Leutkirch/Lissabon - Am 12. Mai 2018 findet in Lissabon der größte europäische Musikwettbewerb statt. Mit dabei sind neben dem deutschen Beitrag „You Let Me Walk Alone“ von Michael Schulte auch zwei weitere Musiker aus Deutschland: Sängerin Jenifer Brening aus Lauingen startet mit dem Song „Who We Are“ an der Seite von Jessika für San Marino. Produziert wurde der Titel von Stefan Mößle aus Leutkirch.

 

Wie in Deutschland fand auch in San Marino ein Vorausscheid statt, bei dem sich Jessika und Jenifer gegen 10 Konkurrenten durchsetzten und nun zum Finale in die portugiesische Hauptstadt reisen. Dabei gab es vor der TV-Show in San Marino noch eine kurzfristige Planänderung für das Produzenten-Team: Der zunächst für den Titel vorgesehene Rapper sagte seine Teilnahme ab und es musste schnell ein Ersatz gefunden werden. Die Wahl fiel auf die erst 21-jährige Jenifer Brening, bereits in den Casting-Shows „The Winner is“ und „Deutschland sucht den Superstar“ als Sängerin, sondern auch als Rap-Talent auf sich aufmerksam machen konnte.

Diese Besetzung mit zwei starken weiblichen Stimmen sollte sich als Volltreffer beim Publikum und der Jury herausstellen und die Favoritin „Sara de Blue“ musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Und auch mit dem kritischen Songtext konnte „Who we are“ überzeugen: Es geht darin um Mobbing; ein Thema mit dem beide Sängerinnen schon ihre Erfahrungen machen mussten und sich somit auch authentisch am Texten beteiligen konnten.

Wer mehr über den Song und die damit verbundene Anti-Mobbing Spendenaktion in Zusammenarbeit mit der Diana Award Stiftung erfahren möchte, kann dies unter www.1in360.com/whoweare

 

Auch der Allgäuer Audio-Engineer Stefan Mößle war nicht zuletzt wegen seiner Sprachkenntnisse ein wichtiger Texter – nach seinem Studium an der Tontechnikschule SAE arbeitete er 8 Jahre als Audio-Engineer in New York. Dort produzierte er namenhafte Künstler (wie Mia Martina, Ashley Jana, Annelise Collette und Ira Losco) und gründete seine Produktionsfirma „Secret Sounds“, mit der er vor gut 2 Jahren wieder zurück nach Leutkirch, genauer gesagt nach Nannenbach zog.

Zurück in Deutschland arbeitet er inzwischen als selbständiger Tontechniker, Songwriter und Produzent für viele regionale, aber auch internationale Künstler. So gelang es ihm bereits mehrfach, seine Kompositionen bei europäischen Vorausscheidungen unterzubringen – doch im Vorjahr scheiterte sein Song „Laserlight“ beim TV-Duell in Malta noch knapp. In diesem Jahr folgte dann aber der ersehnte 1. Platz und man darf gespannt sein, wie sich „Who We Are“ im internationalen Wettbewerb schlägt. Zunächst gilt es, das Halbfinale zu überstehen, denn nur die fünf großen Nationen Deutschland, Frankreich, England, Italien, Spanien plus Gastgeber Portugal sind für das Finale gesetzt.

 

Sollte der Zwergstaat San Marino tatsächlich eine gute Platzierung in Lissabon erreichen wäre es sicher eine kleine Sensation. Doch mit Frauen-Power, aktuellem Text und internationalem Produzenten-Team stehen die Chancen diesmal gar nicht schlecht. Vielleicht blüht Stefan Mößle dann eine Eurovisions-Karriere wie einst Ralph Siegel, der in den 70er und 80er Jahren große Erfolge beim Wettbewerb mit dem damals noch etwas sperrigen Namen „Grand Prix de l’Eurovision de la Chanson“ feierte.

Dieser ist übrigens nicht verwand mit dem Münchener Urgestein Günther Sigl. Doch auch zum Sänger und Songschreiber der Spider Murphy Gang gibt es eine Verbindung: Erst vor kurzem produzierte Mößle einige Coverversionen für die Jubiläums-CD „40 Jahre – Tribute to the Spider Murphy Gang“. So fanden zum Beispiel die Aufnahmen von „Mir san a bayrische Band“, gesungen von der bayrischen Musikerin und Kabarettistin Lisa Fitz im idyllischen Nannenbach statt.

 

Bericht Fabian Mroz

 

JeniferBrening 578

 

 

JessikaMuscat 578

 

 

StefanMoessle2 578

 

 

 

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