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Bad Wurzach - Bei ihrem Frühjahrskonzert, das die Stadtkapelle gemeinsam mit der Jugendkapelle der Jugendmusikschule Bad Wurzach bestritt, gab es neben zahlreichen Ehrungen für langjährige Musiker mit der Uraufführung des symphonischen Blasmusikstück „Der Clown" von Peter Schad auch eine Weltpremiere zu bewundern. 

 

Den ersten Teil bestritt die Jugendkapelle Bad Wurzach unter der Leitung von Musikdirektor Hans Herle mit Werken von Mario Bürki, James Swearingen, Jacob de Haan und Ed Huckeby. Ob es galt, den Untergang der römischen Stadt Pompeji im Lavaregen des Vesuvs musikalisch darzustellen, oder in Sa Musica die verschiedenen Musikstile und -arten die auf Mallorca zu hören sind, was die 55 jugendlichen Musiker aus allen 10 Musikverein der Großgemeinde zusammen mit ihrem Dirigenten, Musikdirektor Hans Herle, ablieferten, war mehr als to „Make a Joyful noise". Keine Frage, beim am kommenden Wochenende anstehenden Wertungsspiel braucht der Jugendkapelle, die mit „Equinox" dem vom amerikanischen Komponisten Ed Huckeby geschriebenen Stück über die tag-/nachtgleichen Tage eben dieses Wertungsspiel bestreiten werden, nicht bange zu sein. Kein Wunder, dass ein gut gelaunter Hans Herle nach diesem offiziellen Programmabschluss mit einem kleinen Scherz „Wo liegt der Unterschied zwischen einer Metzgereifachverkäuferin und einem Musiker? Es gibt keinen: Beide fragen, darfs a bissle mehr sei?" ans Mikrofon trat, um als Zugabe den Marsch „A good start" von Luigi die Ghisallo anzukündigen. Das was die Nachwuchsmusiker daraus machten, hätte manch einer gestandenen Musikkapelle bei den „Großen" noch zur ehre gereicht.

Mit dem sehr schnellen Zirkusmarsch „L'entracte" des Niederländers Jan Bosveld stieg die Stadtkapelle mit ihrer Dirigentin Petra Springer in das Programm ihres Frühjahrskonzertes ein. Zu der wirbeligen Musik konnte man sich gut in ein Zirkuszelt mit Dressurnummern und Salti und Flickflack vollführenden Akrobaten versetzt fühlen. Die zirkusmäßige Ouvertüre für den musikalischen Höhepunkt des Abends: die Uraufführung des Stückes „Der Clown" des einheimischen Komponisten und Musikers Peter Schad der natürlich wie die zahlreichen Musiker von anderen Musikkapellen im Publikum auch der Premiere entgegenfieberte. In dem symphonischen Werk beschreibt Schad alle Facetten die zu einem Clown gehören: rote Clownsnase, das Ausleben der sprichwörtlichen Narrenfreiheit, aber auch die sich oft hinter der fröhlichen Fassade verbergende Melancholie. Mit Verve begab sich Florian Strobel aus dem Schlagzeug Register in die Rolle des Clowns und sorgte mit allerlei Späßen auch für manche Verblüffung bei seiner Dirigentin. Peter Schad jedenfalls war begeistert und gratulierte Petra Springer spontan zur gelungenen Uraufführung.

Dem Milieu treu geblieben sind die Musiker der Stadtkapelle auch mit ihrem nächsten Stück „Theatre Music". Das, was der Engländer Philip Sparke 1989 da als Auftragsarbeit für einen Schweizer Blasmusikwettbewerb schrieb, bezeichnete Andrea Mall, die wie immer mit einfühlsamen Texten durchs Programm führte, als „harte Nuss", wie sie aus den langen und harten Proben gemeinsam mit ihren Mitmusikern selbst erfahren musste. „Wenn man sich aber durch die harte Schale durchgearbeitet hat, kommt man zu einer unglaublich mit Feuer und Temperament sprühenden und mit wunderschönen Melodien bezaubernden Komposition, führte Mall das Publikum in die dreisätzige – Overture, Entra´cte und Finale –Komposition ein.

Quasi zur Erholung nach dieser alle Register stark beanspruchenden Komposition durfte der neue Kreisverbandsvorsitzende des Kreisverbandes Ravensburg, Rudi Hämmerle, langjährige MusikerInnen mit Ehrennadeln und Urkunden auszeichnen. Hämmerle meinte in seinem kleinen Grußwort mit Blick auf die Uraufführung des symphonischen Werkes von Peter Schad: Bisher sei die Kuschelpolka sein Lieblingsstück gewesen, doch dieser habe jetzt bewiesen, dass er auch anderes Genre beherrsche.

Für zehnjährige aktive Tätigkeit wurden mit der Ehrennadel in Bronze des Blasmusikverbandes Baden Württemberg ausgezeichnet:

Marjolein Grösser, Rainer Menig, Dominik Minsch, Sarah Minsch, Verena Rast, Felicitas Vinçon und Catharina Westermayer.

