06fahrzeugweiheArnach - Die Arnacher Feuerwehrmänner um Kommandant Klemens Dick hatten bei ihrer diesjährigen Abteilungsversammlung Grund sich zu freuen. Pfarrer Paul Notz gab dem neuen, wasserführenden TSF-W, mit dem die Abteilung Arnach nun auch selbst im Brandfall einen Schnellangriff machen kann, den kirchlichen Segen.



Geliefert wurde das Fahrzeug, das nahezu identisch mit dem TSF-W, das vor einem Jahr von der Abteilung Haidgau in Dienst gestellt wurde, bereits am 27.10. 2017. Doch aufgrund einiger Mängel bestand das Fahrzeug die Abnahme in Bad Wurzach erst nach einigen Nachbesserungen seitens des Herstellers, so dass die Arnacher es erst am 18.11. übernehmen und am 20.12. offiziell in Dienst stellen konnten.


Pfarrer Notz sagte vor der Weihe, es sei faszinierend, so ein Feuerwehrfahrzeug zu weihen, das die Feuerwehrleute zu ihren oft gefährlichen Einsätzen bringe. Daher sei es gut und richtig mit dem Segen Gottes zu beginnen. Mit einem Gebet zum Schutzpatron der Feuerwehrleute, dem Heiligen Florian, und der ersten Strophe von „Großer Gott wir loben Dich“ wurde die eigentliche Weihe beendet und Bürgermeister Roland Bürkle ergriff in der Fahrzeughalle das Wort. Er habe in den letzten Tagen trotz des Sturmes Burglind gut schlafen können. Denn die Feuerwehrleute sorgten, wenn es darauf ankomme für Sicherheit. Dafür brauche es drei Dinge: „Den Schutz des Herrn, gut ausgebildete Feuerwehrleute, die bereit sind sich immer weiter zu bilden und vernünftiges Gerät wie das neue Fahrzeug für Arnach.“



2015 habe der Gemeinderat den für fünf Jahre gültigen Feuerwehrbedarfsplan beschlossen. Dieser sah Fahrzeuganschaffungen für Haidgau, Dietmanns, Arnach und Gospoldshofen vor, sowie die Sanierung bzw. den Neubau der Feuerwehrhäuser Dietmanns und Eintürnen. 2016 wurde das Fahrzeug in Haidgau in Dienst gestellt, 2017 das in Arnach. Die Zuschüsse für das Fahrzeug Gospoldshofen seien beantragt, das Fahrzeug in Dietmanns solle 2019 angeschafft werden. Der Bau des Dietmannser Feuerwehrhauses werde in diesem Jahr begonnen. „Damit werden, bis auf die Feuerwehrhäuser Dietmanns und Eintürnen, bei denen ich sicher bin dass diese bis 2021 zum Ablauf des Bedarfsplanes umgesetzt sein werden, alle Ziele bis Ende des Jahres umgesetzt werden.


Am 18.01.2016 habe der Gemeinderat den Beschluss zur Anschaffung des TSF-W für Arnach gefasst, am 27.01. der Zuschussantrag gestellt. Am 04.07. sei der Zuschussbescheid vorgelegen. Eine Schwierigkeit habe darin bestanden, dass es derzeit mangels Konkurrenzdruck sehr schwierig sei, Fahrzeuge zu beschaffen und den vorgegebenen Kostenrahmen (135.000 €) einzuhalten. „Wir versuchen den mangelnden Wettbewerb durch Kreativität zu ersetzen.“ Daher wurde das Fahrzeug in drei Losen ausgeschrieben. Sehr kooperativ habe sich die Arnacher Wehr gezeigt, als es darum ging, zur Einhaltung des Kostenrahmens Abstriche bei der Ausstattung zu machen, als das Fahrzeug am 28.10. 2016 ausgeschrieben wurde und am 19.12. der Gemeinderat den Kauf beschloss.


„An Gottes Segen ist Alles gelegen“ sagte Ortsvorsteher Mike Rauneker. Dieser Segen für das Fahrzeug durch Pfarrer Notz sei noch wichtiger für die Feuerwehrleute und damit für alle Bewohner von Arnach. „Hoffentlich brauchen wir es nie“ zitierte er einen ehemaligen Arnacher Kommandanten anlässlich der Übergabe. Rauneker dankte seinen Arnacher Feuerwehrleuten für die Übernahme von Verantwortung und wünschte ihnen „Immer ausreichend Druck im Schlauch.“


Alt- und Ehrenkommandant Anton Abele überreichte im Namen der Altersabteilung noch ein Präsent, ehe die versammelten 27 anwesenden Feuerwehrkameraden gemeinsam mit den Gästen, zur Hauptversammlung der Abteilung Arnach ins Florianstüble wechselten. Kommandant Klemens Dick berichtete nach der Feststellung der Beschlussfähigkeit in seinem Jahresbericht von vier Einsätzen, davon zwei Brände und zwei Hilfeleistungen nach Stürmen. Dazu leistete die Arnacher Wehr drei Brandwachen bei Veranstaltungen und führte zu den 11 Regelproben und sechs Sonderproben mit dem neuen Fahrzeug noch drei Absperrproben durch. Mit mehreren Weiterbildungen machten sich die Arnacher fit für zukünftige Aufgaben.


