fack angebot 578 bszv03

08sr.maria.hanna

Bad Waldsee – Die Mälze im Grünen Baum war am Samstagabend bis zum letzten Platz restlos gefüllt. Es hatte sich nämlich ein ganz besonderer Gast zum Ortsgespräch von Dirk Haselbacher angesagt, die Generaloberin der Franziskanerinnen von Reute Sr. Maria Hanna Löhlein.

 

Selten bekommt man so eine Möglichkeit, tatsächlich aus erster Hand berichtet, und dann auch noch von der „Chefin“ der Franziskanerinnen in Reute höchstpersönlich, die Lebensgeschichte einer Ordensfrau zu hören. Dieser außergewöhnliche Abend, Dirk Haselbacher sei Dank, werden sicher die meisten Zuhörer nicht so schnell vergessen.

 

Sr. Maria Hanna (Jahrgang 1966) ist die 16. Generaloberin der Franziskanerinnen von Reute. Sie stammt aus dem Hohenlohekreis und trat 1989 in die Gemeinschaft der Franziskanerinnen von Reute ein. Vor ihrem Eintritt machte Sr. Maria Hanna eine Ausbildung zur Bankkauffrau. Im Mai 1991 wurde sie ins Noviziat aufgenommen und versprach am Pfingstfest 1993 ihre Erstprofess. Nach dem anschließenden Studium der Sozialpädagogik arbeitete sie ein Jahr im Qualitätsmanagement in den Heggbacher Einrichtungen. 1998 versprach sie die Profess auf Lebenszeit und war ab Februar 1999 in der Jugendarbeit der Ordensgemeinschaft in Reute tätig. Zugleich begann sie ihr Wirken als Bildungsreferentin im ordenseigenen Bildungshaus Maximilian Kolbe.

 

Geprägt wurde Sr. Maria Hanna durch ihre Herkunft aus einer Ziegelei-Dynastie, bei der sie in jungen Jahren den Konkurs des Unternehmens miterlebte. „Ich wollte wissen, was da schiefgelaufen ist, deshalb machte ich damals eine Banklehre“, erklärt sie.

 

Schließlich fühlte Sie sich immer mehr zum Glauben hingezogen und ihr wurde klar, „dass die Logik der Anhäufung von Geld und Dingen den Menschen nicht trägt“. „Schließlich sind es die Beziehungen, die den Menschen tragen und ganz dahinter steht noch Gott“.

 

Vom Leben des Franziskus war sie fasziniert, ein Kaufmannssohn, der alles komplett umgedreht hat, um den Armen zu helfen. Die Entscheidung ins Kloster zu gehen war dann ein Riesenschock für ihre Eltern, so wie es für die meisten Eltern ist, wenn ein Kind ins Kloster geht.

 

Auf die Frage, was es denn braucht, um ins Kloster gehen zu können, antwortet Sr. Maria Hanna, „man muss regelrecht brennen und man muss auch gemeinschaftsfähig sein, um seine Rolle im Kloster zu finden“.

 

Schier unglaublich, woher sie die ganze Kraft nimmt, ihre vielfältigen Aufgaben als Generaloberin des Klosters zu bewältigen. „Aus der Stille und meiner Gottesbeziehung“, so ist ihre Antwort darauf.

 

Abgerundet wurde der stimmungsvolle Abend mit einem Horn-Duett der Brüder Rebmann, Sr. Maria Hanna liebt das Horn und spielt es auch selbst, und einem Überraschungsständchen des Chors TONart unter der Leitung von Angelika Holzmann.

 

Text und Bilder derWALDSEEer Oliver Hofmann

 

  • 171007-OH-DSCF4188
  • 171007-OH-DSCF4189
  • 171007-OH-DSCF4195

  • 171007-OH-DSCF4197
  • 171007-OH-DSCF4200
  • 171007-OH-DSCF4202

  • 171007-OH-DSCF4205
  • 171007-OH-DSCF4207
  • 171007-OH-DSCF4218

  • 171007-OH-DSCF4227
  • 171007-OH-DSCF4231
  • 171007-OH-DSCF4232

  • 171007-OH-DSCF4240
  • 171007-OH-DSCF4251
  • 171007-OH-DSCF4254

  • 171007-OH-DSCF4267
  • 171007-OH-DSCF4282
  • 171007-OH-DSCF4289

  • 171007-OH-DSCF4291
  • 171007-OH-DSCF4294
  • 171007-OH-DSCF4298

  • 171007-OH-DSCF4313
  • 171007-OH-DSCF4322
  • 171007-OH-DSCF4327

  • 171007-OH-DSCF5333
  • 171007-OH-DSCF5343
  • 171007-OH-DSCF5348

  • 171007-OH-DSCF5352
  • 171007-OH-DSCF5357
  • 171007-OH-DSCF5376

  • 171007-OH-DSCF5387
  • 171007-OH-DSCF5392
  • 171007-OH-DSCF5401

 

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to Twitter