06inbetriebnahme breitband BA1Leutkirch - In den Leutkircher Ortschaften geht es mit der Anbindung an das weltweite Netz weiter. Gestern Vormittag, 05.06.2018, wurde das Breitbandnetz offiziell von allen Beteiligten in Herlazhofen in Betrieb genommen. Bild: v.l.: Alois Peter (Ortsvorsteher Herlazhofen), Hans-Jörg Henle (Oberbürgermeister), Roland Fuchs (Geschäftsführer des Zweckverbands Breitbandversorgung im Landkreis Ravensburg) , Michael Preiß (Teamleiter Vertrieb NetCom BW), Siegfried Edelmann (Ortsvorsteher Gebrazhofen), Stefan Wagner (Ingenieurbüro Zimmermann & Meixner), Alexander Flock (Netzverantwortlicher NetCom BW) und Robert Rühfel (Tiefbauamtsleiter der Stadt Leutkirch)



Etwa 800 Haushalte in Urlau, Herlazhofen, Bettelhofen, Engerazhofen, Toberazhofen, Engelboldshofen, Winterazhofen, Wolferazhofen, Liezenhofen und Merazhofen können sich ab sofort an das Breitbandnetz der NetCom BW anschließen lassen. Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle spricht von einem „guten Tag für uns alle“. „Für die Zukunft des ländlichen Raums brauchen wir diese Entwicklung“, betont Henle.


Die Versorgung mit schnellem Internet ist grundsätzlich Aufgabe der privaten
Telekommunikationsunternehmen. Von staatlicher Seite werden daher in erster Linie die Rahmenbedingungen für den Ausbau von nachhaltigen und vordringlich glasfaserbasierten Hochgeschwindigkeitsnetzen geschaffen.


Dort, wo die privaten Telekommunikationsanbieter nicht investieren, kommt der kommunale Breitbandausbau mit staatlicher Hilfe und der des Zweckverbands Breitbandversorgung im Landkreis Ravensburg ins Spiel. „Durch die Gelder des Landesförderprogramms, dem Engagement des Gemeinderats und der guten Zusammenarbeit zwischen Zweckverband, Ingenieurbüro und Stadtverwaltung können nun zeitnah auch weitere Bereiche in Leutkirch ausgebaut werden“, so der Oberbürgermeister: Bei allen künftigen Planungen soll die Stadtverwaltung vom Netzbetreiber der NetCom BW unterstützt werden.


„Der Markt ist überhitzt“.
Die großen Versorger, wie die Telekom, UnityMedia oder auch Vodafone, scheuen sich vor dem mit hohen Kosten verbundenen Aufwand. „Das wäre für die privatwirtschaftlichen Unternehmen wirtschaftlich nicht rentabel und somit entsteht hier ein Marktversagen“, erklärt Roland Fuchs, Geschäftsführer des Zweckverbands Breitbandversorgung.


Auf dieses „Marktversagen“ hat die Stadtverwaltung, gemeinsam mit dem Zweckverband und den betroffenen Ortschaften reagiert und nach einer schnellen Lösung gesucht. „Dass sich die Inbetriebnahme des Netzes verzögert hat, lag vor allem daran, dass das Ausschreibungsverfahren für den Netzbetrieb durch den Zweckverband Breitbandversorgung sehr aufwendig und die Erstinbetriebnahme dieses großen Datennetzwerks sehr umfangreich waren“, so Hans-Jörg Henle. „Der Aufwand, auf einer Länge von 22 Kilometern ein Glasfasernetz zu bauen, ist neben allen notwendigen Planungsschritten, den Grundstücksverhandlungen für die Einlegung der Leitungen und der technischen Umsetzung natürlich auch eine finanzielle Herausforderung“, ergänzt der Tiefbauamtsleiter Robert Rühfel. Als Baukosten für diesen ersten Bauabschnitt werden am Dienstagvormittag in etwa 720000 Euro für Tiefbauarbeiten und 150000 Euro für Kabelbauarbeiten aufgezählt.


Weitere Schritte
Als nächste Maßnahme ist der Glasfasereinzug in das bereits vorhandene Leerrohrnetz des Neubaugebiets „Beim Marienhof“ sowie der technische Ausbau des zweiten Ausbauabschnitts in den Bereichen Adrazhofen, Hofs und Tautenhofen, mit einer Gesamtlänge von etwa 24 Kilometern, geplant.


Hinweis: Am 20. Juni 2018, von 13 bis 19 Uhr, findet im Rathaus in Herlazhofen eine DSL-Sprechstunde der NetCom BW statt.




Presseinformation und Bild Stadt Leutkirch

 

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