Aitrach - Eines ist schon besonders erwähnenswert an der Filiale Aitrach der Kreissparkasse Ravensburg, die Filiale ist die weitest entfernte von der Hauptstelle in Ravensburg, nämlich ganze 59 Kilometer, und bildet so unter den Filialen auch das letzte Bollwerk des Landkreises Ravensburg gegen die angrenzende Kreissparkasse in Memmingen.

 

In gerade mal 22 Arbeitstagen, vom 19. Februar bis zum 20. März, wurde die Filiale in Aitrach von Grund auf modernisiert und das alles dank der hochmotivierten Mitarbeiter sogar bei laufendem Bankbetrieb. Es entstanden dabei neue und vor allem zeitgemäße Bedingungen, die im gleichen Maße den Kunden wie auch den Mitarbeitern gerecht werden sollen.

 

Dabei wurden ein Filial-Leiter Büro, zwei Berater-Zimmer und zwei moderne offen gestaltete Dialogtheken eingebaut. Die Kreissparkasse Ravensburg will auch hier ihrer gesellschaftlichen Rolle gerecht werden, deshalb wurde bei diesem Umbau insbesondere auf eine komplette Barrierefreiheit der Filiale geachtet, so hat man eine Rampe am Eingang angebaut, die Türen funktionieren jetzt automatisch, sie können per Knopfdruck geöffnet und geschlossen werden, und für Blinde und Sehbehinderte Kunden wurden spezielle Bodenindikatoren im Fußboden eingelassen, ebenfalls sind die Tische der Berater jetzt höhenverstellbar, damit sich jeder Kunde beim Gespräch auch garantiert wohlfühlt.

 

Um den neuesten energetischen Anforderungen gerecht zu werden, wurden die technischen Installationen erneuert und man hat die Beleuchtung der Filiale komplett auf energiesparende LED-Leuchten umgestellt. So waren am gesamten Umbau der Filiale mit insgesamt 147m² Grundfläche insgesamt 17 Firmen beteiligt, wobei hier besonders hervorzuheben ist, dass fünf der 17 Handwerksbetriebe sogar direkt aus Aitrach kamen.

 

Auch die Sicherheit der Angestellten wurde auf den aktuellsten Stand gebracht und dazu gibt es jetzt eine hochmoderne Schleuse für die Bargeldausgabe, hatte man doch vor Jahren schon einmal einen Überfall in dieser Filiale zu verzeichnen und hat deshalb darauf ein besonderes Augenmerk gelegt.

 

Für den immer wichtiger werdenden Kundenservice im SB-Bereich stehen jetzt ein moderner Geldautomat und ein zeitgemäßer Kontoauszugsdrucker zur Verfügung. Ein ansprechendes Ambiente, helle Farben, angenehmes Licht, eine moderne Möblierung, die neueste technische Ausstattung, gemütliche und vor allem diskrete Beraterplätze mit Wohlfühlatmosphäre und ein ebenso großzügiger und barrierefreier SB-Bereich, den man selbstverständlich auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten benutzen kann, zeichnen die neugestaltete Filiale der Kreissparkasse in Aitrach aus.

 

Am Dienstagabend war großer Auftrieb in der Filiale Aitrach der Kreissparkasse Ravensburg. Dr. Manfred Schöner war als Vertreter des Vorstands aus Ravensburg gekommen, ebenfalls waren drei Vertreter des Verwaltungsrats anwesend, um im Rahmen einer kleinen Feier die Neueröffnung der Filiale nach erfolgtem Umbau zu feiern.

 

Schöner wies zu Beginn darauf hin, dass es angesichts des sich stark verändernden Kundenverhaltens nicht selbstverständlich ist, dass eine Bank heutzutage noch in ihre Filialen investiert. Vieles wird zunehmend von zu Hause aus über das Internet gemacht oder der Kunde nutzt die Selbstbedienungsgeräte, dabei geht die Bedeutung der Filialen immer mehr zurück.

 

In Baden-Württemberg seien die Bankfilialen in den letzten Jahren schon um 20 Prozent zurückgegangen, auch die Kreissparkasse Ravensburg hätte deshalb schon diverse Filialen schließen müssen. Die Bedeutung der Filialen für den Zahlungsverkehr nimmt also rapide ab, dafür wird die Beratung der Kunden immer wichtiger. „Deshalb wird in den verbliebenen Filialen kräftig investiert“, so Dr. Schöner.

 

In die Filiale in Aitrach wurden jetzt 140.000 EURO investiert. Stolz berichtete Schöner, dass die Kreissparkasse seit 1906 in Aitrach eine Niederlassung habe und diese seit 1952 am jetzigen Geschäftssitz im Schwalweg 2 sei.

 

Die Tante der jetzigen Hausbesitzer, der Familie Merk, hatte damals sogar diese Filiale geführt. Dies ist jetzt seit 1979 und 1994 der dritte Umbau, „was auch nach betriebswirtschaftlichen Aspekten durchaus zu vertreten sei“, so Dr. Schöner.

 

Bei 2.500 Einwohnern habe die Kreissparkasse in Aitrach 1.600 Kunden, dies sei ein sehr guter Marktanteil. Mit 22 Mio. EURO Vermögen und 8 Mio. Krediten, also einem Geschäftsvolumen von 30 Mio. EURO sei dies auch ein hervorragendes Ergebnis für diese Filiale.

 

Andreas Wolf, der bisherige Filialleiter, hat in Aitrach im Jahre 1994 mit einem Geschäftsvolumen von 8 Mio. EURO angefangen, dies verdeutliche am besten das starke Wachstum. An diesem Abend hatte Andreas Wolf auch seinen letzten offiziellen Auftritt vor seiner Verabschiedung in den Ruhestand. Nach 24 Jahren Filialleitung in Aitrach und insgesamt 43 Jahren bei der Kreissparkasse hat er sich diesen auch redlich verdient.

 

Nachfolger wird Thomas Wild, bisher Filialleiter in Aichstetten. Künftig wird dieser beide Filialen, also Aitrach und Aichstetten, gleichzeitig als Filialleiter betreuen.

 

Obligatorisch bei jeder Eröffnung einer Filiale ist auch der kirchliche Segen, der an diesem Abend von Pfarrer Ernst-Christof Geil vorgenommen wurde. Nach Gebet, Fürbitten und der Segnung der neuen Räume mit Weihwasser appellierte Pfarrer Geil dafür, „mit Geld nicht nur nach der Rendite zu schauen, sondern sich auch bewusst zu werden, dass man mit Geld auch Verantwortung trage“.

 

Aitrachs Bürgermeister Thomas Kellenberger dankte dann in seinem Grußwort der Kreissparkasse für die zukunftsträchtige Investition in Aitrach und lobte es, dass die Kreissparkasse mit ihrer Umsetzung der Barrierefreiheit auch ganz ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werde. Dazu dankte er der Bank auch als fleißigen Gewerbesteuerzahler, durch den sehr viele Investitionen in der Gemeinde erst möglich gemacht werden.

 

Der scheidende Filialleiter Andreas Wolf bedankte sich schließlich bei den anwesenden Handwerkern für ihre hervorragende Kooperation, ohne die eine so kurze Umbauzeit nicht hätte realisiert werden können und wünschte seinem Nachfolger Thomas Wild viel Glück bei seiner neuen Aufgabe.

 

Text und Bilder derWALDSEEer Oliver Hofmann

 

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