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Bad Waldsee - Die sympathischste Anekdote am Festabend erzählte Frau Monika Hopstock in der Talkrunde. Als sie nach Bad Waldsee kam und ihr neues Büro bezog, staunte sie nicht schlecht über den rosa Teppichboden: „Warum liegt denn hier ein rosa Teppich?“ Der Hausmeister zuckte die Achseln: „Ich habe erfahren, dass hier eine Frau einzieht, dann hab ich eben einen rosa Teppichboden verlegt“.
Das war vor 20 Jahren. Aus dem damaligen Provisorium ist heute eine ausgewachsene Abteilung mit drei und einem halben Arbeitsplatz entstanden, die sich, so der Tenor aller Grußworte, aus dem Schulalltag nicht mehr wegdenken lassen.


Zum Jubiläum richtete Gerlinde Buemann, als Fachbereichsleiterin für die Schulen zuständig, ein buntes Menü mit Pflicht und Kür an. Pflicht: die Grußworte; Kür: die bunten, frischen Darbietungen der Schüler.
Die Bläserklasse der Realschule eröffnete den Abend mit zwei rockigen Melodien und bekam den verdienten Applaus.

Als Hausherr und quasi Gastgeber hatte Bürgermeister Weinschenk das erste Grußwort des Jubiläumsabends. Die Schulsozialarbeit sei eine wichtige Unterstützung für Lehrer und Schüler. Aus den Anfängen von 1999 sei eine wichtige Institution an der Schule mit 3,5 Arbeitsstellen entstanden. In enger Kooperation mit Lehrern hilft die Schulsozialarbeit Schülern bei der Bewältigung Ihrer Lern- und Lebensprobleme in Einzelfall- und Gruppenhilfe.

Aus dem Betreuungsangebot der Schulen entstand dann die Idee einer Schulmensa, die nach intensiver konzeptioneller Vorarbeit vor 10 Jahren mit der 1A Mensa verwirklicht wurde. Um das Investment möglichst gut zu nutzen, wurden im Gebäude nicht nur die Mensa, sondern dazu noch eine Sporthalle, eine Mediathek und eine Cafeteria untergebracht.

Für das Essen sorgt seit Beginn der Dornahof. Pro Tag werden in der Mensa bis zu 120 Essen ausgegeben. Die Schüler und Lehrer können täglich aus vier Menüs auswählen. Wie ein roter Faden zieht sich die Idee einer ausgewogenen Ernährung durch den Speiseplan.

Die Bad Waldseer Mensa diente auch als Ideengeber für viele andere Mensen.

Nicht zu vergessen wäre auch der Beitrag des ehemaligen Seebühnen-Vereins, aus dessen Spende die Bühne und die bühnentechnischen Einrichtungen in der Mensa hervorgegangen wären, sowie die Zuwendungen vieler Sponsoren und der Bildungsstiftung. Ohne diese wären Projekte wie die Schulmilch nicht möglich.

Er freue sich, dass er das Jubiläum noch mitfeiern könne, spielte Weinschenk auf das Ende seiner Amtszeit an und bedankte sich bei allen Beteiligten.

Frank Wiest, der geschäftsführende Schulleiter auf dem Döchtbühl, betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der Schulsozialarbeit und der Mensa als wichtige Schnittstelle auch zwischen den einzelnen Schulen, die im Schulzentrum auf dem Döchtbühl versammelt sind. Schulsozialarbeit sei aus einer Schule, die auf Qualität achtet, nicht wegzudenken. Er dankte dem Gemeinderat und dem Bürgermeister für die vorausblickende Planung, die zur Mensa inklusive Sporthalle, Mediathek, Cafeteria und großem Saal geführt hätte. Ein Begegnungs- und Ruhezentrum für Schüler und Lehrer.

Zum Schluss bedankte er sich bei den „Gesichtern“ der Mensa. Das Küchenteam um Steffen Groß und das Team der Koordinationsstelle um Michael Dümmler erhielten Blumengeschenke, der Küchenchef den Goldenen Kochlöffel und der Technikchef das Goldene Mikrofon.

Dann gab es mit den jungen Sängerinnen und Sängern des GWRS Chors wieder eine angenehme Runde Kür.

