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Schweinhausen/Hochdorf/Dietmanns - Es war ein ganz besonderes Konzert, das die beiden Musikvereine auf die kleine Bühne in der Gemeindehalle von Schweinhausen brachten. In dem Nachbardorf Hochdorf´s aus dem Grund, weil die Halle in Hochdorf gerade für das 100jährige Jubiläum des Musikvereines im nächsten Jahr renoviert wird. Die Hochdorfer Musikanten werden zu diesem Anlass das Biberacher Kreismusikfest ausrichten, für dessen Wertungsspiel der Dietmannser Vorstand Markus Riss bereits die Anmeldung mitbrachte. Im Bild: Die Dietmannser „Olympioniken“ vor der Eröffnungsfanfare

 

 

 

Wie das Konzert zustande gekommen war, erklärten die beiden Ansagerinnen des MV Dietmanns, Alina und Isabell Jäger, nämlich auf dem kurzen Dienstweg per e-mail zwischen den beiden Dirigenten Matthias Hänle und Florian Renz. Heber war von einem Hochdorfer zu Ohren gekommen, wie phantastisch das Jahreskonzert der Dietmannser, vor allem wegen der vielen Trommler in der Halle und der „hammermässigen“ Moderation, gewesen sei und so habe er sich kurzerhand bei seinem Dietmannser Kollegen mit der Bitte um ein gemeinsames Projekt gemeldet.

 

 

Und weil die Dietmannser Musiker sich nicht einfach nur auf die Bühne setzen und losspielen, sondern ein bisschen Show dazu gehört, stellten sie vor ihren Konzertteil, das sie mit der „Olypmpic Fanfare and Theme“ zur Sommerolympiade 1984 in Los Angeles eröffneten, gleich noch einige „Wettkämpfer“ vor. Und so traten u.a. der Boxer Frank the Tank, der Gewichtheber Andy Brehm oder die Reiterin Simone Blum samt Steckenpferd auf die Bühne und sorgten für Feierstimmung beim Publikum, noch ehe der erste Ton erklungen war.

 

Große Emotionen zu wecken gelingt dem österreichischen Komponisten und Chef des international bekannten „Vierablech“ , Martin Scharnagl mit seinem „Mountainwind“. Die musikalisch reizvolle Komposition bot schöne Melodienfolgen und erzeugte eine berührende Atmosphäre in der Gemeindehalle Schweinhausen.

Die dann im folgenden Stück „Inchon“ dank zahlreicher in der Halle verteilter Trommler zum Schauplatz landender Hubschrauber während des Koreakrieges wurde, für den es bis heute noch keinen Friedensvertrag gibt.

Weiter ging es mit dem Frank Sinatra-Klassiker „My Way“. Ein Stück, das Sinatra nach eigener Aussage „schrecklich“ fand, vielleicht weil es in nur zwei Stunden aufgenommen worden war? Die Dietmannser Musikanten teilten diese Meinung überhaupt nicht, denn ihm konnten sich einige Solisten „mit ganz viel Gefühl“ auszeichnen.

Mit einem Wortspiel kündigte Vorstandssprecher Markus Riss das letzte Stück der Dietmannser an: „Unser Dirigent heißt nicht Mailand, auch nicht Rom sondern Flo Renz.“ Mit dem Florentiner Marsch, einem der schönsten Märsche der Blasmusik wollten die Dietmannser eigentlich die Bühne für ihre Hochdorfer Kolegen frei machen, aber da hatte das begeisterte Publikum etwas dagegen. Und so hatten die Konzertbesucher gleich noch die Gelegenheit, bei „Ein Leben Lang“ von den Fääschtbänklern die durchaus hörenswerten stimmlichen Qualitäten der Dietmannser Musikanten zu erleben.

 

 

Doch bevor die Kollegen aus Hochdorf mit „Goldrush!“ von Shin´ya Takahashi ihren teil des Konzertes eröffneten, wurden vom stellvertretenden Kreisvorsitzenden des Blasmusikverbandes Biberach, Markus Bitterwolf, der an diesem Tag keine weite Anfahrt hatte, ist er doch selbst Mitglied der Hochdorfer Musikkapelle, assistiert von Vorstandsmitglied Andreas Kloos, verdiente Musikanten geehrt.

 

Für 10 aktives Musizieren wurden Kristina Knevels, Jakob Winter und Klaus Rief mit der Ehrennadel in Bronze des Baden-Württembergischen Blasmusikverbandes ausgezeichnet. Für 30 Jahre erhielten die Ehrennadel in Gold mit Ehrenbrief Simone Knecht und Christine Merk. Für 50 Jahre Treue zur Musik und zum Verein wurde Erwin Krattenmacher mit der Ehrennadel in Gold mit Diamant und Ehrenbrief des Landesverbandes augezeichnet. Natürlich erhielten alle Geehrten vom Verein als Zeichen der Wertschätzung verschiedene Präsente und den verdienten Applaus des Publikums.

 

Diesen spendeten die rund 300 Besucher auch reichlich den weit über 60 Musiker der Musikkapelle Hochdorf für ihre musikalische Qualitäten. Deren Dirigent Matthias Hänle hatte ebenso wie sein Dietmannser Kollege ein abwechslungsreiches, aber auch anspruchsvolles Programm zusammengestellt. Nach dem schon erwähnten „Goldrausch“, mit dem der japanische Komponist die menschliche Abenteuerlust und das verrückte Leben der Sucher musikalisch portraitiert hatte, ging es ins in „Omisoka“ jener traditionellen Feier mit der im Land der aufgehenden Sonne das neue Jahr begrüßt wird. Der Komponist Itaru Sakai beschreibt darin in einer kraftvollen Musik die turbulenten Szenen des letzten Tages eines Jahres, aber auch mit einem besinnlich-lyrischen Mittelteil der Zeit für Interpretationen lässt.

Ein besonderer Musical-Leckerbissen servierte Matthias Hänle dem Publikum mit den bekanntesten Melodien aus „Elisabeth“ jenem wohl bekanntesten und erfolgreichsten Musical über das Leben von Kaiserin Sissi. Das sehr beliebte Blasmusikmedley, arrangiert von Johan de Meij, verfehlte seine Wirkung nicht.

„Baba Yetu“ komponiert vom US-Amerikaner Christopher Tin ist eine moderne Form eines afrikanischen musikalischen „Vater Unsers“. Die sehr positiven und euphorischen Melodien glänzten in der Interpretation der Hochdorfer mit mächtigen dynamischen Klängen, zu denen eine bunte Mischung von Schlaginstrumenten ihren Teil beitrugen.

Mit der 80erKULT (tour), dem Stimmungsmacher-Medley mit den kanntesten Hits der „Neuen Deutsche Welle“ von Thiemo Kraas bogen die im Schnitt noch sehr jungen Musikanten um Matthias Hänle auf die Zielgerade ein.

 

Davor war es an Vorstand Andreas Kloos dank zu sagen. Sein besonderer Dank galt neben Dirigent Matthias Hänle besonders Tanja Stauss, die wie in jedem Jahr mit ihren informativen Texten dem Publikum die einzelnen Musikstücke nahebrachte.

Und weil – um das Zitat des Ravensburger Pendants von Markus Bitterwolf zu zitieren – „zum a Konzert en reatha Marsch g´hert“ gab es natürlich noch einen, den „Textilaku-Marsch“ aus der Feder von Karol Pádivy als Extrastück.

Und weil das begeisterte Publikum auch danach noch nicht genug hatte, gab es noch eine weitere Zugabe obendrauf.

 

Text und Bilder von Uli Gresser 

 

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