10leutkirchLeutkirch - Es war das erste Mitgliederforum in Leutkirch nach der Fusion und zog sehr viele Teilhaber der Bank an. Bild: Über eine rundum gelungene Veranstaltung freuten sich : v.l. Regionalmarktdirektor Berthold Natterer, Georg Kibele, Stefan Scheffold (Vorstände), die Künstler David & Götz, Werner Mayer und Josef Hodrus (Vorstände)



Regionalmarktdirektor Berthold Natterer, zuständig für die Region Leutkirch und Bad Wurzach, führte die Gäste durch das Programm und Vorstand Georg Kibele ging in seinem Rechenschaftsbericht auf die Fusion und die Eckdatenzahlen der neuentstandenen Bank ein.


Es war vermutlich eine Mischung aus Neugierde darauf, wie die neugeschaffene Bank Volksbank Allgäu-Oberschwaben, Motto: „Für die Menschen – für die Heimat“ nach einem knappen gemeinsamen Jahr funktioniert und die Vorfreude auf die musikalischen Gäste David & Götz, die an diesem Abend so viele Mitglieder in die Festhalle Leutkirch zog.


Berthold Natterer, der die Ehrengäste – sprich die Anteilseigner der Bank – stellte sich als das Gesicht der Bank in der Region vor, das diese hier repräsentiere. Darüberhinaus sei er verantwortlich für die Mitarbeiter im regionalen Geschäftsgebiet. Nach der Vorstellung des Führungsteams des Regionalmarktes versprach er, dass die Bank auch nach der Fusion die über 150 jährige Erfolgsgeschichte fortschreiben werde. „Ich bin stolz, seit 35 Jahren daran mitarbeiten zu dürfen.“
Vorstand Georg Kibele sagte zu Beginn seines Berichtes: „Die neue Bank ist die Marke, die mit „Für die Menschen, für die Heimat“ sich zu seiner Heimatregion mit seiner Kultur und seinen Werten bekennt.“ Die Fusion sei bis dato zu 85% abgeschlossen, und das obwohl im Zuge der Fusion 2000 Aufgaben neben dem Tagesgeschäft abgearbeitet werden mussten.


Trotz des schwierigen politischen Umfeldes, u.a. aufgrund der Niedrigzinspolitik fiel der Zinsüberschuss für das Unternehmen um 1,9 Mio.€ geringer aus, konnte der Bilanzgewinn im Vergleich zum kumulierten Gewinn der beiden Banken gehalten werden. Möglich wurde dies, weil sich der Verwaltungsaufwand um denselben Betrag verringerte.


Bei allen anderen wichtigen Faktoren (Bilanzsumme, Kundenkredite, Kundeneinlagen) konnte die Bank überdurchschnittlich zulegen. Besonders Betonte Kibele das Kundenkreditgeschäft: Vor zwei Wochen sei die Bank als erfolgreichste Bank in diesem Segment in Stuttgart mit einem Preis ausgezeichnet worden. Nicht überraschend ist folglich auch die Bestnote von AA- , mit der die Bank von den Ratingagenturen bewertet wird.


Bei den Mitgliederzahlen legte die fusionierte Bank zum Stichtag 31.12.2017 zwar „nur“ um 205 Mitglieder (auf 52.744) zu, doch war dies neben den üblichen Abgängen vor allem der Bereinigung von Doppelmitgliedschaften (576)geschuldet. Der aktuelle Mitgliederstand nach dem ersten Quartal liege bei rund 54.000 teilte Kibele zur aktuellen Mitgliederentwicklung mit. Sehr erfreulich für die Mitglieder: Die Bank wird zu den 4% Grunddividende vorbehaltlich der Zustimmung der Mitgliederversammlung ein zusätzliches Prozent ausschütten können.


Zum Thema Gewerbesteuer, die Bank hat 2017 rund 2,6 Mio.€ an die Kommunen überwiesen, sagte Kibele: „Wir könnten darüber jetzt jammern. Aber wir freuen uns, weil wir wissen, dass das Geld wieder den Menschen der Region zugute kommt.“ Entsprechend dem Grundsatz „Für die Menschen, für die Heimat“ hat die Bank im vergangenen Jahr rund 388.000 € an Spenden ausgegeben. Davon flossen 98.000 in die Regionalbudgets, 130.000 € in Crowdfunding-Projekte, 60.000 € in die VR-Mobile und 100.000 € wurden im Spendenadventskalender vergeben.



