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Ravensburg - Die Ravensburg Towerstars haben am Freitagabend bei den Starbulls Rosenheim einen Punkt ernten können. Die Entscheidung fiel in der dritten Minute des Overtime, noch ärgerlicher war sicherlich der Umstand, nach 25 Minuten bereits mit 3:0 geführt zu haben.


Das Spiel wurde schon nach 78 Sekunden jäh und mit Besorgnis auf dem Eis und den Rängen unterbrochen. Rosenheims Peter Lindlbauer checkte mit ordentlich Tempo den auf das Tor ziehenden Ravensburger Goldhelm Mathieu Tousignant hart gegen den Kopf. Der Zusammenprall war so stark, dass beide Spieler minutenlang regungslos liegenblieben. Nach sofortiger Versorgung auf dem Eis wurden beide Spieler in die Klinik gebracht. Zumindest Mathieu Tousignant konnte nach ärztlicher Kontrolle mit einer leichten Gehirnerschütterung wieder die Heimreise antreten.


Beim Strafmaß hatten die Unparteiischen freilich wenig Spielraum und sprachen gegen den Rosenheimer eine 5 plus Spieldauerstrafe wegen Checks gegen den Kopf aus. Die Überzahl wussten die Towerstars prompt zu nutzen. Bereits nach 22 Sekunden Powerplay netzte Norman Hauner zum 0:1 ein, nur 18 Sekunden später ließ Max Brandl vor dem Torraum lauernd sogar das 0:2 folgen. Die Gastgeber wirkten sichtlich verunsichert, allerdings sollten die Towerstars den weiteren numerischen Vorteil nicht weiter nutzen können.


So fanden die Starbulls insbesondere in der zweiten Hälfte des Startdrittels mehr und mehr den Faden und auch Towerstars Torhüter Jimmy Hertel bekam jetzt ordentlich Arbeit auf sein Gehäuse. Richtig brenzlig wurde es auch zwischen der 13. und 16. Minute, als mit Raphael Kapzan und Simon Sezemsky gleich zwei Ravensburger Cracks auf der Strafbank saßen und Rosenheim über einen Minute lang in doppelter Überzahl agieren konnte.


Dann der Mittelabschnitt, in dem die Starbulls nicht wenig überraschend gleich einmal ein hohes Tempo vorlegten. Doch die Towerstars standen solide und mit der ersten richtigen Chance des zweiten Abschnitts konnte Ivan Rachunek den von Timo Herden abgeprallten Puck kompromisslos zum 0:3 einschlenzen. Die Towerstars waren also auf Erfolgskurs, wähnten sich aber zu sehr in Sicherheit. Nur 22 Sekunden nach dem Wiederanspiel verkürzte Cameron Burt entschlossen auf 1:3 und der erste Treffer entfachte bei den Hausherren eine ordentliche Portion Selbstvertrauen. Knapp zwei Minuten später hatten sich die Towerstars zunächst einen schlampigen Wechsel geleistet, einen Schuss von Classen konnte Jimmy Hertel nicht entscheidend blockieren und Kronthaler stocherte die Scheibe zum 2:3 Anschlusstreffer über die Linie.


Jetzt wackelten die Towerstars von Wechsel zu Wechsel das das nagte an der Konzentration. Bei eigener Überzahl kassierte Simon Sezemsky unter Druck stehend eine Strafzeit wegen Haltens und als die Starbulls wieder komplett waren, nutzen sie ihre Überzahlmöglichkeit auch prompt aus. Diesmal war es McNeeley, der den Puck aus halblinker Position ins rechte Eck zum 3:3 Ausgleich traf. Das Spiel war jetzt gedreht und die Towerstars konnten sogar froh sein, nicht mit einem Rückstand in die zweite Pause gegen zu müssen. Fünf Minuten vor der Pause scheiterte Lewis bei einem Sololauf am gut reagierenden Jimmy Hertel.


Bei diesem Spielstand war klar, dass der nächste Treffer Richtung weisend sein würde und beide Teams hatten durchaus ihre Möglichkeiten hierzu. Doch weder den Starbulls, noch den Towerstars sollte bis zum Ende der regulären Spielzeit weitere Treffer gelingen und die Verlängerung musste über den Zusatzpunkt entscheiden. Hier kam es dann nach knapp über zwei Minuten zur Entscheidung. Wenzel stand frei vor dem Ravensburger Tor, der Schuss hatte die Torlinie wohl noch nicht überschritten, doch dann segelte die Scheibe doch noch hinter Jimmy Hertel ins Tor. Hauptschiedsrichter Dominic Erdle zeigte aber sofort an, den Videobeweis abzufragen. Nach kurzer Ansicht der Szene zeigte er aber entschlossen auf den Mittelkreis, der Treffer zählte und der zweite Punkt ging an Rosenheim.


„Die große Strafe hat uns die frühe Führung ermöglicht und uns natürlich in die Karten gespielt. Aber 3:0 zu führen nach 25 Minuten ist ein ganz gefährlicher Vorsprung, denn man wiegt sich in Sicherheit, in der man aber nicht ist“, sagte Towerstars Coach Toni Krinner und legte nach: „Insgesamt kann ich der Mannschaft aber keinen Vorwurf machen für die Einstellung und das Auftreten. Wir wollten nach den turbulenten letzten Tagen etwas mitnehmen und das ist uns gelungen.“ Im Rahmen der Pressekonferenz schickte Toni Krinner auch die besten Genesungswünsche an den verletzten Rosenheimer Spieler Peter Lindlbauer.


Am Sonntag erwarten die Towerstars in eigener Halle den souverän agierenden Tabellenführer Bietigheim Steelers. Spielbeginn ist um 18.30 Uhr, Karten gibt es noch an der Abendkasse.


0:1 1.50 (5:4) Hauner (Rachunek, Lapsansky), 0:2 2.08 (5:4) Brandl (Mychan), 0:3 24.14 Rachunek (Mayer, Schwamberger) 1:3 24:36 Burt (Edfelder, Gottwald) 2:3 28:56 Kronthaler (Classen, Wenzel) 3:3 32:50 (5:4) McNeely (Vollmayer), 62:09 Wenzel. Strafminuten: Rosenheim 2 + 25 Lindlbauer, Towerstars 10. Zuschauer: 2.010


Pressemitteilung und Bild: Frank Enderle Ravensburg Towerstars

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