24hospiz titelLeutkirch – Alle Bürgerinnen und Bürger aus Leutkirch und Umgebung lädt die St. Elisabeth-Stiftung am Samstag, 29. Juni 2019, von 11 bis 16 Uhr zum Tag der offenen Tür ins Hospiz Ursula ein. Führungen durch die Räumlichkeiten sowie ein buntes Programm und verschiedene Verpflegungsangebote warten auf die Besucher. Bild: Hospizleiterin Evelyn Mauch (links) mit Teilen ihres Teams.

 

Von 11 bis 16 Uhr ist im 2. Obergeschoss und im Eingangsbereich des ehemaligen Leutkircher Krankenhauses in der Ottmannshofer Straße allerhand geboten. Hospizleiterin Evelyn Mauch und ihr Team sowie Tobias Bär, Bereichsleiter Hospize bei der St. Elisabeth-Stiftung und Leiter des Hospiz Haus Maria Biberach, führen die Besucher durch die Räumlichkeiten.

 

Thomas Radau, Leiter des Hospiz Schussental Ravensburg, und Christa Willburger, Mitarbeiterin im Hospiz Haus Maria Biberach, halten jeweils stündlich Kurzvorträge. Der Vortag „Kommen und Gehen im Hospiz“ beschreibt den Weg von der Aufnahme eines Gastes bis zu Ritualen nach dessen Tod, der Vortrag „Komplementäre Methoden im Hospiz“ widmet sich unter anderem Aromatherapie, Wickeln und Auflagen. Infostände und Kontakte rund um die Hospizarbeit runden den informativen Teil des Tages ab.
Aber auch für Unterhaltung ist gesorgt. So spielt die Stadtkapelle Leutkirch auf und die Leutkircher Montagsmaler stellen anlässlich ihres Jubiläums Kunstwerke aus, die zugunsten des Hospizes verkauft werden. Der Raum vor dem Hospiz soll für Dauerausstellungen genutzt werden, den Anfang macht der Fotoclub Kisslegg-Leutkirch.

 

Die Allgäuer Landfrauen bieten mit einem vegetarischen und einem nichtvegetarischen Gericht einen leckeren Mittagstisch an. Die Musikkapelle Gebrazhofen betreibt einen Wurstgrill und verkauft Kaffee und Kuchen. Und Schüler der 10. Klassen und Eltern vom Förderverein des Hans-Multscher-Gymnasiums backen Waffeln. Getränke der Brauerei Härle schenkt die A-Jugend des FC Leutkirch aus.

 

Das Hospiz Ursula

Im Juli heißen Hospizleiterin Evelyn Mauch und ihr Team die ersten Gäste im Hospiz Ursula willkommen. Auf 640 Quadratmetern sind acht hell und freundlich eingerichtete Zimmer für die Gäste entstanden. Neben einem Raum der Stille und Serviceräumen wie der Küche gibt es ein Wohnzimmer mit Balkon, das als Gemeinschaftsraum und Begegnungsstätte für kleine Feiern dient.

 

Stationär aufgenommen werden Menschen, die an einer unheilbaren Krankheit im fortgeschrittenen Stadium leiden und nicht ambulant zuhause versorgt werden können. Voraussetzung ist eine ärztliche Verordnung. Das Hospiz Ursula steht allen Menschen, egal welcher Herkunft und welchen Glaubens, offen. Der Aufenthalt im Hospiz ist für die Gäste kostenlos. 95 Prozent der Kosten tragen – so ist es vom Gesetzgeber festgelegt – die Krankenkassen. Zur Finanzierung der restlichen fünf Prozent haben die St. Elisabeth-Stiftung und die Stadt Leutkirch eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Bei der Finanzierung des sogenannten Abmangels wirken Stadt, Bürgerstiftung Leutkirch sowie Firmen und Bürger aus Leutkirch und Umgebung zusammen.

 

Eigentümer des Gebäudes ist der Eigenbetrieb Immobilien Krankenhäuser und Pflegeschule (IKP) des Landkreis Ravensburg. IKP hat in den Umbau zum Hospiz rund 1,3 Millionen Euro investiert. Die Ausstattung der Einrichtung wurde mit über 80.000 Euro aus Mitteln der Deutschen Fernsehlotterie gefördert.

 

Träger der Einrichtung und Mieter der Räumlichkeiten im zweiten Obergeschoss des ehemaligen Leutkircher Krankenhauses ist die St. Elisabeth-Stiftung mit Sitz in Bad Waldsee. Sie betreibt bereits das Hospiz Haus Maria in Biberach und das Hospiz Schussental in Ravensburg.

 

 

Pressemitteilung der St. Elisabeth-Stiftung

Bilder: St. Elisabeth-Stiftung/Felix Kästle

 

 

190617 hosltk pflegebadDas Pflegebad im Hospiz Ursula.

 

 

190617 hosltk zimmerEin Blick in ein Gästezimmer im Hospiz Ursula.

 

 

190617 hosltk Ursula Haider 01Namenspatronin des Hospiz Ursula ist die gebürtige Leutkircherin Ursula Haider. Das Bild stammt vom Stadtarchiv Leutkirch aus dem Buch: Karl Kiefer, Die Familie Haider, Erster Teil, Frankfurt a. M. 1911.

 

 

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