20feuerSeibranz - Mit Blick auf das anstehende Kreismusikfest veranstaltete die Feuerwehrabteilung Seibranz um Kommandant Michael Müller für die Seibranzer Bürger und insbesondere die Mitglieder des Musikvereins einen Brandschutzworkshop. Bezirksschornsteinfegermeister Paul Brielmaier informierte über Rauchmelder, Paul Mohr, Kommandant der Werksfeuerwehr von Verallia, über den Umgang mit Feuerlöschern. Bild: Paul Mohr (mit Feuerlöscher) bei einer brandheissen Vorführung

Paul Brielmaier informierte in seinem Vortrag die rund 50 interessierten Bürger über die seit 01.01. 2015 in jeder Wohnung vorgeschriebenen Rauchmelder. Er betonte die Wichtigkeit der Rauchmelder, insbesondere in Schlafzimmern. Denn obwohl nur 35% der Brände nachts entstehen liegt die Quote der Opfer die dabei ums Leben kommen bei 70%. Brandrauch enthält immer Giftstoffe wie Salzsäuredämpfe, Ruß und Kohlendioxid. Am gefährlichsten aber ist Kohlenmonoxid, das beim Verbrennen und Verschwelen von organischen Produkten entsteht.

Das farb- und geruchlose Atemgift wirkt auf Blut, Nerven und Zellen und hat erstickende Wirkung. Bei hoher Konzentration tritt dabei der Tod innerhalb weniger Minuten ein. Am Beispiel beim Brand von 100gr Schaumstoff , also der Menge, die ein normales Stuhlpolster enthält, zeigte er auf, wie viel Brandrauchmengen entstehen, im Vergleich zur gleichen Menge Papier etwa das Zweineinhalbfache!

Paul Mohr erklärte in seiner Brandschutzunterweisung, worauf man neben allgemeinen Massnahmen wie Feuerwehr rufen, wobei man möglichst genaue Angaben über den Standort, Größe des Brandes und ob es Verletzte gegeben hat, machen sollte. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Unterweisung beschäftigte sich mit den verschiedenen Arten von Feuerlöschern. Anhand der Stoffklassifizierung, die auf einem Feuerlöscher vermerkt sind, kann man erkennen welche Art von Löscher jeweils am geeignetsten ist. Klasse A steht dabei für Feste Stoffe wie Holz oder Kunststoff, B für flüssige wie Benzin oder Spiritus, C für Gase wie Ethan, Butan oder Erdgas und D für Metalle wie Alu oder Magnesium. Dafür stehen dann verschiedene Arten und Systeme von Feuerlöschern zur Verfügung.

Wasserlöscher sind wiederaufladbar und mit Einschränkungen (wie etwa brennendes Fett) für Feststoff- und Flüssigstoffbrände geeignet, haben aber den Nachteil daß Wasser gefrieren kann und Wasserschäden entstehen können. Pulverlöscher haben gute Löscheigenschaften, sind für Mensch und Natur unschädlich und haben eine schlagartige Löschwirkung bei flüssigen und gasförmigen Stoffen. Nachteile sind im Innenraum große Verunreinigungen, das Pulver verteilt sich großflächig und die enthaltenen Salze greifen die Platinen von elektronischen Geräten an.

Kohlendioxidlöscher hinterlassen keine Rückstände, Kohlendioxid ist nicht elektrische leitend. Diese Art von Löscher sind aber in geschlossenen Räumen nur unter Vorbehalt anwendbar, weil es als Atemgift eingestuft ist und es bei hohen Temperaturen zu chemischen Reaktionen mit brennbaren Stoffen kommen kann.

Vor dem Feuerwehrhaus führten Paul Mohr und die Seibranzer Feuerwehrleute den Interessierten dann vor Augen, wie gefährlich es ist, brennendes Fett mit Wasser zu löschen: Eine meterhohe Stichflamme schoss aus dem Gefäß empor. Großes Gefahrenpotential bergen auch Spraydosen in sich, die erhitzt werden: Mit einem lautem Knall explodierte eine Dose, die unter Druck stand.

Wer Lust hatte, konnte sich unter sachkundiger Anleitung von Paul Mohr selbst einmal mit dem Umgang mit Feuerlöschern vertraut machen und kleine Simulatorbrände löschen, wobei die Vorstände der Musikkapelle mit gutem Beispiel vorangingen.

 

Text und Bilder von Uli Gresser
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