1spendenLeutkirch - Die Leutkircher Bank Stiftung vergibt einmal im Jahr Spenden an verschiedene Einrichtungen und Vereine. Bereit wie gute Bekannte begrüßte die Vorstandsvorsitzende der Bank, Rosemarie Miller-Weber, bei der diesjährigen Spendenübergabe die Vertreter z.B. des Lions-Club Leutkirch, der Suppenküche Klosterstüble e.V. aus Bad Waldsee, der SZ-Nothilfe oder der Heimatpflege Leutkirch. Insgesamt wurden 13.500 € aus dem Topf der Leutkircher Bank-Stiftung an diesem Nachmittag verteilt, noch einmal 820 € kamen aus der Leutkircher Bank Kunst-Stiftung zur Ausschüttung.


Rosemarie Miller-Weber erklärte den Vertretern der Vereine und Institutionen in ihrer Begrüßungsrede wie es zur Gründung der Stiftung vor 25 Jahren gekommen war. Nachdem damals wegen des ersten Golfkrieges sehr viele Veranstaltungen, darunter auch die Jubiläumsfeier zum 125jährigen Bestehen der Bank, abgesagt wurden, überlegten sich die damaligen Bankvorstände, wie sie den Mitgliedern etwas zurückgeben konnten. Aus dieser einmaligen Aktion ist danach dann die Stiftung entstanden.

Die Vertreter des Lions-Club Leutkirch, Heinrich Widmann und Claus Wolber, erhielten ihren Scheck für ihr Projekt „Sprachförderung für Migrantenkinder“, das der Lions-Club seit sechs Jahren betreibt und seit fünf Jahren von der Stiftung unterstützt wird. Insgesamt hat der Lions-Club in dieser Zeit 52.000 € in die Sprachförderung investiert und wurde dabei von der Bankstiftung großzügig unterstützt.

Rudi Heilig erläuterte das Konzept der Suppenküche in Reute, die von inzwischen 35 Ehrenamtlichen betreut wird und wo es von Montag bis Freitag in der Zeit von 11.30 Uhr bis 13.00 Uhr eine warme Mahlzeit gibt. „Dank starker Partner wie den Kirchengemeinden, der Caritas, dem Sozialamt Bad Waldsee, der SZ-Nothilfe oder eben der Leutkircher Bank Stiftung ist die Suppenküche in der Lage, Alleinstehenden, Kranken oder Rentnern nicht nur eine Mahlzeit zu bieten, sondern den Bedürftigen auch bei finanziellen Problemen ein wenig unter die Arme zu greifen“, erklärte Rudi Heilig als Vertreter des Vereins. Seine Mitstreiterin Gertrud Baumann sagte, dass die Suppenküche auch das Klosterhoflädele betreibt, bei dem von Baby-Walz gestiftete Waren verkauft würden. Bei der Suppenküche könne übrigens jedermann essen und viele nutzten diese Gelegenheit, in Gesellschaft zu essen. Daraus seien schon etliche Freundschaften entstanden.

Christine Schramm stellte den Projektweg Galluskapelle des Hans Multscher-Gymnasium vor. Rosemarie Miller-Weber erinnerte sich dabei an die Diskussionen vor dem Bau ob diese Kapelle wirklich nötig sei. Rudi Dentler von der Heimatpflege unterstrich die Bedeutung der Kapelle in der heutigen Zeit, hochgerechnet aus den 2.500 Einträgen im Gästebuch besuchten alljährlich rund 25.000 Besucher die Kapelle.

Den größten Scheck erhielten Tobias Pearman und Susi Weber von der SZ Nothilfe. Dabei handelte es sich um eine Soforthilfe für die Familie eines wegen einer Gehirnblutung behinderten Kindes. Damit solle ein Teil der Kosten für den Einbau eines dringend benötigten Aufzuges übernommen werden.

