Stadt Bad Wurzach

Dietmanns - Im Zuge der im Feuwerwehrbedarfsplan vorgesehenen Beschaffung eines wasserführenden Feuerwehrfahrzeuges für Dietmanns wurde festgestellt, dass die ans Rathaus angebaute Garage zu klein wird und gleichzeitig das Rathaus sanierungsbedürftig ist. Daher schlagen die Stadtverwaltung und der Ortschaftsrat vor, Ortsverwaltung und Feuerwehrhaus, nach dem Vorbild Unterschwarzach an und in der Grundschule unterzubringen. Bürgermeister Roland Bürkle stellte den ersten Planentwurf jetzt in einer Bürgerversammlung in der Friedrich-Schiedel-Halle vor. Rund 50 Dietmannser Bürger waren zu der Informationsveranstaltung gekommen.  Es ging bei der Bürgerinformation nicht immer bierernst zu: v.l.n.r. Abteilungskommandant Helmut Wirth, Stadtbrandmeister Rolf Butscher, Bürgermeister Roland Bürkle und die Dietmannser Ortsvorsteherin Monika Ritscher.

 

Bürgermeister Bürkle erklärte zu Beginn seines Vortrages, wie es zu dem Gemeinderatsbeschluss vom 31.07.2015 gekommen ist, ein neues TSF-W anzuschaffen und damit verbunden den Neubau eines Feuerwehrhauses zu planen. Die Anschaffung eines wasserführenden Fahrzeuges sei ein wichtiger Faktor, um in Bad Wurzach die in Baden-Württemberg vorgesehenen Hilfsfrist von 17 Minuten einhalten zu können. Die bisherige Garage beim Rathaus ist zu klein, hat keine Heizung und keine Umkleideräume und bietet für die anrückenden Feuerwehrleute keine Parkmöglichkeiten. Und weil auch das Rathaus stark sanierungsbedürftig ist, u.a. hat es keine Wärmedämmung, das Dach muss saniert werden und die Heizung stammt aus dem Jahre 1984, müsste neben dem Neubau für ein zukunftsfähiges Feuerwehrhaus die Stadt auch noch für das Rathaus Sanierungskosten in Höhe von 210.000 € berappen.

Als Lösungsvorschlag für diese Überlegungen, zumal die Räume im Untergeschoss der Schule nicht intensiv genug genutzt werden, sehen Stadtverwaltung und Ortschaftsrat einen Anbau einer Feuerwehrgarage mit Mannschaftsräumen an die Grundschule vor, und die Verlagerung der Ortsverwaltung in die Grundschule. Das alte Rathaus soll abgerissen werden und durch die Schaffung von 14 Parkplätzen die Parkplatznot in der Ortsmitte gelindert werden. Bürkle verspricht sich davon eine effiziente Bewirtschaftung aller öffentlicher Gebäude im Ort und eine Verbesserung der Zusammenarbeit Ortsverwaltung/Schule. Die beiden Klassenräume böten mit ihren jeweils 74 qm noch genügend Platz für die jeweils 18 Schüler umfassenden Klassen.(Landesschlüssel: 56qm für 34 Schüler)

Er betonte, dass es sich bei der Planung um einen noch nicht gerechneten Vorentwurf handele. Ziel sei, dass im Herbst die Entscheidung getroffen werde, im Januar 2017 die Zuschussanträge gestellt werden, eventuelle Zusagen werden für Juni 2017 erwartet.

Ob die Steigung beim Sportlerheim kein Problem für das TSF-W im Winter darstellen könne, lautete die erste Frage bei der von Ortsvorsteherin Ritscher geleiteten Diskussion. Stadtbrandmeister Butscher sagte dazu, die neuen Fahrzeuge seien mit Spezialketten ausgerüstet, sodass die Steigung kein Problem darstellen werde. Bürkle erklärte auf die Frage, ob der Eingang für die Schüler so bleibe, er halte diese Variante weiterhin für die beste Lösung.

Eine Frage aus dem Publikum betraf den geplanten Ausrückeweg des Feuerwehrfahrzeuges durch das Baugebiet. Der Kreisbrandmeister habe dringend geraten, Anrückeweg der Feuerwehrleute und Ausrückeweg des Fahrzeuges zu trennen. Bürkle sieht bei einem Anrückeweg durch das Baugebiet eine größere Gefahr durch mehrere anrückende Fahrzeuge. Auch die Gefahr für die Schüler stuft er als gering ein, zumal die Wehr per Sirene alarmiert würden, so daß die Lehrer ja sofort wüssten dass Gefahr im Verzug sei.

Auf die Kosten für die Maßnahmen angesprochen sagte Bürkle: „Wir sammeln erst einmal Anregungen, dann wird gerechnet. Der entscheidende Faktor sind die laufenden Kosten.“ Ob es einen Alternativplan für das Feuerwehrhaus gebe, wollte ein Besucher wissen. Bürkle antwortete, der Standort am Festplatz sei schnell verworfen worden, weil die Akzeptanz an einem vorhandenen Standort größer sei. Und Ortsvorsteherin Ritscher ergänzte, es gebe in Dietmanns auch kaum noch städtische Flächen, die dafür zur Verfügung stehen würden.

Wie hoch der zu erwartende Zuschuss sei, lautete eine weitere Frage. Pro Fahrzeugstellplatz gebe es immer 45.000€, unabhängig von den Bewirtschaftungskosten. Auf die Frage, ob von der Feuerwehr Dietmanns Eigenleistungen erwartet werden, sagte Bürkle, dies sei üblich, normalerweise übernehme die Feuerwehr das Herrichten des Gruppenraumes, man habe da bisher nur gute Erfahrungen gemacht.

Ob der Abriss des Rathauses schon definitiv feststehe? Bürkle verneinte dies, bekräftigte aber seine Meinung, dass er die Parkplatzlösung für die sinnvollste halte. Der Ortschaftsrat werde im Herbst entscheiden. Die Pläne würden in den nächsten Wochen im Rathaus ausgestellt, sodass jeder die Möglichkeit habe, Anregungen dazu abzugeben. „Wir wollen jetzt diskutieren und wenn wir anfangen zu bauen, wollen wir nur bauen!“

 

Power Point Vortrag der Stadtverwaltung

 

Bericht und Bilder Uli Gresser

 

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Quelle: Center for Systems Science and Engineering der Johns Hopkins University

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