Rund 50 Projekte stehen bei der Crowdfunding-Plattform auf der Warteliste. „Aber wir sind sicher, dass wir auch diese Projekte noch unterbringen werden. „Mit rund 667.000 € wurden bisher 212 Projekte realisiert“ berichtete Kibele nicht ohne Stolz.


Zum kürzlich gefeierten 200. Geburtstag schlug Kibele einen weiten geschichtlichen Bogen: „1818 war ein schlimmes Jahr in Deutschland und Europa: Hunger und Not herrschten. Nach der Revolution 1848 kehrten viele Menschen Deutschland den Rücken und wanderten in die USA aus.“ Nicht so Friedrich Wilhelm Raiffeisen, der Gründer der Genossenschaftsbewegung, der diese unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ gründete. Heute sind allein in Deutschland 22,6 Millionen Menschen genossenschaftlich organisiert, weltweit mehr als 1 Milliarde Menschen. Jeder im Saal dürfe sich als Teil des immateriellen Weltkulturerbes der Unesco fühlen, denn diesen Titel trägt die Genossenschaftliche Bewegung inzwischen.


Da Klavier-Duo David & Götz nahm die Gäste des Forums dann nach dem fulminanten Opener mit „Also sprach Zarathustra“ im Anschluss mit auf eine musikalische Kreuzfahrt mit der MS Troubadour. Dabei erzählten sie dann, dass sie beinahe schon eine Einladung – die Carnegie Hall ist für jeden Musiker der Traum seiner schlaflosen Nächte – nach New York bekommen hatten, besser gesagt nach Neu-Jork im Alten Land zur Apfelernte. Und die Veranstaltung hieß dann leider auch noch „Scheunenfest“...


Über die phänomenal gespielte „Bohemian Rhapsody“ ging das Musiktheater des ganz in Schwarz gekleideten David (am weißen Flügel) und seines ganz in Weiß gekleideten Compagnon Götz am schwarzen Flügel weiter: Die beiden erforschten verbal und musikalisch die Rolle und den Namen von Frau Löwin im Walt Disney-Klassiker „König der Löwen“ : „Kein Tier in der Savanne schnarcht so wie Du Susanne.“


Auch mit Beethovens Schicksalssymphonie (Beethovens Fünfte) verbinden die beiden virtuosen Pianisten eine ganz besondere Erinnerung, verbunden mit dem musikgeschichtlichen Bonmot, dass der große Meister wohl der erste Freischaffende Komponist der Geschichte war. Bei der Eröffnung einer neuen Autobahnraststätte an der A7 also spielte das Duo eben jene Schicksalssymphonie, als das Schicksal sich in Form von 62 Dänen über ihre Spielfläche ergoss, die soeben hungrig und durstig einem Reisebus entstiegen waren.


„Warum lieben alle Pianisten die Comedian Harmonists?“ fragten die beiden Virtuosen das Publikum, um sich gleich selbst die Antwort zu geben: „weil sie zu allen Stücken die gleiche Klavierbegleitung spielen können.“ Natürlich durften Vorstand und Mitglieder der Bank nicht nur zuhören. Bei ihrem Volkslieder-Block, „Kein Schöner Land in dieser Zeit, Im Frühtau zu Berge“ bis hin zum Studenten - und Revolutionslied „Die Gedanken sind frei“ begeisterte der „Mitglieder-Chor“ die Beiden derart, dass sie gleich beim Vorstand anfragten, den Chor auf ihre anstehende Europa-Tour mitzunehmen...


Mit dem Titel ihres aktuellen Programmes „Solange man Träume noch leben kann“ (Original: Münchner Freiheit) beendeten sie eine irre Vorstellung, bei der sie die Tasten mal streichelten, mal kräftig in dieselben hauten, aber immer höchst harmonisch und synchron. Nach diesem Hörgenuss war es Zeit für weltliche und vor allem lukullische Genüsse: Bei Essen und Trinken ergaben sich so noch manch nettes Gespräch unter den Mitgliedern , aber auch mit den Vorständen und auch den beiden Stars.

Text und Bilder von Uli Gresser
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