Wuchzenhofen - „Muss denn erst ein schlimmer Unfall passieren?“ - „Wir wollen keine Monologe halten, vielmehr möchten wir wissen, wo Sie der Schuh drückt", begrüßte Stadtrat Karl Kalmbach die zahlreich erschienen Bürger aus Adrazhofen und Wuchzenhofen bei der Kandiatenvorstellung des Bürgerforum Leutkirch. Erwartungsgemäß kam sofort die Verkehrssituation beider Ortschaften zur Sprache.

 

Die Lkw, die aus Richtung Kempten kommen, stellen nach einhelliger Ansicht der Anwesenden eine große Gefahr für Fußgänger dar. „ Muss denn erst ein schlimmer Unfall passieren, ehe etwas geschieht?" so die Aussage eines Bürgers. Es wurden verschiedene Vorschläge gemacht, um die Verkehrssituation zu verbessern: Vom Versetzen des Ortsschildes nach außen, Einbau einer Verkehrsinsel am Ortseingang, Beschränkung der Geschwindigkeit in der Ortsdurchfahrt auf 30 km/h sowie einer häufigeren Geschwindigkeitsüberwachung. Auch eine stationäre „Radarfalle" mit Warnhinweis wurde als Möglichkeit zur Temporeduzierung angesprochen.

Ein Bürger beklagte sich: „ Kommen Sie mal am Wochenende bei schönem Wetter und schauen Sie sich an, wie vor allem sogenannte sportliche Motorrad- und Autofahrer durch die Ortschaft rasen, da kann einem angst und bange werden."

Ein weiteres Thema war die DSL-Versorgung, die die Stadt mit erheblichem finanziellem Aufwand vorantreibt, wobei ein Besucher anmerkte, dass der zuständige Bundesminister hier ja finanzielle Unterstützung der Bundesregierung in Aussicht gestellt habe: „Wäre es nicht vielleicht klüger, mit großen Investitionen seitens der Stadt abzuwarten?" Aus den Reihen des Bürgerforums wurde dies eher kritisch gesehen, zumal die Bürger schon lange genug auf einigermaßen leistungsfähige IT-Infrastruktur warten. Wer könne denn zusichern, dass diese Absicht des Ministers tatsächlich in die Tat umgesetzt wird – und vor allem wann.

Sorge bereitet den Bürgern auch, nicht zuletzt aufgrund der Berichterstattung in der Presse aber auch wegen Erfahrungen im eigenen Umkreis, die Notarztversorgung des ländlichen Raumes.

Diese Sorgen werden vom Bürgerforum durchaus geteilt, die Kommunalpolitik habe jedoch nur über Druck auf die zuständigen politischen Gremien Möglichkeiten der Einflussnahme.

Abschließend bedankte sich Stadtrat Kalmbach bei den Besuchern für Ihr Interesse und die angeregte Diskussion: „ Wir können Ihnen nicht versprechen, dass Ihre Anregungen und Wünsche umgesetzt werden, das wäre unredlich. Aber wir werden sie nicht vergessen."

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