon 1364 Kinder) etwas weniger Besucher als im Vorjahr, Grund dürfte das verregnete Frühjahr gewesen sein, dennoch hatten die Lokführer, bei teilweise 7 Fahrten pro Tag, 369 Fahrten an den 150 Tagen bis zum Saisonende absolviert. In diesem Zusammenhang dankte Winfried Seiner Frau und Schwiegertochter, die die Organisation (Lokführereinteilung, Fahrtenbuchungen etc) verantworteten. Er gab auch noch bekannt, dass die Torfwerkshockete in diesem Jahr auf das erste Augustwochenende vorverlegt werde, um terminlich nicht mit dem Dorffest in Rot an der Rot zu kollidieren.

Kassier Andreas Stangl konnte den Mitgliedern ausgesprochen positive Zahlen präsentieren, sodass für eine demnächst anstehende Dachsanierung des Museums weitere Rücklagen gebildet werden konnten.

Die Kassenprüfer Peter Hlawatschek und Franz Mohr bescheinigten dem Kassier eine einwandfreie Kassenführung, sodass einer Entlastung des Vorstandes nichts mehr im Wege stand. Die Kassenprüfer regten eine Diskussion darüber an,  sich  die Mitgliedsbeiträge beim Schwäbischen Heimatbund und der Heimatpflege Württembergisches Allgäu  zu sparen.

In diesem Punkt war Bürgermeister Roland Bürkle, der die von der Versammlung einstimmig vorgenommene Entlastung des ganzen Vorstandes leitete, anderer Meinung. Er sah deren Arbeit als Lobbyarbeit  für die  Heimatvereine bei der Landesregierung. In seinem Grusswort lobte er die Arbeit der Bähnlesfahrer und Museumsführer. Denn sie seien gute Werbeträger für die Stadt, die als „normale Leit sagen, was sie denken“. Es sei immer schwieriger nach 10 Jahren auf dem Markt neue Besucher zu gewinnen. Aber im Vergleich zu anderen Museen stehe man hervorragend da. Der Verein sei einer der erfolgreichsten in der ganzen Stadt und gehöre mit seinen anderen Aktivitäten wie z.B. die Krippenausstellung beim Weihnachtsmarkt einfach untrennbar zum gesellschaftlichen Leben dazu.

Die ebenfalls von Bürkle geleiteten Neuwahlen erbrachten für Vorstand Winfried Vincon, Schriftführerin Gretel Bülow und den beiden Ausschussmitgliedern Wolfgang Motz und Eugen Mönig die einstimmige Bestätigung in ihren Ämtern.Mit einem Blumenstrauss dankte der Verein Christel Schulze, die 10 Jahre lang „mit grossem Engagement und Leidenschaft“ die Krippenausstellung am Weihnachtsmarkt organisiert hatte für ihre diesbezügliche Verdienste.

Auf die Frage „Was wird denn da (im Ried) gebaut? erklärte Bürgermeister Bürkle den Sachstand zu den einzelnen Punkten zur Wandertrilogie. Er erklärte weiterhin, dass man mit den Naturschutz Behörden wegen eines geplanten Aussichtsturmes in Verhandlungen stehe. Im Rahmen der von Mitgliedern angesprochenen Biberproblematik sagte das Stadtoberhaupt auch, dass man, sich, weil die langen Wanderwege „nicht mehr so viel gelaufen werden“ dabei zukünftig eher auf die kürzeren konzentrieren werde.

Mit einigen Filmen über die Arbeit der Bähnlesbauer fand der offizielle Teil der Versammlung seinen Abschluss.

Bericht und Fotos: Ulrich Gresser

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Filmvorführer Thomas Grandl

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Die Interessiert zuschauenden Wurzenmitglieder

 

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