Zürich – Am vergangenen Montag gab es eine lebende Legende im Kongresshaus Zürich zu bewundern. Schon die Ankündigung vor dem Konzert macht ehrfürchtig, zehn Grammys, die weltweit höchste Auszeichnung im Musik-Business nennt der 74-jährige inzwischen sein Eigen. Keine Spur von Altersmüdigkeit oder Routine war an diesem denkwürdigen Abend zu spüren, die Besucher erlebten im ausverkauften Haus einen George Benson in Höchstform.

 

Über seine ganze Karriere hat er eine unglaubliche Vielfalt an Stilen in der Jazz- und Popmusik geprägt und sich dabei immer wieder als herausragender Innovator und ganz großer Solist profiliert. In den 60er Jahren kam er aus dem Jazz und wurde mit seinem göttlichen Gitarrenspiel als Nachfolger von Wes Montgomery gehandelt. Seine größten Erfolge feierte er aber in den späten 70er und frühen 80er Jahren, als er seinen Stil in Richtung Soul, Disco und Pop änderte.

 

Seine größten Hits waren „This Masquerade“, „On Broadway“, „Give Me the Night“ und „Turn Your Love Around“, die alle die Top-10 der amerikanischen Single-Charts erreichten. Wer hat nicht schon bei einer stundenlangen Autofahrt den Takt einer dieser Ohrwürmer auf das Lenkrad getrommelt. Bei vielen Melodien kommt einem eine angenehme oder vielleicht auch verklärte Erinnerung in den Kopf, sicher ist, jeder der an diesem Abend anwesend war verbindet irgendwelche Emotionen mit diesen grandiosen Melodien.

 

Abgesehen davon ist Benson ein begnadeter Entertainer, auch mit seinen 74 Jahren lässt er noch erotisch das Becken kreisen und schnipst cool mit der Hand dazu, alles absolut authentisch. Wenn er dann noch mit seiner einzigartig kraftvollen „Honig-Stimme“ einen seiner unzähligen Love-Songs anstimmt, da waren bei den weiblichen Fans nur noch glänzende und verklärte Augen auszumachen.

 

Seine Begleitband, ebenfalls auf absolut höchstem Niveau, bereitete ihm an diesem Abend eine flächige, aber gleichzeitig groovende Basis, auf der er seine vielen Hits in wunderbaren Interpretationen auf die Bühne bringen konnte. Das groovte in der zweiten Hälfte des Abends derart gigantisch, dass es im Zürcher Kongresshaus fast niemand mehr auf den Stühlen hielt. Ein Parforceritt, der mit einem unvergesslichen „Never give up on a Good Thing“ viel zu schnell zu Ende ging.

 

Seine immer noch grandiose Stimme, seine unzähligen Welthits, die unglaubliche Begleitband und die beeindruckende Bühnenpräsenz, das war zweifellos alles Spitzenklasse, was aber von diesem Abend wirklich bleibt, George Benson gehört als Instrumentalist mit dem Gitarrenspiel auf seiner Ibanez in eine ganz eigene Liga und das wird ihn sogar irgendwann unsterblich machen.

 

Text und Bilder von Oliver Hofmann

 

 

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