24zme eberhardzellEberhardzell - Von allen Seiten prasselten die Ehrungen auf den bundesweit wohl am längsten amtierenden Narrenmeister, Karl-Heinz „Polde“ Maucher, dem Zunftmeister der Zeller Schwarze Katz in Eberhardzell – während der diesjährigen Saison kurz Narrenzell getauft – beim Zunftmeisterempfang vor dem Jubiläumsnarrensprung in der heimischen Umlachtalhalle ein. Bild: Eugen Müller vom BDK (ganz links) mit den beiden Hochdekorierten Manfred Lämmle und Polde Maucher, dem Zeller Elferrat und Helmut Eichler vom ANR (ganz rechts).

 

60 Jahre Narrenzunft „Zeller Schwarze Katz“ Eberhardzell e.V. sind wahrhaft ein Grund zum Feiern. Und wenn diese sich dann in den 40 Jahre unter der Führung von Polde Maucher mit über 1.300 Mitgliedern zu einem der größten Narrenvereine der Region entwickelte, war klar, dass sich beim Zunftmeisterempfang vor dem Jubiläumsnarrensprung sehr vieles um das närrische Urgestein drehen würde. Zumal dieser für die nächste Mitgliederversammlung seinen Abschied angekündigt hatte.

 

Da gaben sich zahlreiche Vertreter aus der Politik, vom Bundestagsabgeordneten Josef Rief, der Maucher zum „Bundesbeauftragten für die Fasnet in Oberschwaben“ ernannte, über den Landtagsabgeordneten Thomas Dörflinger, zahlreiche Kreistagsabgeordnete und natürlich Bürgermeister Guntram Grabherr und seine Gemeinderäte, die Ehre. Aber auch das Präsidium des Alemannischen Narrenrings ANR war stark vertreten, etwa durch Markus Stark, dem stellvertretenden Narrenmeister des ANR, Jürgen Fiedler vom Ordenskapitel und Helmut „Pinne“ Eichler. Dieser ist Oberzunftmeister der Region Oberschwaben-Donau des ANR und ein Zeller Eigengewächs. Er war an diesem Sonntagvormittag gleich in Doppelfunktion tätig.

 

Ihm war es auch vorbehalten, auf Manfred Lämmle, auch die Stimme vom Umlachtal genannt, für seine langjährigen Verdienste um die Zeller Fasnet und insbesondere für die Neideck-Hexen, die Laudatio zu halten. Von 1981 bis 1991 war er Hexenmeister und hatte in dieser Zeit einige Neuerungen eingeführt, wie die Hexenmeistermaske oder die schwarzen Tücher des Hexenrates. Seit 1979 organisiert und kommentiert Lämmle das „Bach nab fahra“. Und natürlich auch bei den Zeller Umzügen war und ist Lämmle als Sprecher aktiv. Nach Hästrägerorden, Ehrenhäsorden mit Silberkranz wurde Manfred Lämmle nun im Namen des ANR und der Eberhardzeller Narrenzunft der Verdienstorden mit Goldnadel und Urkunde überreicht.

 

Die eigene Zunft hatte für Polde Maucher, das Urgestein, der 40 Jahre die Geschicke der Zeller Narrenzunft bestimmte, eine besondere Narrenruhebank mit eingeschnitzten Abbildern aller Zeller Masken angefertigt, auf dass der zukünftige Pensionär auch im Ruhestand noch immer seine Narren im Blick haben möge. Schriftführerin Melanie Hopp zeichnete in ihrer Laudatio ein sehr menschliches Bild von ihrem „Chef“, der auf vielen Ebenen geschätzt werde und Freundschaften geschlossen habe, und das nicht nur während der Fasnet, sondern auch vor allem privat.

 

Eine dieser Freundschaften verbindet Maucher mit Eugen Müller vom BDK (Bund Deutscher Karneval). Auf der Suche für eine weitere Ehrungsmöglichkeit war Poldes Vize Markus Scheffold auf diesen gestoßen und so überreichte Müller dem kurz sprachlosen Maucher den Verdienstorden in Gold mit Brillianten.

 

Nach all diesen Ehrungen rückte der Zeiger der Uhr schon gnadenlos Richtung Umzugsbeginn vor, als endlich mit der Narrenzunft Leutkirch der erste Umzugsteilnehmer aufgerufen wurde. Doch weil deren Vertreter Freddie Holzmüller und seine Frau Gina waren, gab es gleich die nächste Ehrbezeugung, dieses Mal in musikalischer Form mit Polde´s Lieblingslied „Ein Stern, der Deinen Namen trägt“.

 

Neben den Tanzvorführungen der zunfteigenen Garde sorgte der Faschingsverein Engetried bei Markt Rettenbach für eine gelungene Auflockerung des Jubiläumszunftmeisterempfanges, bei dem in diesem besonderen Jahr allerdings der Gästeempfang ein wenig in den Hintergrund trat. Pinne Eichler rief, um mit dem Programm durchzukommen, schließlich einfach die ANR Zünfte Regionen weise, danach die Nicht-ANR-Zünfte und die Vertreter der Musikgruppen jeweils geschlossen auf die Bühne.

 

 

Bericht und Bilder Ulrich Gresser

 

 

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