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Oberschwaben/Allgäu - „Tourismus ist in Oberschwaben und im Württembergischen Allgäu ein wichtiger Wirtschaftszweig mit Wachstumspotenzial." Das ist das Fazit einer aktuellen Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif e. V.) an der Universität München, die gemeinsam von der Oberschwaben-Tourismus GmbH (OTG), der IHK Bodensee-Oberschwaben und der IHK Ulm in Auftrag gegeben wurde. Bild: Präsentieren die Ergebnisse der aktuellen dwif-Studie: OTG-Geschäftsführerin Daniela Leipelt, dwif-Vorstand Dr. Bernhard Harrer, die Vorsitzende der OTG-Gesellschafterversammlung Eva-Maria Meschenmoser und IHK-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Peter Jany (von links). Foto: wortschatz

 

dwif-Vorstand Dr. Bernhard Harrer stellte die Ergebnisse der Studie im Rahmen einer Informationsveranstaltung in den Räumen der IHK Bodensee-Oberschwaben in Weingarten erstmals vor. Gegenstand der Studie waren die Ermittlung der Übernachtungs- und Tagesgäste inklusive der Privatvermietungen sowie der Ausgaben für Übernachtung, Aktivitäten, Einkäufe und Verpflegung.

Danach kommt die Region Oberschwaben/Württembergisches Allgäu auf rund 2,72 Millionen Übernachtungen in gewerblichen Betrieben, Privatvermietern sowie Reisemobilstellplätze und Camping pro Jahr mit einem Umsatzvolumen von 404,2 Millionen Euro. Reichlich Umsatz (315,5 Millionen Euro) generieren indes auch die rund 13,9 Millionen Tagesgäste, die in der Region pro Jahr Ausflüge und sonstige Freizeitaktivitäten unternehmen, ohne hier zu übernachten. Aus den genannten Umsätzen resultieren Einkommenseffekte von 368,2 Millionen Euro, das Steueraufkommen (Mehrwertsteuer und Einkommenssteuer) bezifferte Harrer auf rund 68,1 Millionen Euro. Insgesamt gaben laut der Studie die Tagestouristen pro Kopf und Tag durchschnittlich 22,70 Euro aus. Bei den Übernachtungsgästen in gewerblichen Betrieben liegen die Tagesausgaben bei durchschnittlich 129,80 Euro pro Tag.

 

Viele Unternehmen profitieren

„Von dieser florierenden Tourismuswirtschaft profitieren neben dem Gastgewerbe auch viele Einzelhandels- und Handwerksbetriebe, lokale und regionale Verkehrsträger, aber auch eine große Zahl der Dienstleistungsbetriebe", sagte Dr. Bernhard Harrer. „Diese Verflechtungen müssen noch stärker kommuniziert werden, denn der Tourismus bringt Profit für sehr viele Unternehmen, das ist in kaum einer anderen Branche der Fall", betonte der Experte. Vor diesem Hintergrund lohne sich auch ein Blick auf den so genannten privaten „Sofa-Tourismus", den Harrer zusätzlich zu den gewerblichen Übernachtungen auf rund zwei Millionen Übernachtungen kalkulierte.

Harrers Fazit ist eindeutig: „Nehmen Sie sich den Bedürfnissen der Tagestouristen an, das Potenzial ist riesig, hier lassen sich Massen bewegen", riet er den Touristikern und gab ihnen auch gleich ein paar Ratschläge mit auf den Weg: professionelle Betriebsführung, konsequente Zielgruppenorientierung, optimierte Ladenöffnungszeiten, ansprechende Produkte, angemessene Preispolitik, regelmäßige Qualitätsoffensiven. „Suchen Sie Kooperationspartner, um gemeinsam attraktive Angebotspakete zu schnüren und nutzen Sie die Kooperationsangebote der OTG für eine effektive Vermarktung der Gesamtregion", forderte Harrer zum Ende seines Vortrags.

„Mit der neuen dwif-Studie liegen der OTG, den IHKs sowie allen Tourismusakteuren wieder aktuelle und robuste Zahlen zum ökonomischen Stellenwert des Tourismus in der Region OberschwabenAllgäu vor", resümierte OTG-Geschäftsführerin Daniela Leipelt. Diese Zahlen seien wichtige Arbeitsrundlagen, um neue Konzepte, Infrastrukturmaßnahmen und Investitionen im Bereich des Tourismus fundiert begründen zu können.

INFO: Die detaillierten Zahlen der Studie können Sie der beigefügten PDF entnehmen. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.oberschwaben-tourismus.de und www.dwif.de

 

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„Der Tourismus bringt Profit für sehr viele Unternehmen": Dr. Bernhard Harrer bei der Präsentation der aktuellen dwif-Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus im Reisegebiet Oberschwaben und Württembergisches Allgäu". Foto: wortschatz

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