08vortrag oskRavensburg (sys) – Großes Interesse zum Auftakt der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung, bei denen in diesem Jahr das Vorhofflimmern im Fokus steht. 150 Interessierte waren ins Foyer des St. Elisabethen-Klinikums in Ravensburg gekommen, um sich umfassend zu informieren. Drei Ärzte der Klinik für Kardiologie referierten und stellten sich den Fragen. Bild: Zum Auftakt des Herzmonats im Landkreis Ravensburg referierten die Ärzte (von links) Dr. Sascha Stiller, Dr. Michael Hartl und Prof. Dr. Florian Seeger (stehend).

 

Mehr als 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Vorhofflimmern. Das Risiko steigt mit dem Lebensalter. Vorhofflimmern ist das häufigste Erscheinungsbild von Herzrhythmusstörungen. Was im Herzen bei Vorhofflimmern geschieht, erläutert Chefarzt Prof. Dr. Florian Seeger. Ursache des Vorhofflimmern seien zumeist Extraschläge aus den Lungenvenen. Prof. Seeger stellte Ursachen dafür und damit verbundene Beschwerden vor, bei denen man sofort einen Arzt aufsuchen sollte. Im höheren Alter könne Vorhofflimmern auch ohne merkbare Beschwerden auftreten.

Dr. Sascha Stiller, Leiter der Elektrophysiologie am EK, erklärte im Detail, was Vorhofflimmern ist und wie eine Ablation funktioniert. Er erläuterte, welche Komplikationen auftreten können und wann eine Ablation durchgeführt wird. „Oberstes Behandlungsziel ist es, einen Schlaganfall zu vermeiden“, so Dr. Stiller.

Abschließend gab Oberarzt Dr. Michael Hartl, eine Orientierung darüber, wann ein Herzschrittmacher hilft und welcher Herzschrittmacher der richtige ist. Wesentlich unterscheide sich eine Indikation bei Vorhofflimmern mit langsamem Puls im Gegensatz zu Vorhofflimmern mit zu schnellem Puls. Bei zu langsamem Puls seien Medikamente dauerhaft unwirksam, man benötigt einen Herzschrittmacher. Ist der Puls jedoch zu schnell, benötige man eine medikamentöse Frequenzkontrolle. Wenn beides zusammentrifft, zu schneller und zu langsamer Puls, seien Medika-mente und ein Herzschrittmacher teilweise unumgänglich.

Wichtige Ansprechpartner für alle Betroffenen waren an diesem Abend auch Hermann und Anne Arnold von der Defi-Selbsthilfegruppe Bodensee-Oberschwaben.

 

Weitere Vorträge zum Thema: „Vorhofflimmern – Was hilft wirklich?“ finden am 22. November in Bad Waldsee, Krankenhaus und am 27. November in Wilhelmsdorf, Bürgersaal des Rathauses, Beginn 19 Uhr statt.

 

 

Pressemitteilung der Oberschwabenklinik

 

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