18film riedBad Wurzach - Mit einem solchen Ansturm hatte niemand gerechnet: Bereits eine halbe Stunde bevor der Dokumentarfilm den Manfred Montwe gemeinsam mit Reinhold Mall über das Wurzacher Ried gedreht hat, war der Tagungsraum schon überfüllt, so dass die Veranstalter kurzfristig in den Kursaal umziehen mussten. Bild: Hatten gut lachen: Produzent Horst Weisser (NAZ) mit den Filmemachern Manfred Montwe und Reinhold Mall (v.l.) bei der Premiere im Kurhaus.

 

Der Leiter des Naturschutzzentrums Wurzacher Ried, Horst Weisser, das Naturschutzzentrum produzierte den Film und sorgte für die nötige Finanzierung, konnte zu dieser Premiere einige prominente Besucher begrüßen: So war vom Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz, das ebenfalls zu den Geldgebern zählte, Sonja Lempp extra aus Stuttgart angereist. Helmut Kiefl, MdL a.D., ein „alter Mitstreiter“ in Sachen Naturschutzzentrum war ebenso gekommen wie rund 250 interessierte Bürger und Gäste. Weisser bedankte sich bei den Mitarbeitern des Naz, besonders bei Heike Gumsheimer, die das Filmprojekt, das auf dem Film, der für die Dauerausstellung „Moor Extrem“ gedreht wurde, basiert.
Weisser nannte das Ergebnis der rund zweijährigen Arbeit „ein guter Botschafter für Bad Wurzach“.

In den letzten beiden Jahren hatte Manfred Montwe, der den Löwenanteil der Arbeit mit Drehen und Filmschnitt schulterte, rund 40 Stunden Material gedreht, ebenso wie Reinhold Mall, der mit seinem Material zuhause drei große Festplatten gefüllt hatte.

Montwe plauderte vor dem Filmstart ein weinig aus dem Nähkästchen: „Wir haben schnell gemerkt, dass sich die angedachte Konzeption für den Film nicht realisieren ließ, weil das Ried unberechenbar ist. So konzentrierte ich mich einfach auf das, was möglich war.“ Da konnte es schon vorkommen, dass er stundenlang mit aufnahmebereiter Kamera durchs Ried streifte, ohne eine Sekunde gedreht zu haben. Ein Beispiel für die Wechselhaftigkeit des Riedes, war jene Episode, als er im Wiedervernässten ehemaligen Haidgauer Torfwerk Rehe beobachtete und sich dabei in seinem Rücken ein heftiges Gewitter zusammenbraute. Da stand er nun und hatte die Wahl zwischen Cholera und Pest: Ans Wasser gehen oder sich unter Bäume flüchten. Er hatte Glück, kein Blitz schlug in seiner Nähe ein und die schnelle Lichtveränderung brachte ihm schöne Aufnahmen ein.

Mit-Filmer Reinhold Mall lobte Montwe: „Er hat ganze Arbeit geleistet!“ Wegen unterschiedlicher Auffassung habe er ihm aber die ganze Post-Produktion überlassen.
Ergänzt wurde das Material der beiden mit Fremdmaterial, das von Kurt Hirschel, Franz Knittel und auch von Rudolf Diesel, der bei vielen Dokumentarfilmen des ZDF für außergewöhnliche Aufnahmen sorgt, stammt. Heike Franke schrieb gemeinsam mit Manfred Montwe die Texte, die von Harry Kühn gesprochen wurden und gemeinsam mit der von Sounddesigner Ruppert Schellenberger eigens komponierten Musik den Film zu einem ganz besonderen Filmerlebnis gemacht haben.

Neben beeindruckenden Landschaftsaufnahmen, zumeist im Zeitraffermodus, zeigen die vielen Tier- und Pflanzenaufnahmen die große Artenvielfalt des Naturschutzgebietes. Dass dieses die Heimat für mehr als die Hälfte der in Europa vorkommenden Libellenarten ist, zeigt der eindrucksvolle Film ebenso wie z.B. das Paarungsverhalten der Ringelnatter, das man als Spaziergänger eher selten zu sehen bekommt. Eine schier unüberschaubare Vielfalt an Schmetterlingen bevölkert das Ried, viele von Ihnen sind gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht.

Die Wiedervernässung des ehemaligen Torfabbaugebietes sorgt für die Regeneration der Natur. Daher spielt Wasser, das Lebenselixier des Riedes, natürlich in vielen Szenen des Filmes eine große Rolle. Die Vernässung sorgte auch dafür, daß sich der Biber wieder ansiedelte. Der scheue Nager, berühmt und gefürchtet für seine „Bauwerke“ durfte daher natürlich auch nicht fehlen.

Bürgermeister Roland Bürkle bedankte sich bei den Filmmachern mit kleinen Präsenten und Horst Weisser verwies auf die DVD, die ab sofort für 14,80 € im Shop von Bad Wurzach Info und Moor-Extrem erhältlich ist.

 

Text und Bilder von Uli Gresser


Beachten Sie bitte den unten angefügten Bilder-Bestellservice

  • bild9806bild9806
  • bild9808bild9808
  • bild9809bild9809

  • bild9811bild9811
  • bild9812bild9812
  • bild9813bild9813

  • bild9816bild9816
  • bild9817bild9817
  • bild9818bild9818

  • bild9820bild9820
  • bild9824bild9824

 

 

#joompiter_dbszimageordering{Filmpremiere Wurzacher Ried 2015;;ulrich.gresser@diebildschirmzeitung.de;;Eingangsbestätigung UG}#

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to Twitter

 

 

Quelle: Center for Systems Science and Engineering der Johns Hopkins University

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.