vs200Wangen (wil) - Der Landkreis Ravensburg investiert 6,4 Millionen Euro in die Modernisierung des Klinikums Westallgäu der Oberschwabenklinik in Wangen. Drei Millionen Euro kostet der Ausbau des vierten Obergeschosses zu einer Regelleistungsstation. Gut eine Million Euro fließt in die Renovierung der Geburtshilfe und den Einbau eines Notsectio-OP‘s für Kaiserschnitte. Mit 2,4 Millionen Euro ist schließlich die Verbesserung des Brandschutzes im Wangener Krankenhaus veranschlagt.

 

Der Kreistag hat am Donnerstag (15. Oktober) die Investitionen bei einer Enthaltung beschlossen. Mitte 2017 solle alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Im vierten Obergeschoss des Krankenhauses ist derzeit noch an das Zentrum für Psychiatrie vermietet. Sobald das ZfP seinen Neubau direkt neben dem Krankenhaus bezogen hat, steht das vierte Obergeschoss der OSK zur Verfügung. Zunächst war vorgesehen, eine Wahlleistungsstation einzurichten. Von den dafür erforderlichen Bauarbeiten wäre jedoch für ein voll in Betrieb befindliches und ständig gut belegtes Haus eine zu starke Lärmbelästigung ausgegangen. Deshalb wurde entschieden, eine Regelleistungsstation mit 30 Betten einzurichten, für die weniger Eingriffe in die Bausubstanz notwendig sind.

Im Juli 2017 soll die neue Station, in der es auch zusätzliche barrierefreie Nasszellen geben wird, in Betrieb gehen. Das Krankenhaus Wangen verfügt dann über 235 Betten. Nachdem mit der Schließung der Häuser in Leutkirch und Isny die stationäre Versorgung auf Wangen konzentriert worden war, hatte die OSK die Bettenzahl bereits auf 205 aufgestockt. 9700 stationäre Patienten sind im Jahr 2014 in Wangen versorgt. Die Tendenz weist unverändert deutlich nach oben. Deshalb hat die OSK beim Sozialministerium beantragt, die Planbettenzahl für Wangen auf 235 zu erhöhen. Mit der neuen Station werden diese Betten auch zur Verfügung stehen.

Unverändert großer Beliebtheit bei den werdenden Eltern erfreut sich die Geburtshilfe am Krankenhaus Wangen. Mit der Renovierung verbunden ist der Einbau eines Notsectio-Eingriffsraumes. Im März 2017 soll er fertig sein. Notfall-Kaiserschnitte sind in Wangen natürlich schon bisher möglich. Dazu muss allerdings ein Operationssaal im zentralen OP-Bereich vorgehalten werden. Nicht zuletzt aufgrund der wachsenden Zahl von Gelenkeingriffen mit der Etablierung des Endoprothetikzentrums benötigt die OSK diese OP-Kapazitäten aber dringend für andere Fächer. Durch die künftig höhere Zahl möglicher Operationen wird sich die Investition in den Notfallsectio-OP voraussichtlich schon nach zweieinhalb Jahren amortisiert haben.

Die Verbesserungen beim Brandschutz betreffen vor allem auf die Fluchtwege sowie den Einbau einer zusätzlichen Brandmeldeanlage im OP-Bereich. Abgeschlossen sein sollen diese Arbeiten bis zum April 2017.

In Wangen sind zuletzt Anfang 2015 ein Anbau für die niedergelassene Onkologische Praxis und 2014 der neue Besucherparkplatz fertiggestellt worden. In den Parkplatz und die Gestaltung der Außenanlagen hat der Landkreis 3,8 Millionen Euro investiert. Bereits zuvor war das Haus seit 2008 mit einem Aufwand von insgesamt 15 Millionen Euro Schritt für Schritt auf den Stand der Zeit gebracht worden. Die Erweiterung des Aufwachraumes, der neue Intensivbereich, die Erneuerung der Heizanlage sowie die Einrichtung des Medizinischen Versorgungszentrums gehörten zu den größeren Maßnahmen.

Pressemitteilung Oberschwabenklinik GmbH

 

Krankenhaus Wangen

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