Mit der Ehrennadel in Silber für 20 Jahre wurden ausgezeichnet: Karina Feurle, Vanessa Ford, Claudia Grösser, Andreas Herle und Florian Strobel.

Die Ehrennadel in Gold erhielten für 30 Jahre aktive Tätigkeit:
Dieter Allgaier, Markus Herdrich, Thomas Kling, Roland Merk und Stefan Ringer

Mit der Ehrennadel in Gold mit Diamant und Ehrenbrief für 40-jährige aktive Tätigkeit wurde für 40 Jahre Hubert Fischer ausgezeichnet. Für 50 Jahre aktives Musizieren erhielt August Böhler die Ehrennadel in Gold mit Diamant und Ehrenbrief.

Wolfgang Grösser, der die Stadtkapelle als Vorstand insgesamt für 17 Jahre geleitet hat, wurde ebenso wie der langjährige Kassier der Stadtkapelle Markus Vincon mit der Fördermedaille in Silber mit Urkunde des BVBW für 15jährige Tätigkeit ausgezeichnet.

„Thank you for the Music" dies konnten am Ende des Konzertes, dessen offizielles Programm Petra Springer und ihre Musiker mit der ABBA-Synphonic beendeten, auch die Zuhörer zu den Akteuren auf der Bühne sagen. Sie taten es mit lang anhaltendem Applaus und bei dem Marsch „Abel Tasman" von Alexander Pfluger als Zugabe zeigte die Stadtkapelle noch einmal zum Ende dieses geschichtsträchtigen Frühjahrskonzert ihre Qualitäten.

 

Text und Bilder von Uli Gresser
Beachten Sie bitte den unten angefügten Bilder-Bestellservice 

 

Liste der Geehrten: Name Vorname Eintritt Ehrung Instrument

  • Grösser Marjolein 01.01.1995 BVBW - Ehrennadel in Bronze für 10-jährige aktive Tätigkeit Fagott
  • Menig Rainer 01.05.2004 BVBW - Ehrennadel in Bronze für 10-jährige aktive Tätigkeit
  • Minsch Dominik 01.01.2004 BVBW - Ehrennadel in Bronze für 10-jährige aktive Tätigkeit Stabspiele
  • Minsch Sarah 01.09.2003 BVBW - Ehrennadel in Bronze für 10-jährige aktive Tätigkeit Bassklarinette
  • Rast Verena 01.01.2006 BVBW - Ehrennadel in Bronze für 10-jährige aktive Tätigkeit 1. Tenor-Saxophon in B
  • Vinçon Felicitas 01.01.2006 BVBW - Ehrennadel in Bronze für 10-jährige aktive Tätigkeit Stabspiele
  • Westermayer Catharina 01.01.2001 BVBW - Ehrennadel in Bronze für 10-jährige aktive Tätigkeit 2. Alt-Saxophon in Es
  • Feurle Karina 01.01.1996 BVBW - Ehrennadel in Silber für 20-jährige aktive Tätigkeit 3. B-Klarinette
  • Ford Vanessa 01.09.1995 BVBW - Ehrennadel in Silber für 20-jährige aktive Tätigkeit 2. B.Klarinette
  • Grösser Claudia 01.01.1994 BVBW - Ehrennadel in Silber für 20-jährige aktive Tätigkeit 1. B-Klarinette
  • Herle Andreas 01.01.1994 BVBW - Ehrennadel in Silber für 20-jährige aktive Tätigkeit 2. B.Klarinette
  • Strobel Florian 01.01.1995 BVBW - Ehrennadel in Silber für 20-jährige aktive Tätigkeit Stabspiele
  • Allgaier Dieter 01.01.1985 BVBW - Ehrennadel in Gold für 30-jährige aktive Tätigkeit Schlagzeug komb.
  • Herdrich Markus 01.01.1984 BVBW - Ehrennadel in Gold für 30-jährige aktive Tätigkeit 1. Posaune in C
  • Kling Thomas 01.09.1982 BVBW - Ehrennadel in Gold für 30-jährige aktive Tätigkeit 1. Bass
  • Merk Roland 01.01.1984 BVBW - Ehrennadel in Gold für 30-jährige aktive Tätigkeit 2. B.Klarinette
  • Ringer Stefan 01.01.1983 BVBW - Ehrennadel in Gold für 30-jährige aktive Tätigkeit 4. Horn in Es/F
  • Fischer Hubert 01.01.1976 BVBW - Ehrennadel in Gold mit Diamant und Ehrenbrief für 40-jährige aktive Tätigkeit Es-Klarinette
  • Böhler August 01.01.1966 BVBW - Ehrennadel in Gold mit Diamant und Ehrenbrief für 50-jährige aktive Tätigkeit 1. Tenorhorn in B
  • Grösser Wolfgang 19.01.1996 BVBW - Förderermedaille in Silber mit Urkunde für 15-jährige Tätigkeit Bariton in C/B
  • Vinçon Markus 01.01.1998 BVBW - Förderermedaille in Silber mit Urkunde für 15-jährige Tätigkeit 1. Horn in Es/F

 

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Quelle: Center for Systems Science and Engineering der Johns Hopkins University

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