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Reute-Gaisbeuren - Ostersonntag in Reute ohne das traditionelle Osterkonzert des Musikvereins Reute-Gaisbeuren kann sich niemand vorstellen. So zog es auch in diesem Jahr wieder eine große Menschenmenge in die wunderschön geschmückte Durlesbachhalle in Reute.

 

Das Dekoteam um Melanie Pahn und Claudia Lott zeigte wieder einmal mehr, mit wieviel Liebe zu Detail man so eine Halle doch gestalten kann. Im Eingang wurden die Gäste von der Vorstandschaft herzlich begrüßt und die jüngsten Besucher bekamen sogar einen kleinen Schokoosterhasen. Der Eintritt war auch in diesem Jahr wieder frei – es stand die Spendentuba am Eingang bereit und füllte sich ordentlich.

 

 

Den Konzertabend eröffnete Daniel Maucher – Vorstand des Musikvereins – mit Begrüßung der Ehrengäste. Zu Gast waren Bürgermeister Weinschenk mit Gattin, Ortsvorsteher Achim Strobel, Rosa Eisele und Franz Spahn. Ebenso waren unter den Gästen Karl Eiberle ehemaliger Ortspfarrer in Ruhestand und Stefan Werner. Immer wieder ist eine Menge begeisterter Schwestern vom Kloster Reute mit der Generaloberin Sr. Maria Hanna unter den Zuhörern. Auch die Politik war gut vertreten mit Benjamin Strasser MdB, Rudolf Forcher Bürgermeister i.R., Helmut Kiefl ehemaliger Landtagsabgeordneter. Vom Blasmusikverband Baden-Württemberg waren Walter Schiele und Horst Dölle, stellv. Kreisverbandsvorsitzender Biberach Florian Kramer und die beiden Ehrenvorsitzenden von Blasmusikkreisverband Ravensburg Josef Mütz und Reinhard Koppers zu Besuch.

 

Ein besonderes Jubiläum beging Anton Gerner Ehrenpräsident des liechtensteinischen Blasmusikverbandes, der zum 45. Mal in Folge zu Besuch beim Osterkonzert war. Er wurde unter anderem von Renè Mathis dem musikalischen Leiter der Hamoniemusik Eschen begleitet. Es besteht seit vielen Jahren eine freundschaftliche Beziehung zwischen den beiden Kapellen. Auch Josef Marshall und Rudi Heilig, beide Ehrenvorstände des Musikvereins Reute-Gaisbeuren ließen es sich nicht nehmen das Traditionskonzert zu besuchen. Des Weiteren waren auch Siegfried Frommelt ehemaliger Dirigent der Kapelle und viele befreundete Musikvereine, Dirigenten und Vorstände bei den Zuhörern.

 

Erich Steiner hatte wieder ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt, welches gleich mit dem Stück Festival Fanfare von dem berühmten Schweizer Franco Cesarine eröffnet wurde. Ein Stück welches aus zwei Themen besteht – dem Fanfaren Teil und einem melodiös fließenden Trio Thema.

Mit dem Stück „Xenia Sarda“ entführt der niederländische Komponist Hardy Mertens das Publikum in die Natur und Kultur Sardiniens. In diesem Stück spiegeln sich die Gastfreundschaft, Natur, Essen und Wein sowie der Nationalstolz der Sardinier wider. In den 15 Minuten spürte man die Leichtigkeit des Südens und das unbeschwerte Leben.

Johannes Brahms komponierte 1869 den ersten Teil der ungarischen Tänze für das Pianoforte zu vier Händen, bevor 1880 die restlichen der insgesamt 21 Teiligen Reihe folgten. Nachdem die Beliebtheit dieser Musik unter der Bevölkerung immer mehr wuchs, wurden die Stimmen für eine Orchesterfassung laut. Während er Teil 1, 3 und 10 noch selbst arrangierte, fanden sich für die restlichen bereits bald namhafte Arrangeure wie Dvorak oder Parlow. Mit dem Tanz Nr. 5 arrangierte Siegfried Rundel ein Stück der gehobenen Blasmusik.