Wegen der Fahrzeugbeschaffung waren zu den regulären auch noch mehrere zusätzliche Ausschusssitzungen erforderlich. Darüberhinaus berichtete Dick auch von vielen kameradschaftlichen Unternehmungen wie Grillfest und Ausfluge. Ins Dorfgeschehen brachte sich die Feuerwehr beim traditionellen Maibaumstellen, den Festivitäten zur Dorfplatzeinweihung und der Organisation des Arnacher Weihnachtsmarktes ein.


Zum Abschluss dankte er seinem Stellvertreter Jürgen Nunnenmacher, beim Kassier Manuel Fimpel, dem Schriftführer Martin Maier, den Jugendwarten Florian Buck und Timo Hartmann, den Gerätewarten Joachim Braun und Dominik Schellhorn, bei Hubert Völkel für die Organisation des Florianstüble, dem Festwirt Florian Höflinger und dem Ausschuss. Sein Dank galt auch Ortsvorsteher Rauneker und Stadtkommandant Rolf Butscher für die Unterstützung und gute Zusammenarbeit. Schriftführer Martin Maier sagte in seinem Rückblick auf 2017, die Arnacher Wehr sei in diesem Jahr sehr aktiv gewesen, wie die positiven Ergebnisse beim Maibaumstellen und Weihnachtsmarkt bewiesen. Dort sei man mit 12 aufgestellten Hütten an Grenzen gestossen.


In seinem Ausblick auf 2018 verwies er besonders auf die Veranstaltung des Staffelaufes um den Bürgermeisterpokal. Dieser werde am 09. und 10. juni durchgeführt. Dabei solle auch das neue Fahrzeug der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Kassier Manuel Fimpel, dem die Kassenprüfer Bernd Rösch und Wolfgang Müller eine einwandfreie Kassenführung bescheinigten, bat in seinem Kassenbericht darum, den Eigenverbrauch etwa an Getränken z.B. beim Maibaumstellen anzugeben und im Rahmen zu halten. Somit standen der von Ortsvorsteher Rauneker durchgeführ ten -– einstimmig erfolgten – Entlastung von Kassier und Kassenprüfer nichts mehr im Wege.


Stadtkommandant Rolf Butscher dankte in seinem Grußwort Gemeinderat und Verwaltung und Norbert Fesseler als Stellvertreter des Kreisbrandmeisters für die Beschaffung, sowie Heike Hierlemann, die den Papierkrieg für die Feuerwehr erledige. Er berichtete, dass in diesem Jahr die Sirenenumstellung erfolgen werde, desweiteren werde für die Feuerwehrführerscheine Geld bereit gestellt. Dieser spezielle Führerschein, der wegen des über 3,49 t hinausgehende Gewicht des Fahrzeuges erforderlich sei, gelte nur für Hilfsfahrten.


Für die neuen Schnürstiefel mit Membran könnten nicht jedes Schutzputzmittel verwendet werden. Daher gebe es dafür in jedem Feuerwehrhaus eine Box mit speziellen Pflegemitteln. Bescheide für Lehrgangszusagen werde das Landratsamt verschicken. Butscher bat um Verständnis dass nicht jeder Aus- und Weiterbildungskurs sofort zur Verfügung stehe. Butscher verwies darauf, dass bei Einsätzen nur Geräte vom Fahrzeug Verwendung finden dürften. Außerdem seien Fahrten zu Einsätzen in Eigenregie tabu, damit der Kommandant wisse wo seine Leute sind.


Norbert Fesseler sagte in seiner Funktion als stellvertretender Kreisbrandmeister, die Wehren des Landkreises freuten sich, wenn ein neues Fahrzeug in Dienst gestellt werde. Der sportliche Zeitplan bei der Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplanes nötige ihm Respekt ab. Für die Umsetzung sei es immer schwierig, die nötigen Finanzmittel aufzutreiben. Nur etwa 50% der Zuschussanträge könnten im Jahr bedient werden. Er sei dem Land und dem Kreisbrandmeister dankbar, dass diese versuchten die Welle an Anträgen abzuarbeiten.


Nachdem Klemens Dick die eifrigsten Probenbesucher mit Präsenten belohnt hatte, berichtete sein Stellvertreter Jürgen Nunnenmacher von der Probentätigkeit im abgelaufenen Jahr und warf einen Blick auf das Jahr 2018 voraus, das auch wieder sehr arbeitsreich werde.



Bericht und Bilder Ulrich Gresser


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