25muehlhausenMühlhausen - Dass mit neuer Leitung auch neuer Schwung in eine Musikkapelle kommt, machte Thomas Buse, Dirigent seit Sommer in Mühlhausen, eindrucksvoll deutlich.

 

Den ersten Teil des Konzertes bestritt die gemeinsame Jugendkapelle der Gemeinden Mühlhausen, Ellwangen und Füramoos. Dirigent Christian Fitz versteht es hervorragend, die rund 35 Jugendlichen mit sehr ansprechender Literatur zu begeistern und diesen Funken der Begeisterung auch auf das Publikum überspringen zu lassen.

Mit Filmmusik-Trailern aus 'Polar-Express', 'Frozen' und 'Soldat und Prinzessin' entführte die Jugendkapellle das Publikum im vollbesetzten Festsaal in Mühlhausen in eine Traumwelt. Die amüsant-unterhaltsamen und sehr informativen Ansagen der einzelnen Stücke übernahm für jedes der fünf Werke im ersten Konzertteil jeweils jemand anderes. Ronja, Hanna, Maxi, Lara und Marcel hatten jeweils die passenden einführenden Worte zu den Stücken. Die Jugendkapelle machte eine fantastische, mitreißende, abenteuerliche und unverfrorene Reise durch den ersten Programmteil und riß das Publikum damit förmlich mit.

Erfreulich gute Stimmung herrschte im gesamten Ensemble - nicht nur musikalisch. Christian Fitz legt viel Wert auf die Umsetzung vermeintlicher musikalischer 'Kleinigkeiten'. So endete ein Stück in einem Schlussakkord, der weder knallte noch schmetterte, sondern rund und zart verklang. Die drei Musikkapellen können sich auf sicher gut vorbereitete Musikanten in ihren 'großen' Kapellen freuen.

Besonderes Schmankerl war 'The Foggy Island' in dem die Jüngsten der Blockflötenklassen die Jugendkapelle unterstützten. Einfach herrlich mitanzuschauen, mit welchem Enthusiasmus in die Flöten gespielt und durch gleichmäßiges Nicken der Köpfe die Pausen mitgezählt wurden. Eine tolle Idee, die 'Flötenkinder' auf diese Weise in die Jugendarbeit mit zu integrieren.

Dirigent Christian Fitz bedankte sich bei Familie Ott und Stark für das Sponsern von nagelneuen T-Shirts für die Jugendkapelle, die an diesem Abend erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurden und kündigte die vom Publikum gewünschte Zugabe 'Sakvicka-Polka' an.

Der Musikverein Mühlhausen eröffnete dann fulminant den zweiten Teil des Konzertes mit dem Konzertmarsch 'Mercury'. Mutig und wirklich gut gelungen das zweite Stück, die Ballade 'Shenandoah', die musikalisch einiges von den Mühlhausern abverlangte. Thomas Buse, Cellist und durch und durch Musiker mit einfühlsamen und sehr deutlichem und souveränem Dirigat, verstand es musikalische Inhalte durch seine Musiker zum Publikum zu transportieren.

In 'Virginia' blitzte ein Stück amerikanischer Geschichte in der Halle auf. Das hohe Holzregister zeichnete sich mit homogenem und sehr ausgewogenem Klang aus. Das Werk ließ beim Zuhörer fantastische Bilder vor dem inneren Auge entstehen. Wahrstes Kino für die Ohren.

Mit dem 'Ungarischen Tanz Nr. 5' von Brahms und dem bekannten 'Säbeltanz' von Khatchaturian wurden die Zuhörer praktisch von den Stühlen gerissen. Schungvoll, zackig, rasant und voller Spielfreude hatte man fast den Eindruck, Thomas Buse avancierte vom Dirigenten zum Dompteur auf der Bühne. Er hatte aber die Zügel immer fest in der Hand.

Mit 'New York 1927' wagte er sich mit den Mühlhausern an den Blues der 20er Jahre. Stets stilsicher und überzeugend interpretierten die Musiker um ihn und ließen die Füße des Publikums unter den Tischen mitwippen.

Nach den obligatorischen Dankesworten des Vorstandes Peter Branz verabschiedeten sich die Mühlhausener mit einer Zugabe und dem traditionellen Weihnachtslied 'Stille Nacht'.

Dirigent Thomas Buse freute sich in seinem Schlusswort über die offenen Herzen der Zuhörer, die das Gespielte freudig aufgenommen hatten.

Ich kann stellvertretend nur sagen, wer mit offenem Herzen spielt, spricht auch immer die richtige Sprache.

 

 

Text und Bilder von Anja Vinçon

 

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