17volleyball gebrazStuttgart/Gebrazhofen (as) – Die Volleyballer des SV Gebrazhofen traten am vergangenen Samstag zum Relegationsturnier zwischen der Landes- und Bezirksliga in Stuttgart-Botnang an. Fünf Mannschaften kämpften um zwei ausstehende Plätze für die Landesligen. Bild: Die Volleyballer des SV Gebrazhofen haben über den Landesliga-Klassenerhalt allen Grund zu jubeln: (v.l.n.r.) Andreas Schmid, Raphael Kroll, Thomas Thalheimer, Armin Bemetz, Manuel Menig, Jörg Kresser, Fabian Notz, Michael Pätzold.

 

An Weihnachten konnten die Herren des SV Gebrazhofen noch beruhigt auf die Tabelle schauen. Waren es zu dieser Zeit noch der fünfte Rang und ein gutes Punktepolster, das den SVG von den Abstiegs- beziehungsweise Relegationsplätzen trennte. Die gesamte Rückrunde verlief jedoch mehr als schlecht. War der Kader vor der Saison ohnehin dünn besetzt, musste das Trainerteam in den vergangenen Wochen immer wieder auf weitere Spieler verzichten. So kam es, dass die Mannschaft aus dem Allgäu in der Rückrunde nur zwei Siege verbuchen und keine weiteren Punkte gegen die anderen Mannschaften holen konnte. Oft scheiterten sie jedoch denkbar knapp. Letztlich rutschten die SVG-ler auf den Relegationsplatz ab und mussten zum Nachsitzen um den Klassenerhalt nach Botnang, wo der Teilnehmer der Landesliga Nord und drei Zweitplatzierte aus den Bezirksligen warteten. Darunter auch der Nachbar, die TG Bad Waldsee 2.

 

Genau diese waren in der Vorrunde der Gegner der Allgäuer, denen die Stärke des Gegners durchaus bekannt war. Von Anfang an merkte man auf beiden Seiten die Nervosität an, die sich durch die Wichtigkeit dieser Partie ergab an. Zwar setzten sich die Angreifer beider Teams meist schnell durch, jedoch fielen auch unnötige Bälle zu Boden, da einfach ein gewisse Unsicherheit herrschte. Gebrazhofen konnte sich dennoch im ersten Satz knapp gegen die Kurstädter durchsetzen (25:21).

Im zweiten Durchgang fanden nun beide Mannschaften zu ihrer Stabilität und ein sehenswerter Schlagabtausch mit teilweise sehr langen Ballwechseln entwickelte sich. Die Gebrazhofener schafften es aber auch hier die Oberhand zu behalten und führten nun mit 2:0 nach Sätzen (25:21).

 

Im Folgenden stellte die TG um und fand gegen nachlassende Gebrazhofener Mittel um den Satzanschluss herzustellen (19:25). Nun wachte Bad Waldsee vollends auf und trieb ihr Spiel noch weiter voran und die Partie wurde hitziger. Der Schiedsrichter beruhigte das Spiel, was in Anbetracht des Spielstandes (18:18) und dem Temperament der Spieler auch nötig war. Letztlich konnten die Gebrazhofener mit dieser Situation etwas besser umgehen und gewannen viele der wichtigen Punkte zum Satzende hin (25:21). Somit setzte sich der SVG knapp gegen die TG durch und zog mit einem 3:1 Sieg und gewonnenem Selbstvertrauen ins Finalspiel gegen den TSV Ellwangen ein, der souverän seine beiden Vorrundenspiele gewann.

 

Gebrazhofen hatte im Vorfeld etwas Zeit den Gegner zu beobachten und stellte schnell fest, dass es sich hierbei nicht um Laufkundschaft handelt, jedoch wusste man auch, dass man sich nicht verstecken musste. Aufmerksamkeit war geboten, denn es wurde auf nur zwei statt drei Gewinnsätze gespielt. Dabei kann ein Satzgewinn sehr viel bedeuten.

 

Es zeigte sich ein ähnliches Bild, wie im ersten Spiel. Starke Angriffe und sehenswerte Abwehraktionen gestalteten das Match. Es war auch ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum Stand von 20:19, ehe der SVG anzog und den Satzgewinn eintütete (25:21). In dieser Phase merkte man allen Spielern die Strapazen des Tages an, jedoch galt es noch einmal die Zähne zusammenzubeißen. Ein Wechsel brachte nochmals mehr Frische und Souveränität in die Allgäuer Reihen. Der TSV schien sich etwas aufgegeben zu haben und hatte dem nun sehr starken Spiel des SV Gebrazhofen nur mehr wenig entgegenzusetzen. Die Herren des SV Gebrazhofen siegten mit 2:0 (25:14) und konnten mit dem Gewinn des Relegationsturniers den damit feststehenden Klassenverbleib feiern. Somit schlägt der SV Gebrazhofen auch in der kommenden Saison in der Volleyball Landesliga auf.

 

 

Bericht: Thomas Thalheimer 

Foto: Jörg Kresser

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