Immenried - Die Erwartungen waren hoch an des erste Konzert des Immenchores in der Heimat seit vielen Jahren. Der auf inzwischen 47 Sängerinnen angewachsene „Bienenkorb“ erfüllte diese Erwartungen in der restlos gefüllten Turn- und Festhalle in Immenried – es musste aus Sicherheitsgründen sogar Einlasskontrollen gemacht werden – sondern übertraf diese bei weitem.

Der Anlass zur Gründung des Immenchores vor über 15 Jahren war ein sehr trauriger: ein Mitglied der Landjugend war mit dem tödlich verunglückt. Zum Jahrestag hatten dessen Eltern die Landjugend gebeten, bei der Messe einen musikalischen Beitrag zu leisten. Da sich die Jungs das nicht zutrauten, hatten sich kurzerhand acht weibliche Landjugendmitglieder dazu bereit erklärt, der Immenchor war geboren. Mit „Amoi seg´n ma uns wieder“ von Andreas Gabalier erinnerten die Immen sich an ihre Anfänge.

Nach einigen Auftritten bei Hochzeiten wurde der Zulauf immer größer, nicht nur aus Immenried kommen die Sängerinnen inzwischen, sondern aus Arnach, Dietmanns, Kisslegg, Bergatreute, ja sogar bis aus Kempten nahm eine Imme den Weg zu den Proben für dieses Konzert auf sich, auf das sich der Chor unter der Leitung von Bettina Ohlinger und Simone Haußmann fast ein Jahr intensiv vorbereitete.

Neben Ortsvorsteher Martin Müller, Kissleggs Bürgermeister Dieter Krattenmacher und dem Landtagsabgeordneten Raimund Haser, ließ sich auch Klaus Kienzler, der Vorstand des Schwäbischen Chorverbandes, bei dem der Immenchor seit etwa einem halben Jahr Mitglied ist, das Konzerthighlight nicht entgehen.

Verstärkt durch Ingrid Menig am Klavier, Florian Sauter am Cajon und Wolfram Högerle am Kontrabass stiegen die Immen mit den Sportsfreunden Stiller mit ihrem entspannt lockeren „Nette Begegnung“ und „Das Geschenk“ in das Konzert ein.

Mit den von SWR 3 bekannten Live-Lyrics stiegen die Immen in das in verschiedenen Cover-Versionen bekannte „Love is all around“ ein, ebenso wie später beim ergreifenenden „You raise me up“. Auch „Wunder geschehen“ von Nena hat einen ähnlich traurigen Hintergrund wie die Gründung des Immenchores: Nena erinnert damit an den Tod ihres 11 Monate alten Sohnes.

Aber die Immen hatten an diesem Abend nicht nur traurige Lieder im Repertoire: Mit „Marry You“ hatten sie per Flashmop vor zwei Jahren einen außergewöhnlichen Heiratsantrag unterstützt, auch die damalige Braut war an diesem Abend in  Festhalle dabei. Oder „Ex´s and Oh´s“ die muntere Geschichte über eine Frau die sich nicht für einen Mann entscheiden kann...

Neben den Gesangsstücken hatten die Immen aber noch mehr zu bieten: Wunderschöne Instrumentals etwa „Forrest Gump“ und „The river flows in you“ bei denen die beiden Flötistinnen (natürlich aus den eigenen Reihen) Angie Hirschle und Bettina Öhlinger ihre Virtuosität beweisen konnten. Weitere Instrumentalistinnen waren im Laufe des Konzertes Simone Haußmann und Gitti Hierlemann an der Gitarre, Sabine Brauchle am Glockenspiel und Susi Gieler am Saxophon.

Mit ihrer Hymne „Immenland“, bei der „Westerland“ von den Ärzten die Musik lieferte, wollten sich die Sängerinnen eigentlich von ihrem Publikum verabschieden, doch  da hatten sie die Rechnung ohne ihre begeisterten Fans gemacht. Zwei Zugaben mussten es dann doch sein.

Die Aufgeregtheit vor diesem Konzert war verständlich, stachelte die Immen aber zu Höchstleistungen an. Fazit: Der Immenchor darf sich nach dieser Vorstellung als einer der besten Chöre im weiten Umkreis betrachten, nicht zuletzt weil an diesem Abend einfach alles passte: Die tollen Stimmen, die einfühlsamen Texte von den beiden Ansagerinnen Christine Oberhofer und Renate Högerle, die Liedauswahl und natürlich die Begeisterung des Publikums.

 

 

Text und Bilder von Ulrich Gresser 

 

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