Nach dem Stück Libertadores begab sich die Kapelle in die wohlverdiente Pause. Eine anspruchsvolle Komposition, welches die Schlagzeuger in Szene setzte. Das Stück von Oscar Navarro aus dem Jahre 2010 entführt das Publikum im ersten Teil ins Herzen des Amazonas Regenwaldes, bevor im zweiten Teil eine Marsch Fanfare dem Separatistenführer gewidmet. Der Hauptteil des Stückes führt durch die Instrumente des Ensembles, während in der Schlussphase die marschierenden Trommler mit einem Befreier Thema zum Finale führen.

 

 

Im zweiten Teil des Konzertabends begeisterten die Musiker mit „The Godfather Saga“ der Filmmusik von der Pate die Zuhörer. Der belgische Arrangeur Marcel Peeters hat mit diesem Stück eine Auswahl der besten Filmmelodien zu einer Komposition für Blasorchester verfasst. In waschechtem Mafiastil traten die Musiker hier mit ihren Solisten Peter Brändle an der Trompete und Martin J. Waibel an der Mandoline entsprechend gekleidet auf. Selbst Erich Steiner kam in Al Carpone Manier verkleidet auf die Bühne.

Als Inspiration für einen möglichen Musicalbesuch in Stuttgart kam das Stück Selections from Aladdin zu Gehör. Ein Medley aus den schönsten Melodien des orientalischen Abenteuers entführte in die zauberhafte Geschichte um Aladdin, den Dschinni und die Prinzessin Jasmin.

 

Mit seinem Posaunensolo überzeugte Rainer Möslang im Stück Feeling good. Feeling good ein Stück, welches bereits von vielen großen Künstlern interpretiert wurde, sorgt hier in der effektvollen Bearbeitung von Stefan Schwalgin für Soloposaune für anhaltenden Beifall aus dem Publikum. Man merkte hier besonders die Harmonie des Posaunisten mit seinem Instrument – beide waren eins.

 

Latin Pop Special beendete den offiziellen Konzertteil des sehr anspruchsvollen abends. Langanhaltender Applaus forderte die Musiker in eine Zugabe. Diese wurde jedoch erst erfüllt, nachdem es Daniel Maucher nicht versäumte einen Dank an die Besucher auszusprechen. Ein Dank ging auch an die Leitung des Konzerts Erich Steiner mit seinen unermüdlichen Proben und seiner Frau, die in der heißen Probenphase oftmals ihren Mann entbehren musste.

Vergessen wurden natürlich auch nicht die Musiker mit ihren Familien, ohne die so ein Konzert nicht möglich wäre. Ein Dank ging an das Bewirtungsteam um Michael Krüger, Klaus Rebmann mit Team für den Bühnenaufbau, Moritz Schoch und Team für Ton & Lichttechnik sowie Melanie Rebmann für die Präsentation an der Leinwand, Mareen Zitzmann für die Moderation und Anja Muszynski für die Gesamtorganisation des Konzertabends. Ein besonderes Willkommen in der „Großen Kapelle“ ging an die Jungmusikanten, die zum ersten Mal am Osterkonzert mit dabei waren – Tina Müller, Mareike Lott, Jan Wolfgang und Jan Merk, sowie Anja Gantner aus Bad Waldsee.

 

Mit der Zugabe „Fliegermarsch“ kamen alle Freunde der Marschmusik auf ihre Kosten. Besondere Worte richtete Erich Steiner an Vera Sigg bevor sie ihr Solo „You raise me up“ von Josh Groban zu Gehör brachte. „Lass deine Worte transponieren“ – mit unglaublich feinfühliger Weise brachte sie den überaus gelungenen Abend zum Ausklang.

 


 

Text und Bilder von Steffi Rist

 

 

 

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