Wolfgang WeissBad Wurzach/Hauerz (Kommentar) - Unter Betrachtung des diesjährigen Sommers mag man sich nicht vorstellen, dass ein weitherum akzeptiertes und bestens besuchtes Freibad mit nächstem größerem Investitionsbedarf geschlossen werden soll. Ein neues Bundesprogramm zur Sanierung von Sportstätten gibt Hoffnung auf Zuschüsse für die Sanierung eines Hallenbades, aber auch von Freibädern. Dass diese Flamme der Hoffnung für das Hauerzer Freibad neu auflodert ist pikanterweise im tiefschwarzen Hauerz vom Besuch einer SPD-Delegation entfacht worden.

 

Eine im Juli angekündigtes Bundesprogramm vergibt für die Sanierung von u.a. Sportstätten 140 Mill. Euro bis in das Jahr 2018. Im Vordergrund stehen Sanierungen, nur in besonderen Fällen werden Ersatzbauten bezuschusst. Die Bezuschuss wird in der Regel 33% des Sanierungsvolumens betragen.

Mit einem Zuschuss-Antrag auf den geplanten 5 Mill.-Hallenbad-Neubau (Ersatzbau an anderer Stelle) wird hoch gepokert, die Gefahr einer Ablehnung des Zuschusses ist bei einer anzunehmenden hohen Antragstellung zur Sanierung vieler alter Hallen- und Freibäder durchaus gegeben.

Mit einem Zuschuss von 33% auf die im Hallenbad-Grundsatzbeschluss argumetierten 3,5 Mill. Kosten bei einer Sanierung des Hallenbades Bad Wurzach, wären mit ca. 2,5 Mill. eigenen Kosten weitere 2,5 Mill. zur Sanierung eines Freibades verfügbar. Der "Juwel des Ortes Hauerz" und die Herzensangelegenheit aller Hauerzer ist in greifbarer Nähe, sofern man sich dazu bekennen mag.

Dazu bekennen heisst, wie bislang nicht geschehen, einen klaren Ortschaftsratsbeschluss für die Fortführung des Freibades Hauerz herstellen. Ein eindeutiges Ortschaftsrats-Votum für oder gegen eine mögliche Sanierung des Freibades Hauerz wird Grundlage für eine daran anschliessende Beschlussgrundlage des Stadtrates Bad Wurzach.   

 

Die vom SPD-Landtagsfraktionsvorsitzenden Schmiedel angemahnte Eile kann relativiert werden. Der bisherige Zeitplan ist als vorläufig definiert. Eine Anfrage bei der Pressestelle des zuständigen Bundesministeriums erklärt, dass konkrete Förderrichtlinien und der damit verbundene Projektaufruf erst in der zweiten Sepemberhälfte 2015 fertigestellt werden. Ein sofortiger Beschluss, Planung und Konzeption sind aber sicher hilfreich. 

Die SPD- Politiker Gerster und Schmiedel sehen gute Chancen für das Bad in Hauerz. MdB Gerster hat mit seiner Einladung seiner SPD-Kollegen den Startschuss für die Aktion „Zukunft für das Freibad Hauerz“ gegeben. Hauerz muss es aber wollen und zeigen.

 

Wolfgang Weiß
derWURZACHer

 

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Quelle: Center for Systems Science and Engineering der Johns Hopkins University

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