22klassik

Bad Wurzach - Unter dem Motto Klassik & Kaffee veranstaltete derWURZACHer-Kulturkreis im Kurhaus am Kurpark sein erstes Konzert. Wolfgang Weiss, der in diesem Jahr noch weitere Konzerte veranstalten wird, hatte dazu das Göppinger Kammerorchester unter der Leitung von Wilfried Maier gewinnen können. Das Kammerorchester begeisterte die Premiumpartner ebenso wie eine stattliche Anzahl von klassikinteressierten Zuhörern.

 

In seiner Begrüssung dankte Weiss den Sponsoren der Konzertreihe, die Stadt Bad Wurzach, Baugrund Süd, Lissmac, die Leutkircher Bank, die Kreissparkasse, Lise GmbH, Kuhn Hallenbau und Oberland MV, sowie Taxi Wodniok und das Reisebüro WWeiss für die Unterstützung für dieses Konzert, die das Event ermöglicht hatten. „Kultur trägt und finanziert sich ganz selten selber und von alleine. So war es naheliegend sich zuerst nach Unterstützern und Sponsoren umzusehen, und genau bei denen zu beginnen, die schon im Jahr 2013 ein einzelnes Konzert unterstützt hatten. Es hat mich ganz besonders gefreut, bei allen die anfangs dabei waren sofort wieder auf offene Ohren gestoßen zu sein, und es hat mich sehr gefreut dass sich ebenso viele Wurzacher Unternehmen dazugesellt haben und sich für die Kultur in Bad Wurzach einsetzen.“

Er verwies auf die weiteren in diesem Jahr geplanten Konzerte verschiedenster Musikgenres. So wird es am 1. Mai das nächste Highlight geben, „Glenns Swing Orchestra aus Frankreich“, das in Original Armee Uniformen der 50er Jahre die wunderbare Musik aus der Zeit Glenn Millers präsentieren wird. Im Juni wird die Wangener Jazz Point Bigband folgen, im Oktober wird Robert Kreis für Unterhaltung sorgen, der mit außergewöhnlicher Darstellung die Musik der 20er Jahre präsentieren wird. Im November werden bei der Brass Band Allgäu Oberschwaben die Fans der feinen und gekonnten Blechblasmusik auf ihre Kosten kommen. Er fühle sich jahrgangsbedingt nicht dazu berufen, Konzerte für die jüngere Generation zu organisieren, sagte Weiss. Er versprach aber, dass, „sofern sich sowas aus der Jugend heraus anbietet, der Kulturkreis solche Aktivitäten sicher unterstützt.“

Dass der Dirigent des Kammerorchesters Göppingen, Wilfried Maier seinen Titel Professor für Pädagogik zu Recht trägt, bewies der profunde Kenner und Könner der klassischen Musik an diesem Nachmittag, bei seinen Einführungen zu den einzelnen Stücken.

Los ging die musikalische Zeitreise mit der Epoche des Barock. Als Vertreter dieser Zeit, in der Italienischen Musiker und Komponisten die musikalische Welt dominierten, hatte Maier für dieses Konzert die Sinphonia G-Dur von Tomaso Albinoni, einem Zeitgenossen Vivaldis, ausgewählt. Auf die im 17. Jahrhundert dominierenden italienischen Musiker, Komponisten, Kapellmeister und Instrumentenbauer folgte im 18.Jahrhundert die Zeit der Böhmischen Musik. Mit dem Orchesterquartett A-Dur von Carl Stamitz präsentierte Maier und sein 22 köpfiges Orchester im Kursaal einen starken Vertreter dieser Zeit, der die beispielsweise die einzelnen Stimmen eines Orchesters koordinierte (Violine 1, Violine 2 usw.). Mit den „Zwei Melodien“ von Eduard Krieg spielte das Orchester ein Stück nordischer Musik, mit dem die Vertreter der Romantik, zu denen Grieg zählte, die Vorherrschaft der deutschen Klassik im 19.Jahrhundert zu brechen versuchten, um eine eigene kulturelle Identität zu entwickeln.

Mit dem Finnen Jean Sibelius und seiner „Romanze“ führte die musikalische Reise des Göppinger Kammerorchesters von der Spätromantik in die Moderne. Wilfried Maier nannte das Stück in seiner Einführung ein „pulsierendes Kleingebilde“ und „ein Lied ohne Worte“. Mit dem ungestümen Walzer op. 54 Nr. 4 von Antonin Dvorak, der dessen tschechischen Nationalstil mit folkloristischen Elementen aufzeigte,beendete das Orchester seine Zeitreise durch die Jahrhunderte.

Nicht nur die annähernd 100 Besucher des Konzertes waren begeistert, sondern auch Wolfgang Weiss, als er dem Orchester und seinem musikalischen Leiter dankte: „I hetts it besser macha könna!“ Wofür dieser ihm prompt seinen Dirigentenstab anbot...

Bevor sich die Besucher dem zweiten Teil, der Kafferunde mit den bekannt leckeren Kuchen aus der Kurhauskonditorei widmen konnten, gab es natürlich eine Zugabe. Wilfried Maier und sein Orchester vollendeten die Reise durch die Epochen mit dem italiensischen Impressionisten Ottorino Respighi und seinem Antiche Danze ed Arie.

Stefanie Bürkle, Gattin von Bad Wurzachs Stadtoberhaupt und hauptberuflich Landrätin von Sigmaringen, fand das Event „eine entspannende und wunderbare Art, den Sonntagnachmittag zu verbringen“. Und ihr Mann Roland Bürkle hofft, „daß es sich herumspricht und die Wurzacher dieses Angebot annehmen.“

 

Text und Bilder von Uli Gresser
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