21sebastiansfest haiste

Haisterkirch - Die Wetterbedingungen am gestrigen Sebastianstag (20. Januar) waren wieder so, wie sich das die Traditionswallfahrer vorstellen. Zuerst erfolgt der Besuch des Festgottesdienstes in der Haisterkircher Pfarrkirche St. Johannes Baptist und dann schließt man sich der großen Prozession hinauf nach St. Sebastian an durch eine wie gemalte, prächtige, weiße Winterlandschaft. Kleinere und größere Gruppen pilgerten auch direkt zur Kapelle, um dort zu beten und um den Beistand des Heiligen zu erbitten.

 

Hunderte von Gläubigen - viele aus aus den Seelsorgeeinheiten Bad Waldsee und Bad Wurzach, aus dem südlichen Landkreis Biberach und dem Schussental - waren wieder gekommen. Die Pfarrkirche war wie gewohnt schon vor Gottesdienstbeginn um 9.00 Uhr voll belegt. Hauptzelebrant Pfarrer Stefan Werner begrüßte die Gottesdiensbesucher und feierte zusammen mit fünf weiteren Priestern und den Gläubigen die Eucharistie. In die Schar der Gottesdienstbesucher und Pilger hatten sich auch kommunalpolitische Vertreter so Bad Waldsees Bürgermeister Roland Weinschenk, die Ortsvorsteherin Rosa Eisele (Haisterkirch), und Ortsvorsteher Franz Spehn (Mittelurbach) eingereiht.

 

Festprediger war Vikar Fabian Ploneczka aus Weingarten. Der 33-jährige Priester dürfte wohl der jüngste Festprediger sein in der Reihe von Bischöfen, Weihbischöfen, Domkapitularen, Pfarrern und Ordensoberen, die alle hier an „Bastiane“ schon gepredigt haben. In seiner beeindruckenden, sehr kompakten Predigt bezog er sich auf die heutige Situation vieler Menschen, die den Glaubensbezug verloren haben, was ihn sehr schmerze. Realität sei heutzutage leider auch, dass es so viele Kirchenaustrite gebe. In den Fokus stellte der Festprediger den Lebensweg des heilig gesprochenen Märtyrers Sebastian, dessen Glaubenstreue ihn zu einem wahren Gottesfreund machte. Sebastians Leben zielte ab auf die Ewigkeit und er war tief davon überzeugt, bei Gott anzukommen. Möge die vorbildliche Glaubenshaltung des Heiligen auch uns das Wagnis des Glaubens erleichtern. „Vertrauen wir uns Gott erneut an und wagen wir es, diesen Glauben an den Heiland für uns persönlich zu festigen“, so das Fazit des Festpredigers.

 

Die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes war wie gewohnt ausgesprochen feierlich gestaltet worden. Unter der Gesamleitung von Karsten Maluck wurden Teile der „Missa Harmonia Mundi“ von Lorenz Maierhofer mit größter Ausdruckskraft und ganz inbrünstig vorgetragen. Instrumental wurde der Chor am E-Piano, durch Streicher und mit Trompetenklängen wirkungs- und klangvoll unterstützt. Die Gemeindegesänge, dazu gehörte auch das Sebastianslied, hatte an der Orgel Monika Wirbitzky virtuos begleitet. Dem Festprediger, den Priestern, der Gemeinderreferentin, den Ministranten, den Sängerinnen und Sängern, den Instrumentalisten und Organisten, den Mesnern und Helfern dankte am Schluss des Festgottesdienstes die 2. Vorsitzende des Kirchengemeinderats Waltraud Ruf.

 

Im Rahmen des Gottesdienstes stellte Pfarrer Stefan Werner einen jungen Argentinier vor, der derzeit im Kindergarten St. Martin den Freiwilligendienst leistet und der bestätigte, dass der Heilige Sebastian auch in seinem Heimatland große Verehrung erfährt. Zudem wurden die beiden Altministranten Maxi Waibel und Fabian Lessig mit großem Beifall verabschiedet Nach den Dankesworten durften sich die Genannten über spontanen, riesigen Beifall erfreuen.

 

Wallfahrt

Voraus mit Fahnen und Kreuz schritten 22 Ministranten. Die Leistungen der Minis wurden an diesem Wallfahrtstag besonders gewürdigt, zwar bekamen sie schulfrei, aber dafür verrichteten sie dreinhalb Stunden am Stück ihre ehrenamtlichen Dienste. Oben an der Kapelle warteten schon weitere Pilger, die ebenfalls der Bitt- und Gedenkandacht um die Mittagszeit beiwohnen wollten. Den ganzen Nachmittag über trafen weitere Gebetsgruppen hier oben bei der Kapelle ein. Kapellenmesner Bernd Schmid und Ehefrau Rosmarie hatten die Sebastianskapelle schon zu Weihnachten festlich geschmückt.

 

Alle Hände voll zu tun hatten wieder die Mitglieder des Kirchenchors und deren Helfer, denn die hatten ganztägig dafür Sorge getragen, dass sich die Pilger in der um die Mittagszeit stets voll besetzten Gemeindehalle - 250 Stühle wurden hereingebracht - mit Speisen und Getränken sowie Kaffee und Kuchen stärken konnten. Der Vorstand des Kirchenchors Herbert Eisele als „Oberkoch“ und sein Serviceteam hatten sich auf den großen Andrang eingestellt.

 

 

Text und Fotos: R. Martin

 

 

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Quelle: Center for Systems Science and Engineering der Johns Hopkins University

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