13towerRavensburg - Die Ravensburg Towerstars stehen im Finale der DEL2 Playoffs. In einem in vielen Phasen dramatischen und ausgeglichenen Spiel setzte sich das Team von Trainer Rich Chernomaz mit 2:1 n.V. durch und errang damit den vierten Sieg über Kaufbeuren. Gefeierter Held war Olivier Hinse, der beide Treffer erzielte.

 

Die Vorzeichen für das 5. Duell waren klar definiert: Den Towerstars fehlte noch ein Sieg zum Einzug ins Finale, Kaufbeuren musste gewinnen um die Sommerpause abzuwenden. Beide Teams hängen sich in ihre jeweiligen Ambitionen auch von Beginn an mächtig ein. Das Spielgeschehen war vollkommen ausgeglichen, schnell vorgetragene Angriffe und viel Arbeit für beide Torhüter boten beste Eishockeyunterhaltung in der restlos ausverkauften CHG Arena.


Treffer fielen im ersten Abschnitt allerdings keine, Kaufbeuren ging lediglich mit einem minimalen Plus an Torschüssen in die erste Pause. Der Unterschied resultierte vor allem aus einer Strafzeit gegen Daniel Pfaffengut in der 6. Minute. Hier zeigten die Gäste ein starkes Powerplay, fanden am gut aufgelegten Jonas Langmann im Ravensburger Tor allerdings kein Vorbei.


Der zweite Spielabschnitt ging dann ganz klar an die Towerstars. Mit offensichtlich ausgebener Taktik, das Tempo schon beim Spielaufbau hoch zu halten, ließen die Towerstars einen Angriff nach dem anderen auf das Kaufbeurer Tor rollen. Auch die Kombinationen in der gegnerischen Zone wussten zu gefallen, es fehlte allerdings die letzte Konsequenz im Abschluss. Nicht viel fehlte beispielsweise in der 23. und 24. Minute bei Vincenz Mayer sowie bei Mathieu Pompei.


In der 28. Minute hatte Robin Just die Führung vor Augen, als er frei vor den ESVK-Torhüter auftauchte, Stefan Vajs aber stark parierte. Kaufbeurens wirklich hochkarätige Möglichkeiten beschränkten sich auf eine numerische Überzahl ab der 31. Minute, wobei bei einem Break auch Robbie Czarnik durchaus einen Treffer auf dem Schläger hatte. Bis zur 35. Spielminute mussten die Ravensburger Zuschauer warten, dann endlich war die Führung perfekt. Jakub Svoboda scheiterte zunächst mit einem Schuss aus halblinker Position, den Abpraller bugsierte Olivier Hinse mit der Schlägerspitze über die Linie. Die Angelegenheit war so knapp, dass die Unparteiischen den Videobeweis konsultierten. Der Puck hatte aber tatsächlich die Torlinie in vollem Umfang überschritten, der Treffer zählte.


Der Schlussabschnitt war an Dramatik kaum zu überbieten. Die Towerstars legten sofort ein hohes Tempo vor, doch Kaufbeuren rackerte sich in die Partie zurück und kam ebenfalls zu guten Möglichkeiten. In der der 45. Minute war es dann auch passiert. Die erste Chance von Oppolzer konnte Jonas Langmann noch parieren, doch den frei im Torraum liegenden Puck drückte Florian Thomas zum 1:1 Ausgleich über die Linie. Beide Teams kämpften danach verbissen um den nächsten Treffer, der fiel in der regulären Spielzeit aber nicht mehr.


Nach 15 Minuten Pause samt Eisbereitung war das Knistern in der CHG Arena mehr als deutlich zu spüren. Im fünften Spiel war es die dritte Verlängerung, allerdings dauerte diese nur 2 Minuten und 47 Sekunden. Nach einem Klärungsversuch des ESVK über die rechte Glasumrandung prallte die Scheibe auf Höhe der Mittellinie kurios ab und direkt in den Lauf von Olivier Hinse. Der hatte zentral freie Bahn, machte vor dem Tor noch zwei Körpertäuschungen und schob nach Umspielung von Vajs die Scheibe trocken zur Entscheidung ein. Sekundenbruchteile später entluden sich sämtliche Emotionen des gesamten Teams und nicht zuletzt auf den Rängen der CHG Arena.


Die Towerstars stehen damit im Finale der DEL2, dort wartete Frankfurt bereits als Gegner. Start der „best-of-seven“ Serie ist am Gründonnerstag, 18. April in Frankfurt, am Karsamstag dürfen sich die Eishockeyfans in Oberschwaben auf das erste Final-Heimspiel freuen.




Presseinformation und Bild Ravensburg Tower Stars Frank Enderle


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