20towerRavensburg - Die Ravensburg Towerstars haben am Freitagabend in Bad Tölz mit 4:3 nach Verlängerung gewonnen. Die gastgebenden Löwen erwiesen sich als der erwartet schwere Gegner, dem nach einem zwischenzeitlichen 1:3 kurz vor Schluss noch der Ausgleich gelang.



Die Towerstars hatten einen vielversprechenden Start ins Spiel. Nachdem in der zweiten Minute David Zucker eine scharfe Hereingabe von Vincenz Mayer knapp verpasste, machte Justin Buzzeo nach rund vier Minuten das 0:1. Das Team von Trainer Jiri Ehrenberger war zu diesem Zeitpunkt in numerischer Überzahl und der kanadische Stürmer hatte bei seinem platzierten Handgelenkschuss ins linke Eck viel Zeit um Maß zu nehmen. Mit aggressivem Vorchecking setzten die Oberschwaben ihren Gegner auch danach unter Druck. In der 9. Minute war die erste Sturmreihe auf dem Eis, einen Querpass von Brian Roloff nahm Carter Proft direkt ab und die Towerstars lagen mit zwei Treffern in Front.


Danach kamen die Gastgeber doch etwas besser in Rhythmus, bedingt durch eine Strafzeit gegen Robin Just in der 11. Spielminute bekam dann auch Towerstars Torhüter Jonas Langmann deutlich mehr Arbeit. Dieser hielt seinen Kasten bis zur 19. Minute sauber, doch dann konnte die Ravensburger Defensive Denis Rodmann nicht stoppen und der Puck schlug im rechten Winkel ein. Die Hauptschiedsrichter zogen zwar den Videobeweis zu Rate, doch der Treffer zählte. Sekunden vor der Pause hatten Brian Roloff und Daniel Pfaffengut den dritten Treffer auf dem Schläger, sie konnten die jeweils vor dem Tor freiliegenden
Scheiben aber nicht über die Linie drücken. So blieb es bis zur ersten Pause bei der knappen, aber verdienten Führung für die Towerstars.


Im zweiten Spielabschnitt war die Partie bei den Spielanteilen zunächst vollkommen ausgeglichen, die Gastgeber zeigten aber doch etwas mehr Zug zum Tor. So richtig in Gefahr war die Führung, als Martin Kokes in der 30. Minute wegen Haltens auf die Strafbank musste und im fälligen Powerplay dann Philipp Schlager den Puck aus der Drehung am leeren Tor vorbeischob. Ab der zweiten Hälfte des Mitteldrittels hingen die Towerstars dann sichtlich in den Seilen, schon beim Spielaufbau kamen die Pässe zu durchsichtig. Genau in der größten Druckphase der Gastgeber hatten die Towerstars dann die richtige Antwort parat. Nach einem Puckverlust der Bad Tölzer hinter dem eigenen Tor kam der Pass präzise
auf Carter Proft, der zum 1:3 einnetzte.


Dass die Tölzer Löwen mit viel Tempo zum Schlussabschnitt aus der Kabine kamen, überraschte freilich nicht. Die Towerstars hielten aber mit einer soliden Defensive dagegen und lauerten auf Konter. Ein solcher hätte in der 44. Minute auch das 1:4 bedeuten können. Die erste Sturmreihe fuhr ein 3-1 Break, der finale Pass von Carter Proft versprang allerdings. Mehr Erfolg hatten die Löwen dann eineinhalb Minuten später. Johannes Sedlmayr zog vom linken Bullykreis ab und der noch abgefälschte Puck schlug unhaltbar für Jonas Langmann zum 2:3 Anschlusstreffer ein.


Es sollten also noch einmal lange 14 Minuten werden, aber die Towerstars steckten den Gegentreffer gut weg. Sie erarbeiteten sich fortan auch wieder mehr Tormöglichkeiten. Die Vorentscheidung vor Augen hatten die Oberschwaben, als die Löwen in der 52. Minute eine Strafe kassierten. Das Powerplay blieb diesmal aber ohne Torerfolg.


Die Schlussphase brach an, knapp zwei Minuten waren noch zu spielen und es kam zu einem Bully vor dem Ravensburger Tor. Löwen Trainer Rich Boehm zog seine Auszeit und ließ seinen Torhüter gleich auf der Bank. Dieses Risiko wurde belohnt, denn nach nur wenigen Pässen war es auch passiert. Der Puck lag frei vor dem Ravensburger Torraum und Philipp Schlager staubte zum 3:3 Ausgleich ab.


Es ging in die Verlängerung und hier kam es bereits nach 18 Sekunden zu einer Schlüsselszene. Wegen Stockhaltens musste Justin Buzzeo auf die Strafbank, der Zusatzpunkt war also in höchster Gefahr. Doch mit viel Kampf und Moral und einem starken Jonas Langmann zwischen den Pfosten überstanden die Towerstars die zwei Minuten schadlos. Justin Buzzeo leitete von der Strafbank kommend einen Angriff ein und tankte sich sehenswert durch die komplette Tölzer Hintermannschaft. Zwar gab es für ihn keine Schussmöglichkeit, doch letztlich kam der Puck zu Kilian Keller, der von der gegnerischen Hintermannschaft vollkommen vor dem Tor vergessen wurde. Im direkten Duell gegen Mikko Rämö blieb der Ravensburger Verteidiger nervenstarker Sieger und sicherte seinem Team den wichtigen Zusatzpunkt.


Dank des Auswärtssieges konnten die Towerstars an Dresden vorbeiziehen und stehen damit wieder in der direkten Play-off Zone. Einen Tag können die Towerstars jetzt durchschnaufen, dann wird am Sonntagabend der ESV Kaufbeuren zu Gast sein. Der Tabellenfünfte hat am Freitagabend sein Heimspiel gegen den Zweiten SC Riessersee überdeutlich mit 6:1 gewonnen. Schon zuvor warteten die Allgäuer mit einem starken Lauf auf, unter anderem gelang ihnen in Frankfurt ein 6:1 Auswärtssieg, zwei Tage später schickten sie Tabellenführer Bietigheim mit 4:1 auf die Heimreise. Die Towerstars müssen sich also auf einen Derby-Gegner einstellen, der mit breiter Brust anreist.


Spielbeginn ist um 18.30 Uhr, Tickets gibt es im Vorverkauf im Fanshop in der Marktstraße, allen VVK-Partnern von Reservix oder als print@home unter www.reservix.de . Am Spieltag öffnen die Abendkassen um 17.00 Uhr.


Tölzer Löwen - Ravensburg Towerstars 3:4 n.V. 0:1 04:16 Buzzeo (Kruminsch , Proft, 5:4), 0:2 08:04 Proft (Schwamberger, Roloff), 1:2 18:12 Rodman, 1:3 37:00 Proft (Roloff , Schwamberger), 2:3 45:39
Sedlmayr (Frank, Schwarz), 3:3 58:17 Schlager (Rodman , Kolacny) 3:4 62:59 Keller (Buzzeo, Zucker)
Strafminuten: Bad Tölz 4, Towerstars 4. Zuschauer: 1599



Pressemitteilung und Bild Ravensburg Towerstars F.Enderle


 

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