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Aulendorf – Zur dritten Klimademo in Aulendorf hatten sich Fridays for Future, BUND und BUS Aulendorf zusammengefunden. Start der Aktion war um 12.45 Uhr nach Unterrichtsschluss. Nach enttäuschenden 35 Teilnehmern bei der zweiten Klimademo im Oktober wurde dieses Mal wenigstens das Minimalziel von  45 Teilnehmern erreicht. Genug, um bei der Schlussaktion am Bouleplatz beim Stadtpark den Schriftzug  CO 2 zu bilden, also das Kürzel von Kohlendioxid, dem schädlichen Klimagas. Dieser Schriftzug wurde von oben mit einer Drohne fotografiert und wird ins Netz gestellt.

 

Am Rathaus/ sprachen einige der jungen Aktivistinnen zum Publikum. Zuerst Jiga Gandhi, die in 60 Jahren auch noch leben möchte, doch gemeinsam können wir es schaffen, die Klimakatastrophe zu verhindern, denn der Homo sapiens sei klug genug dazu. Auf Nachfragen, wieso ihrer Meinung nach so wenige Aulendorfer Jugendliche sich beteiligen, meint sie, ihre Mitschüler kennen zu wenig aus eigenem Erleben die Armut der Welt und das ständige Wiederholen der Parolen stumpfe viele ab und führe gar zur Abwendung. Auch die 15-jährige Elisabeth Gil findet es „schade, dass.so wenige Jugendliche da sind“, die Klimakatastrophe sei die größte Herausforderung unserer Zeit und was sei los, dass 12-jährige eher mitmachen als ihre Klassenkameradinnen und -kameraden. Nach ihr kommt die zwölfjährige Jana Hartnagel aus der sechsten Klasse zu Wort, Sie ist so engagiert, dass sie bei jeder Aktion, also schon zum dritten Mal spricht. Dieses Mal betont sie unter anderem „nicht die Natur braucht uns, wir brauchen die Natur.“ Als letzter, spontaner Redner trägt Johannes ein Gedicht zum Black Friday vor, das sich kritisch mit der Wegwerfgesellschaft und dem Wachstum, sowie dem Kaufrausch dieses Tages auseinander setzt.

Wissenschaftler warnen, weil wir bei ungebremsten Klimawandel in absehbarer Zeit auf einen Punkt zusteuern, in dem sich der Temperaturanstieg selbst verstärkt. Die Folgen sind klar steigender Meeresspiegel, Abschmelzen von Gletschern, Erdrutsche und andere Naturkatastrophen mehr.

Was tut die Bundesregierung: sie blockiert sich selbst und wird mit ihren jüngsten Maßnahmen das selbst gesteckte Ziel, die Klimaerwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, nie und nimmer erreichen.

 

Die zentralen Forderungen der Bewegung heute mit über 500 Aktionen bundesweit sind: Ein Klimaschutzgesetz, das das Ziel 1,5 Grad-Limit einhält, schnellstmöglich raus aus Kohle und Öl und Gas, hin zu naturverträglichen, erneuerbaren Energien, Energie sparen und auf Effizienz achten, klimafreundliches Wohnen für alle, klimafreundlichen und bezahlbaren Verkehr, Ausbau von Angeboten im ÖPNV, mehr Bahn und Radverkehr, einen solidarischen Sozialstaat, der auch trotz Klimaschutz niemand zurücklässt und soziale Sicherheit für alle garantiert. Dazu muss die Bundesregierung  auch vorhandenen Reichtum und Profite für den ökologisch-sozialen Wandel heranziehen.

 

Text und Bilder:  Gerhard Maucher

 

 

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