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Bad Waldsee - Zweiter Abend beim Chaiselongue im Bahnhof Bad Waldsee. An die 100 Besucher lassen sich von den drei Poeten aus Deutschland, der Schweiz und Österreich mit ihren selbstgeschriebenen und vor allem selbst vorgetragenen Texten in die ganz eigene Welt des Poetry Slam entführen. Der Nestor der Süddeutschen Poetry-Slam-Szene, Wolfgang Heyer, vielen als Redaktionsleiter der Schwäbischen Zeitung in Bad Waldsee bekannt, führt gekonnt und auch selber den einen oder anderen Text vortragend, durch diesen abwechslungsreichen und kurzweiligen Abend. (Im Bild: Der Sieger des Poetry Slam Drei-Länder Wettkampfs - Alex Simm aus Konstanz)

 

Drei Durchgänge hat dieser Drei-Länder-Wettkampf. Die ersten beiden werden durch acht Juroren aus dem Publikum mit Punkten zwischen eins und zehn bewertet. Beim dritten Durchgang entscheidet der Applaus des Publikums.

 

Viele Gäste waren an diesem Abend zum ersten Mal bei einem Poetry Slam Wettbewerb und so erklärte Wolfgang Heyer für alle verständlich die Grundregeln. 1. Der Text muss selber geschrieben sein. 2. Es dürfen für den Vortrag keine Hilfsmittel benutzt werden, also nur Körper und Stimme. 3. Der einzelne Vortrag darf nicht länger als sechs Minuten dauern.

 

So stürzten sich also Remo Rickenbacher aus Bern für die Schweiz, Alex Simm aus Konstanz für Deutschland und Peter Fitz aus Lauterach für Österreich in den Drei-Länder-Wettkampf.

 

Im ersten Durchgang trug Remo Rickenbacher einen Text mit Lokalbezug, über den Altdorfer Wald und Mochenwangen vor. Alex Simm gab den bayerischen „Grantler“ und Peter Fitz trug seinen Macho-Liebes-Slam vor. Deutschland mit 47 Punkten, vor Österreich mit 46 Punkten und der Schweiz mit 39 Punkten.

 

Peter Fitz startete den zweiten Durchgang mit seinem Text über den „Flow“, alles im Fluss. Remo Rickenbacher folgte mit seinem „Vegetarier seit gestern“ und schließlich Alex Simm mit seiner traurigen Ballade von Erna, dem Emo-Einhorn. Erster wiederum Deutschland mit 58 Punkten, gefolgt von der Schweiz mit 51 Punkten und Österreich mit 48 Punkten.

 

Die dritte Runde sollte nun die Entscheidung bringen. Alex Simm mit seiner „Kakteen-Weltanschauung“, dann Peter Fitz mit seinem Poetry-Slam-Alptraum, „der Hamster in der Rohrpost“. Remo Rickenbacher gab dann nochmal richtig Gas und begeisterte das Publikum mit seinem Kater Abdullah.

 

Der Publikumsapplaus musste nun den Sieger küren. Österreich mit Peter Fitz landete insgesamt auf dem dritten Platz. Erster und zweiter Platz konnten von der Applausstärke beim besten Willen nicht unterschieden werden. Also musste die verbliebenen beiden nochmal in einem Stechen auf die Bühne.

 

Schließlich holte sich Deutschland mit Alex Simm den ersten Platz des heutigen Abends vor dem Schweizer Remo Rickenbacher. Der Applaus nach seiner letzten Darbietung war nicht zu überbieten.

 

Auch der Poetry Slam war ein voller Erfolg! Wer noch in die Samstagnacht hineinfeiern wollte, für die legte anschließend DJ Masaje auf und die Party konnte noch mit Open End weitergehen.

 

Chaiselongue kommt bei den Besuchern extrem gut an, die Veranstalter geben am zweiten Abend so richtig Gas. Das macht Lust auf mehr und die Bad Waldseer Kulturszene scheint auf dieses Konzept geradezu gewartet zu haben.

 

Text und Bilder von Oliver Hofmann 

 

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