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Bad Wurzach - Erstmals fand der alljährlich von der Stadtverwaltung gemeinsam mit Vereinen und anderen Institutionen veranstalteten Neubürgerempfang im Sitzungssaal von Maria Rosengarten statt. Hierzu kamen rund 70 im letzten Jahr neuzugezogene Einwohner der Stadt, um sich aus erster Hand über ihre neue Heimat zu informieren.

 

Mit dem Violinenduo Leonie Müller und Ben Belokovskiy wurde der Empfang an neuer Stätte musikalisch eröffnet, womit die Neubürger der Stadt gleich einen Einblick in die hervorragende Arbeit der Bad Wurzacher Jugendmusikschule unter der Leitung von Musikdirektor Hans Herle erhielten, der im Verlauf des Abends gemeinsam mit seiner Schülerin Franziska Sauter noch selbst zum Saxophon griff.


In seinem Vortrag ging Bürgermeister Roland Bürkle nicht ohne stolz auf „seine“ Stadt ein. Neben den vielen Sehenswürdigkeiten wie das mit dem Europadiplom ausgezeichnete Naturschutzgebiet Wurzacher Ried, das Schloß mit seinem berühmten Barocktreppenhaus, das Leprosenhaus mit Sepp-Mahler-Museum, die Gottesberg Wallfahrtskirche, das Torfmuseum und das in Deutschland einzigartige Karthäuserkloster, ging er auch auf die wirtschaftliche und politische Infrastruktur der mit 182 Quadratkilometer nach Stuttgart und Baiersbronn drittgrößten Flächengemeinde Baden-Württembergs ein.


Bad Wurzach sei verkehrsgünstig gelegen, von dem aus die Städte Biberach, Ravensburg, Memmingen und Wangen problemlos erreicht werden können. Und eine junge, geburtenfreundliche Stadt, Familien mit drei bis vier Kindern seien in Bad Wurzach keine Seltenheit. Die Geburtenrate liege um 25% höher als im Landkreis Ravensburg oder im Landesdurchschnitt. Das Durchschnittsalter der Wurzacher sei um zwei Jahre niedriger als das des Landes Baden- Württemberg.


Für Kinderbetreuung und Bildung gäbe es 10 Kindergärten und 12 Schulen, in denen 2150 Schüler in 100 Klassen unterrichtet werden. Dabei sind alle Schularten in der Gemeinde vertreten seien. Besonders erwähnte Bürkle, dass 99% aller Schüler in Bad Wurzach ihren Schulabschluss erfolgreich absolvierten
Bürkle verwies auch auf die vier Städtepartnerschaften mit Luxeuil-les-bains in Frankreich, Wallingford in England, Popielow in Polen und die geschichtlichlich bedeutsamste mit St. Helier auf der Kanalinsel Jersey. Er betonte, daß durch die regelmäßigen Schüleraustausche die Partnerschaften wirklich „gelebte Partnerschaften“ seien. Für den Erhalt der Infrastruktur der Stadt tragen viele Branchen bei: Neben der Glasfabrik Verallia sorgen Maschinenbaufirmen und ein starkes Handwerk für das Steueraufkommen und natürlich das Kur- und Gesundheitswesen, das mit rund 700 Mitarbeitern nach wie vor die meisten Menschen beschäftigt. 440 Mitarbeiter zählt die städtische Belegschaft, wovon etwa Zweidrittel in der Verwaltung und ein Drittel beim städtischen Kurbetrieb tätig seien.


Der Gemeinderat zähle derzeit 23 Mitglieder. „Sie dürfen mich und jeden Gemeinderat, egal von welcher Gruppierung jederzeit einfach ansprechen.“


Martin Tapper, bei der Verwaltung für Presse- und Öffentlichkeit zuständig ist, versuchte in aller Kürze den Neubürgern die verschiedenen Facetten des ehrenamtlichen Engagements in Bad Wurzach aufzuzeigen. „Was macht Bad Wurzach aus?“ Diese Frage setzte er an Beginn seines kleinen Vortrages. „Es sind die Menschen, die sich in über 200 Vereinen in der Stadt und den Ortschaften engagieren.“


Das Bürgernetzwerk Rat &Tat stellte er an die Spitze seiner Ausführungen, denn auf dessen Initiative hin wird seit 2007 alljährlich der Neubürgerempfang durchgeführt. Aber Bad Wurzach und seine Teilgemeinden, von denen jede sich ihr eigenes Vereinsleben sich erhalten hat, böten für jeden Geschmack etwas. Sport - und Reitvereine, Musikvereine und Chöre, Vereine zur Brauchtumspflege wie der Heimatverein Wurzen und die Narrenzünfte sowie die verschiedenen Landjugendgruppen. Wer sich sozial engagieren wolle, könne dies in Alten-, Krankenpflegeverein, bei Herz und Gemüt oder beim Tafelladen tun. Auch bei Feuerwehr und Rettungsdiensten wie DRK und DLRG würde ein Engagement gerne gesehen. Für die Senioren gebe es in der Stadt ebenfalls mit Seniorentreff und dem ökumenischen Seniorenkreis interkonfessionelle Treffpunkte.

 

Nach den beiden Referaten hatten die Bürger Gelegenheit, mit ihren Tischpaten bestehend aus verschiedenen Vereinsvertretern sowie Pfarrerin Barbara Vollmer von der evangelischen und Stadtpfarrer Stefan Maier von der katholischen Kirchengemeinde das Gespräch zu suchen. Auch einige Ortsvorsteher und Gemeinderäte standen den Neubürger Rede und Antwort, während Christine Baur von Herz und Gemüt mit ihrem Infostand die Neubürger mit schriftlichem Informationsmaterial zu ihrer neuen Heimat versorgte.

 

Text und Bilder von Uli Gresser
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