Petra Krebs, die Grünen Abgeordnete für unseren Wahlkreis im Stuttgarter Landtag, hielt als einzige das Fähnlein der Abgeordneten hoch. Raimund Haser, ihr CDU Pendant, entschuldigte sich bei Bürgermeister Weinschenk und ließ von ihm Grußworte bestellen.

Das hörten vor allem unsere Verwaltungsleute gerne: Petra Krebs plauderte aus der Finanzplanung des Landes. Hier ist eine Erhöhung der Fördermittel für die Schulsozialarbeit vorgesehen. Es sei ein Verdienst der Grünen, dass die Schulsozialarbeit wieder eine Förderung erführe, hätten doch die Vorgänger-Regierungen die Förderung auf null gefahren.

Vom Dornahof, der für das Essen zuständig ist, kam der Vorstand Volker Braun. Er erzählte von der 10-jährigen Erfolgsgeschichte in der Zusammenarbeit mit Bad Waldsee. Sicherlich gäbe es gelegentliche Zielkonflikte in Preis und Angebot, sowie in den Wünschen der kleinen und großen Schüler und der Lehrer und Eltern. Aber mit Vertrauen und Wertschätzung hätten bisher alle Konflikte eine einvernehmliche Lösung gefunden. Für den Dornahof ist die Bad Waldseer Mensa ein Leuchtturm-Projekt. Ist es doch die erste Schulmensa, die vom Dornahof als Caterer versorgt wird.

Der Mittelstufenchor sorgte mit schwungvollen Rhythmen für Auflockerung.

Gerlinde Buemann, die den Festabend gekonnt moderierte, lud die Protagonisten der ersten Stunden zum Talk. Roland Weinschenk erzählte von der Notwendigkeit der Sozialarbeit und der Mensa, die sich aus der gesellschaftlichen Entwicklung ergeben hätte. Brigitte Czöndör sprach vom Ansturm auf die Mensa in den Anfängen, der ohne ehrenamtliche Helfer nicht zu bewältigen gewesen wäre. Iris Goller vom Dornahof berichtete, wie die Qualität der Mensamahlzeiten „erkocht“ und gewährleistet werden könne.

Am Anfang stehen regionale Produkte. Diese werden in einer DGE zertifizierten Menülinie zubereitet. Hygiene-Kontrollen bei den Mitarbeitern und im Produktionsprozess hielten die Qualitätsstandards hoch. Was Steffen Große denn noch koche fragte ihn Gerlinde Buemann. Die Zuhörer erfuhren, dass Salate und Gemüse frisch vor Ort zubereitet würden. Ob das Essen denn nie ausgehe, wollte Buemann wissen. Nein, das sei bisher nie der Fall gewesen. Und sollte es einmal vorkommen, könne man auf ein anderes Gericht zugreifen. Dann erzählte er noch von seiner Pool-Billard AG, die er in seiner Freizeit leitet. Einen besseren Billard Lehrer als den amtierenden Deutschen- und Europameister können sich die Schüler kaum wünschen.

Alfred Maucher gab einige Anekdoten aus den ersten Verhandlungen mit dem Dornahof zum Besten. Als man ihm das Vorbestellsystem in Blönried zeigte, sagte er nein. Wir wollen das Essen aussuchen wie im Restaurant. Und wir wollen keinen reinen Caterer. Wir möchten, dass der Dornahof die Mensa pachtet. Das Kopfschütteln im Dornahof sei groß gewesen, aber schließlich konnten die Bad Waldseer ihre Vorstellungen durchsetzen. Das Konzept laufe seit Jahren prächtig.

Und natürlich kamen auch die Schüler, vertreten durch die Schülersprecherinnen Kitty Hölzli und Lucia Bucher zu Wort. Sie zeigten sich mit Mensa und Essen überaus zufrieden.

Das beste Schlusswort kam von Steffen Groß: ich möchte bis zur Rente hier kochen.

Den offiziellen Abschluss machten vier Mädels aus der Zirkus-AG mit Jonglagen und einer wirklich Zirkus reifen Parterre-Akrobatik. Monika Kolb, Akrobatin und Zirkuspädagogin, die die Mädchen ausbildet, konnte wirklich stolz auf ihre Schülerinnen sein.

Mit O-Saft, Sekt und leckeren Häppchen ließ man den Abend ausklingen.

 

Bericht und Bilder Erwin Linder

 

 

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Quelle: Center for Systems Science and Engineering der Johns Hopkins University

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