CDUKreis Biberach - Entspannte und freudige Gesichter waren bei der letzten Sitzung im CDU-Kreisvorstand zu sehen. Der Grund: Das beste CDU-Wahlergebnis nach 1990 im Wahlkreis Biberach. Wenige Tage nach der Wahl hatte sich das Führungsgremium der heimischen Christdemokraten zur Wahlanalyse getroffen, um über das Ergebnis der Bundestagswahl zu beraten und die passenden Schlüsse daraus zu ziehen.


Bei der Bundestagswahl verbuchte Josef Rief den höchsten Erststimmenzuwachs deutschlandweit mit + 16,3 Prozentpunkten auf 59%. „Damit hatte ich in meinen kühnsten Träumen nicht gerechnet", gibt der 53-Jährige zu und betont: „Ich danke nochmals all meinen Wählerinnen und Wählern, allen Helfern und Unterstützern." Für Selbstzufriedenheit oder Zurücklehnen bestünde kein Anlass. „Wir haben viel erreicht aber wir könnten theoretisch noch über 40% der Menschen im Wahlkreis Biberach von unserer Politik überzeugen."

Auch im CDU-Kreisvorstand wurde die Wahlkampfführung im Wahlkreis 292 sehr positiv bewertet. „Wir haben mit unseren Themen eindeutig den Nerv der Menschen getroffen", unterstreicht Rief. Aus diesem hervorragenden Ergebnis - auch bei der Zweitstimme erreichte die Union wie schon 2009, diesmal jedoch mit 56,2 Prozent ihr bestes Ergebnis in ganz Baden-Württemberg - erwachse eine besondere Verantwortung.

Klare Meinung bei den Mitgliedern im Kreisvorstand: Jetzt müsse bei den Straßenbauprojekten, die so wichtig für die Entwicklung des ländlichen Raumes seien, endlich Tempo rein. „Dafür bin ich unter anderem gewählt worden", so Rief. Allerdings spielt in der jetzigen Situation die Landesregierung die entscheidende Rolle bei der Anmeldung und Planung der Bundesstraßen.

Auch das Thema Betreuungsgeld und Mütterrente sei für viele Menschen ein Grund gewesen, ihn zu unterstützen. Er werde ganz sicher nicht seine Zustimmung für eine Abschaffung des Betreuungsgeldes geben, wie dies die möglichen Koalitionspartner der CDU auf Bundesebene, SPD und Grüne forderten. „Das ist mit mir nicht zu machen. Wir brauchen echte Wahlfreiheit für die Familien", bekräftigt Josef Rief.

A propos Koalitionsverhandlungen: Die CDU im Kreis Biberach wünscht sich schnelle und zielorientierte Verhandlungen. Eine lange Phase von Verhandlungen wäre für die Menschen unverständlich. „Es gibt genug Probleme, die angepackt werden müssen. Zuerst kommen die Menschen und das Wohl des Landes, danach mit gehörigem Abstand die Partei", mahnt Rief, diesen alten Grundsatz zu beherzigen. Auf den ersten Blick sei dabei eine Koalition mit der SPD nahe liegend, aber auch Gespräche mit den Grünen sollten nicht von vorne herein ausgeschlossen werden.

Jan Rose

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