Leutkirch - Der Leutkircher Kulturverein Larifari ist bekannt dafür, immer wieder ausgewählte Spitzen-Bands aus den Bereichen Jazz, Blues und Akustik-Rock ins Allgäu zu holen. Den Anfang der Konzertsaison 2018 machte die Münchener „Ludwig Seuss Band“ und setzte die Messlatte für die kommenden Veranstaltungen direkt ganz weit nach oben.

 

Die Formation um den Ausnahmepianisten Ludwig Seuss, der sich vor allem als Mitglied der bayerischen Kult-Band Spider Murphy Gang einen Namen gemacht hat, sprühte bei ihrem Tour-Auftakt vor Spielfreude und begeisterte mit ihren frischen Interpretationen der Blues-Klassikern von Ray Charles, Fats Domino und Chuck Berry, aber auch mit einigen neuen Songs von ihrer brandneuen CD „Boogie Men“.

Erweitert wurde das eingespielte Stamm-Quartett mit dem Hamburger Gast-Sänger, Gitarristen und Washboarder Claas Vogt, bekannt von der „Nordseeküste“-Band „Klaus & Klaus“. Diese Nord-Süd-Kooperation ist nicht neu – Vogt wirkte bereits bei einigen CD-Produktionen und früheren Konzerten der Band mit und fügte sich daher problemlos in den Groove ein.

 

Bandleader Seuss verstand es, die mitunter rasanten Rock’n’Roll und Boogie-Woogie-Nummern immer wieder mit langsameren Blues oder Walzer-Rhythmen abzuwechseln und schuf so ein spannungsreiches und vielseitiges Arrangement. Auch die Freunde virtuoser Instumentalsoli kamen auf ihre Kosten, denn sowohl Lead-Gitarrist Christoph „Bebof“ Böhm, 2. Gitarrist Claas Vogt und Bassist Tom Peschel wussten an ihren Fender-Instrumenten zu brillieren. Und auch Schlagzeuger Peter Oscar Kraus begeisterte trotz durchgemachter Nacht (er ist am frühen Morgen Vater geworden) mit Drumsolo und Sologesang beim passenden Stück „Hard Way“ im tanzbaren Rumba-Stil.

 

Seuss wechselte immer wieder zu seinem Zweitinstrument, dem Akkordeon, mit dem er die fröhlicheren und schwungvolleren Stücke anstimmte, mit denen er nach und nach gut die Hälfte des Publikums zum Tanzen animierte, und auch mit einer Percussion-Einlage konnte Seuss glänzen. So wurde der Südstaaten-Sound noch um einige Latin-Elemente erweitert. Auch Gast-Musiker Claas Vogt entpuppte sich immer mehr als Stimmungsmacher und lieferte ein Waschbrett-Solo, das auf den Knien endete.

Nach drei umfeierten Zugaben verabschiedete sich die Band vom restlos begeisterten Publikum und versprach, bis zum nächsten Leutkirch-Besuch nicht wieder drei Jahre verstreichen zu lassen.

 

Text und Bilder von Fabian Mroz

 

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