Bad Wurzach – Der Wangener Sozialarbeiter Christian Breher kam am Mittwochabend ins von rund 70 Interessierten besuchte Pius-Scheel-Haus, um über die Rechte von Asylbewerbern in Deutschland zu informieren. An seiner Seite waren zwei Dolmetscher, die seinen Vortrag für die Flüchtlinge aus Gambia und Syrien übersetzten. Nach einem kurzen Abriss über die Geschichte der deutschen Asylpolitik bis hin zur aktuellen politischen und gesellschaftlichen Lage ging Breher näher auf die Vorgänge ein, die für die Asylbewerber im sogenannten „Dublin-Verfahren“ von Bedeutung sind.

Beim Dublin-Verfahren geht es um die Frage, welcher Staat für die Prüfung eines Asylantrags zuständig ist. Erst wenn diese Frage geklärt ist, wird der Antrag an sich bearbeitet. Christian Breher wies darauf hin, dass es als Asylbewerber nicht leicht sei, die Rechte zu erlangen, die einem zustehen, und er riet den Antragstellern ausdrücklich, sich auf die Anhörung in Karlsruhe sehr gut vorzubereiten, um nicht einfach abgeschoben zu werden. Bei der Veranstaltung, die von Nachdenklichkeit und Ernst geprägt war, spürte man, dass es für die Flüchtlinge nicht nur um trockene Informationen, sondern um ihr weiteres Schicksal ging. So häuften sich gegen Ende hin die Fragen gambischer Asylbewerber, die dann in kleineren Gruppen weiterdiskutiert wurden. Dass die Flüchtlingsarbeit für den engagierten Christian Breher eine Herzensangelegenheit ist, spürte man nicht nur aufgrund seiner ganz persönlichen Stellungnahme zum Thema: „Ich finde, jeder, der in Deutschland wohnen will, sollte auch in Deutschland wohnen dürfen.“ Zum Schluss stellte er dem Publikum noch eine Initiative vor, die sich dem Kampf gegen Rassismus und ungerechte Abschiebungen verschrieben hat:

Homepage: www.initiative-gegen-rassismus.com

Telefon: 01575-3224109

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Quelle: Center for Systems Science and Engineering der Johns Hopkins University

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