vr1Landkreis Ravensburg - Der Online-Einkauf soll einfach, bequem und sicher sein – gerade was das Bezahlen anbelangt. Genau für diese Wünsche haben die Genossenschaftsbanken, Sparkassen sowie die Privatbanken in Deutschland das Online-Bezahlverfahren paydirekt auf den Weg gebracht. Derzeit gehen die 14 Genossenschaftsbanken, die in der Region Sigmaringen-Bodensee-Ravensburg zur BZV zusammengeschlossen sind, mit dem neuen Online-Bezahlverfahren an den Start. Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken können den Service seit dem 12. November nutzen.

 

„Für viele unserer Kunden ist es wichtig, dass paydirekt ein Service ihrer Volksbank ist, und nicht ein weiterer Drittanbieter Daten erhält, die ihn nichts angehen“, sagt Franz Schmid, Vorstandsvorsitzender der BZV. „Die Kontodaten bleiben bei der Bank, paydirekt läuft auf deutschen Servern. Letztlich übertragen wir das Bankgeheimnis damit auf Internet-Bezahldienste.“ Bisherige Internet-Bezahldienste operieren in der Regel weit entfernt von deutschen Rechtauffassungen, Gerichten und Gesetzen. Sie unterliegen auch nicht der deutschen Bankenaufsicht. „International ist so gut wie nichts geregelt“, sagt Schmid. So ist bei Drittanbietern zum Beispiel nicht immer klar, was mit den Bestelldaten, sprich den Warenkorbinformationen, passiert. „Kauft jemand zum Beispiel einen Fußball im Internet und bezahlt über einen bisherigen Onlinebezahldienst, ist in der Regel nicht gewährleistet, dass diese Information nicht an Dritte – zum Beispiel an andere Anbieter von Sportartikeln – verkauft werden dürfen. Ein Blick in die Nutzungsbedingungen zeigt aber oft, dass genau das passieren kann“, so Schmid. „Denn Informationen sind der neue Rohstoff des 21. Jahrhunderts.“

Das Konkurrenzmodell paydirekt ist dagegen bankenbasiert. Die Daten unterliegen denselben Datenschutzbestimmungen wie die Banken selbst. Kunden nutzen paydirekt kostenlos und dazu noch äußerst sicher, weil die Zahlung rein technisch als Bankeinzug erfolgt. Ebenfalls genießen Kunden einen umfangreichen Käuferschutz. Sollte die bestellte Ware nicht geliefert werden, übernimmt der Reklamationsservice von paydirekt die Kontaktaufnahme mit dem Händler. Kann z.B. der Versand der Ware nicht nachgewiesen werden, erhält der Kunde umgehend sein Geld zurück.

Einziger Haken: paydirekt muss wachsen, sprich: Die Banken arbeiten daran, Händler und Unternehmen zu finden, die das neue Bezahlsystem akzeptieren. „Da sind wir mit Nachdruck dran“, sagt Schmid. „Große Online-Häuser haben bereits unterschrieben, spätestens ab Januar 2016 werden wir auch Unternehmen in der Region ansprechen.“ Privatkunden, die das neue Bezahlsystem testen wollen, können sich indes heute schon bei paydirekt anmelden.

„Wir sind davon überzeugt, dass sich paydirekt sowohl bei den Händlern als auch bei den Kunden schnell etablieren wird“, sagt Schmid. Als positives Beispiel können hier die Niederlande und Großbritannien dienen: Auch dort sind die nationalen Banken mit einem eigenen Bezahlsystem an den Start gegangen – und haben mittlerweile paypal als Marktführer abgelöst.

Pressemitteilung Volks- und Raiffeisenbanken in der Region Ravensburg - Sigmaringen - Bodensee

 

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