vs578Aichstetten - Zu einer Diskussion über die Bildungspolitik und die Zukunft der Werkrealschulen in Baden-Württemberg hat die CDU Aichstetten den Landtagsabgeordneten Paul Locherer sowie den CDU-Kandidaten für die Landtagswahl im Wahlkreis Wangen-Illertal, Raimund Haser, eingeladen. Besonders stand dabei die Zukunft der Grund- und Werkrealschule in Aichstetten im Mittelpunkt der Diskussion, bei der die beiden Bürgermeister von Aichstetten und Aitrach, Dietmar Lohmiller und Thomas Kellenberger, Gemeinderäte, Rektor Tobias Tunk mit Lehrerinnen und Lehrern, Elternvertretern sowie Vertreter der CDU Aichstetten teilnahmen. Bild von links: Bürgermeister Kellenberger aus Aitrach, MdL Paul Locherer, Rektor Tunk sowie Frau Pritzl, Rektorin der Grundschule Aitrach.

 

Wie bereits berichtet, hat die Schule in diesem Schuljahr das zweite Jahr hintereinander weniger als 16 Schüler in der Eingangsklasse fünf, was bedeutet, dass es nach dem Gesetz über regionale Schulentwicklung keine neuen Eingangsklassen geben wird.

Paul Locherer sprach sich dafür aus, dass es im ländlichen Raum möglich sein müsse, auch kleinere Klassen zu erhalten. Die Schule habe nicht nur einen Bildungsauftrag, sondern sei für eine Gemeinde auch eine wichtige soziale Einrichtung, so CDU-Kandidat Raimund Haser. Die Unsicherheit bei den Eltern, wie es weitergeht, müsse beendet werden. Es wurde erörtert, welche Chancen bestehen, sich weiterzuentwickeln und warum das Angebot nicht ausreichend wahrgenommen wird. Dabei sprach Rektor Tunk das Problem der Akzeptanz in der Bevölkerung an, obwohl die Schüler alle Möglichkeiten haben, nach dem Hauptschul-abschluss noch höhere Abschlüsse zu erwerben. Langfristig werde es auf ein zweigliedriges Schulsystem mit einem mittleren Bildungsabschluss und dem Gymnasium hinauslaufen, meinten die beiden Bürgermeister Kellenberger und Lohmiller. Doch bis dahin wollen sich Paul Locherer und Raimund Haser dafür einsetzen, Lösungen zu finden, dass Ausnahmen für den ländlichen Raum zugelassen und längere Fristen für die Schulen gewährt werden, um Konzepte für eine Erhöhung der Schülerzahlen erarbeiten zu können. Rektor Tunk sagte, dass er von Seiten des Schulamtes keine Aussagen zur Zukunft seiner Schule habe.

CDU-Ortsvorsitzender Josef Gretzinger bedankte sich bei allen Teilnehmern für die Diskussion und der Klasse 8 für die Bewirtung mit Kaffee und Kuchen. Es wurden wichtige Argumente für den Erhalt der Werkrealschulen erörtert und dass es eine Zukunft für die Werkrealschule Aichstetten geben könne, wenn die Politik die richtigen Weichen stelle. Das haben sowohl MdL Locherer als auch CDU-Kandidat Haser in der Diskussion zum Ausdruck gebracht.

Text von Josef Gretzinger

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