Josef Wiest, Vorstand des Bezirksimkervereines Unterschwarzach und seine Vorstandskollegin Regina Schöllhorn präsentierten ihr Projekt eines Bienenlehrpfades, den der Verein anlässlich seines 75jährigen Bestehens gemeinsam mit dem Naturschutzzentrum Wurzacher Ried am Rande des Kurparkes in Bad Wurzach errichtet hatte. Wiest sagte: „Bienen sind ein wichtiger Baustein der Natur.“ Den klassischen Imker gebe nicht mehr, inzwischen würden Bienen quer durch alle Bevölkerungsschichten gezüchtet.“ Regina Schöllhorn verwies auf ein Schulprojekt, in dem derzeit Schüler der Werkrealschule das Gelände rund um den Lehrpfad „Bienen gerecht“ bepflanzten.

„Auf dem Land darf ruhig auch ein wenig Kultur aufblitzen“ sagte Wilhelm Schwarz als Vertreter der Kirchengemeinde und des Kirchenchores Gebrazhofen, die mit der Spende ihr Projekt „Schubert-Messe in G-Dur“ mitfinanzierten. In seiner Eigenschaft als Ortsheimatpfleger wies er auf die lange Tradition der Vereine in der Ortschaft hin, bei denen der Genossenschaftsgedanke schon sehr lange gepflegt werde.

Das besondere an der Lourdeskapelle Herbrazhofen strich Alfred Weitgasser in seiner Dankesrede heraus, deren Erhalt sich fast alle Einwohner der 100 Seelenortschaft auf die Fahnen geschrieben haben. Dieser Zusammenhalt für den Erhalt und die Renovierung der Kapelle, habe auch seine Durchlaucht und den Leutkircher OB Hans Jörg Henle beeindruckt.

Von den Aktivitäten des Freundeskreis Mooshausen e.V. berichtete die Vorsitzende des Vereines, Prof. Hanna-Barbara Gerl-Ferkovitz. Der Verein der sich um die vielschichtige Vergangenheit des alten Pfarrhauses in Mooshausen und seiner teilweise berühmt gewordenen Bewohner kümmert. Auch Rosemarie Miller-Weber bestätigte, wie sehr sie von diesem Haus beeindruckt sei, das 1989 vom damaligen Bischof Kasper als „einzigartiges bauliches und geistiges Dokument von großer Bedeutung für den Katholizismus“ in seinem Vorwort zu „Begegnungen in Mooshausen“ bezeichnet wurde.

Rudi Dentler, der den Scheck für die Heimatpflege Leutkirch für das Projekt eines Törchen beim Aufgang von St. Anna zur Wilhelmshöhe in Empfang nahm, berichtete von den jahrelangen Bemühungen, Ersatz für das filigrane barocke Tor, das nun restauriert und in Sicherheit im Garten des sogenannten Stadtschlosses steht, anzuschaffen. Jedes Mal wenn sein Blick zur Wilhelmshöhe hochgehe und er die leeren Pfeiler stehen sehe, werde er an dieses Vorhaben erinnert.

Für die VHS Leutkirch nahm der Leiter der Volkshochschule Leutkirch, Karl Anton Maucher den Spendenscheck aus dem Topf der Leutkircher Bank Kunst-Stiftung entgegen, mit dem die Stiftung talentierten Musikern die Teilnahme an der Sommerakademie ermöglicht, die sich diese Fortbildungsmöglichkeit sonst nicht leisten könnten. Es herrsche immer ein besonderes Flair in der Stadt, wenn die jungen Leute aus aller Welt mit ihren Geigen- und Cellokästen zu ihrem Proberäumen unterwegs seien. Zu zwei Konzerten, zur Eröffnung am 2. August werden die Professoren und zum Abschluss am 12. August die Studenten konzertieren, luden Maucher und Miller-Weber die Anwesenden und die Bevölkerung in die Festhalle ein.

Professor Dr. Manfred Thierer, scheidet nach 15 Jahren aus dem Kuratorium, das einmal im Jahr über die Vergabe der Stiftungsgelder entscheidet, aus Altersgründen aus. Diese Personalie gab Miller-Weber am Rande der Scheckübergabe bekannt und würdigte dessen Verdienste um die Stiftung. Ein Nachfolger stehe noch nicht fest.

 

Text und Bilder von Uli Gresser
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