04 HPTowerstarsKassel03Jan1Ravensburg - Die Ravensburg Towerstars sind am Mittwochabend vor fast 3000 Zuschauern erfolgreich ins neue Jahr gestartet. Zwar schrumpfte ein zwischenzeitlicher 4:1 Vorsprung noch einmal zusammen, doch am Ende kämpften die Towerstars wie die Löwen um die drei verdienten und äußerst wichtigen Punkte.



Dass die Ravensburg Towerstars wie schon in den vorangegangenen Spielen gerade mal drei komplette Reihen zusammenkratzen konnten, daran hatten sich die Zuschauer in der Ravensburger Eissporthalle gewohnt. Überrascht dürften sie aber vom äußerst selbstbewussten Start der Towerstars gewesen sein. Schon in ihren ersten Wechseln nahmen die Ravensburger Sturmreihen das gegnerische Tor mächtig unter Beschuss, nach dreieinhalb Minuten lagen die Gastgeber mit 1:0 in Führung.


Robin Just bekam den Aufbaupass von Kilian Keller an die Mittellinie gespielt und da sich die Huskies Defensive nicht wirklich einig war, kurvte der Ravensburger Stürmer kurzerhand alleine in Richtung gegnerisches Tor. So hatten sich die Gäste den Start in das Spiel offensichtlich nicht vorgestellt, überraschenderweise reagierten sie mit einer Fülle an Strafzeiten. Dreimal blieb das Powerplay der Towerstars erfolglos, im vierten Anlauf vollendete dann aber Daniel Pfaffengut am linken Posten mit der Direktabnahme zum 2:0. Eineinhalb Minuten später machten die Gäste aus Kassel allerdings sofort den Anschlusstreffer. Thomas Merl bekam den Puck aus der Rundung angespielt und fackelte nicht lange. Bereits zuvor hatten die Huskies einige hochkarätige Möglichkeiten, die Jonas Langmann im Towerstars Gehäuse allerdings mit starken Reaktionen entschärfen konnte.


Im zweiten Abschnitt waren die Verhältnisse weitgehend unverändert, auch wenn bei beiden Mannschaften die Fehlerquote in allen Spielfeldzonen doch etwas zunahm. Die Towerstars entschädigten ihr Publikum für den einen oder anderen Fehlpass mit viel Engagement in den Zweikämpfen und schnellen Kontern. In der 28. Minute musste Kassels Marco Müller ein Notfoul ziehen, das fällige Powerplay nutzten die Oberschwaben nach 48 Sekunden zum 3:1 aus. David Zucker hielt vor dem Torraum die Schlägerkelle in den Schlagschuss von Vincenz Mayer, der Puck war für Mirko Pantkowski nicht zu halten. Anders verhielt sich das allerdings beim 4:1 drei Minuten vor der zweiten Pause. Einen vermeintlich harmlosen Schlenzer von Arturs Kruminsch in Richtung Tor warf sich der Huskies Torhüter höchst unglücklich selbst über die Schulter.


Zum Schlussabschnitt setzte Gäste-Trainer Rico Rossi ein klares Zeichen und beorderte jetzt seinen zweiten Torhüter Markus Keller zwischen die Pfosten. Zudem wurde hohes Tempo vorgegeben, das die personell dezimierten Towerstars aus physischer Sicht natürlich vor eine Herausforderung stellte. Nach nur 67 Sekunden staubte Ex-Towerstars Stürmer Adriano Carciola zum 4:2 ab. Damit war klar, dass die Punkte für die Towerstars in diesem Spiel noch lange nicht in trockenen Tüchern waren. Die Towerstars bissen und rackerten, doch Kassel legte nach. Nur zweieinhalb Minuten später wurde das Bully verloren, sowohl Vincenz Mayer als auch Jonas Langmann rutschten nach der Körpertäuschung von Jens Meilleur ins Leere und der Kassler Topstürmer musste das Spielgerät nur noch ins leere Tor schieben.


Der Vorsprung war auf einen Treffer zusammengeschmolzen und noch waren über 16 Minuten zu spielen, das sorgte doch für ein ungutes Gefühl auf der Ravensburger Bank und den Zuschauerrängen. Die Towerstars Fans spürten, dass ihr Team in arger Bedrängnis war und machten wieder Stimmung. Das zeigte Wirkung, denn das Team von Trainer Jiri Ehrenberger erkämpfte sich wieder mehr Spielanteile und kam zu guten Chancen. Als Kucheida in der 51. Minute wegen eines rustikalen Bandenchecks auf die Strafbank verbannt wurde, erhöhte Towerstars Kapitän Vincenz Mayer viel umjubelt auf 5:3. Der Treffer war quasi eine Kopie des Treffers zum 3:1.


Doch auch jetzt war der Sieg noch nicht in trockenen Tüchern. Eineinhalb Minuten nach dem fünften Towerstars-Treffer legte Evan McGrath mit gutem Auge zurück, damit musste Jens Meilleur nur noch zum 5:4 einschieben. Für die letzten sieben Minuten war also ordentlich Dramatik angesagt. Doch wie schon in den Begegnungen zuvor mobilisierten die Towerstars in der Schlussphase alle Kräfte, sie warfen sich aufopferungsvoll in die Schüsse und als die Gäste mit der Herausnahme des Torhüters zugunsten eines sechsten Feldspielers volles Risiko gingen, waren sie sogar näher am nächsten Treffer als der Gegner.
Mit diesem ersten Sieg des neuen Jahres 2018 konnten die Towerstars den sechsten Platz erfolgreich verteidigen.


1:0 03:25 Just (Keller), 2:0 16:37 Pfaffengut (5:4), 2:1 18:08 Merl (Della Rovere, Carciola), 3:1 28:12 Zucker (Sturm , Mayer, 5:4), 4:1 37:09 Kruminsch (Proft , Schwamberger), 4:2 41:07 Carciola (McGrath , Wisniewski, 5:4), 4:3 43:26 Meilleur (McGrath ), 5:3 51:26 Mayer (Pompei, Just), 5:4 53:09 Meilleur (McGrath ,Wisniewski), Strafminuten: Ravensburg 4 , Kassel 14, Zuschauer 2975.





Bericht Ravensburg Tower Stars Frank Enderle Bild Kim Enderle

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to Twitter