Landkreis Ravensburg - ver.di rechnet am Montag mit über 8.000 Streikenden in Stuttgart, voraussichtlich über 700 Einrichtungen im Land geschlossen - Wie bereits angekündigt ruft ver.di in der Tarifrunde für den Sozial- und Erziehungsdienst am kommenden Montag in Baden-Württemberg landesweit zu Warnstreiks auf. Damit will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber während der vorerst letzten zweitägigen Verhandlungsrunde am gleichen Tag in Offenbach deutlich erhöhen.

Zu der zentralen süddeutschen Kundgebung mit Frank Bsirske erwartet ver.di über 8.000 Streikende aus ganz Baden-Württemberg sowie aus Bayern, die mit über 140 Bussen in die Landeshauptstadt kommen. Im Land ist damit zu rechnen, dass über 700 Einrichtungen, vor allem Kindertagesstätten, geschlossen bleiben. Die Eltern wurden wie üblich bereits frühzeitig informiert.

Dagmar Schorsch-Brandt, stellvertretende ver.di Landesbezirksleiterin: „Die Arbeitgeber spielen auf Zeit. Sie riskieren mit dieser Taktik einen längeren Streik und instrumentalisieren damit Eltern, Kinder, Klienten und Schutzbedürftige für ihr Ziel: Die überfällige Aufwertung dieses Berufsfeldes auf den Sankt Nimmerleinstag zu verschieben.“

 

ver.di ruft wie folgt vor Ort zu Warnstreiks auf (nach ver.di Bezirken):

Oberschwaben

In Meckenbeuren werden alle Kitas zu sein, in anderen Kommunen wird auch zum Streik aufgerufen. Viel Unterstützung in dieser Tarifauseinandersetzung gibt es auch seitens der (Schul-)Sozialarbeiter/innen (Jugendämter und Jugendhilfestellen) der Landratsämter in der Region und aus den kirchlichen Einrichtungen (Zieglerschen, Liebenau), die ebenso von dieser Tarifauseinandersetzung betroffen sind. Sollte es nicht bald zu einem Tarifergebnis kommen, kann damit gerechnet werden, dass auch gerade in den ländlichen Regionen der Unmut der Beschäftigten größer wird und auch hier mit weiteren Aktionen zu rechnen ist. Erkennbar ist, dass auch viele Eltern die Tarifauseinandersetzung - bessere Eingruppierungsregeln - für die Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen unterstützen.

 

ver.di fordert eine Neuregelung der Eingruppierungsvorschriften und Tätigkeitsmerkmale, die für die rund 240.000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst zu Einkommensverbesserungen von durchschnittlich zehn Prozent führen würden. Zum kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst gehören unter anderem Erzieherinnen und Erzieher, Sozialarbeiterinnen, Sozialpädagogen, Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung und Heilerziehungspflegerinnen in der Behindertenhilfe, Kinderpflegerinnen sowie Heilpädagogen.

ver.di bekräftigt die Forderungen nach einer nachhaltigen Aufwertung von Berufen im Sozial- und Erziehungsdienst. Die Arbeit mit und für Menschen habe endlich mehr Anerkennung verdient.

Indirekt profitieren von einem Tarifergebnis mit den kommunalen Arbeitgebern auch die mehr als 500.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst bei freien und kirchlichen Trägern.

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Quelle: Center for Systems Science and Engineering der Johns Hopkins University

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