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Isny im Allgäu - Zu einem Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Isny-Schweinebach wurden am Freitagmittag gegen 13.47 Uhr die Feuerwehr, der Rettungsdienst sowie die Polizei alarmiert. 4 Minuten nach Alarmierung trafen die ersten Einsatzkräfte am Brandort ein. Das Wohngebäude mit direkt angrenzender Heuberge stand zu diesem Zeitpunkt bereits im Vollbrand. Bild: Ein Großbrand in Isny-Schweinebach zerstörte mehrere Gebäude eines landwirtschaftlichen Anwesen

 

Trotz sofortiger Löschmaßnahmen der Feuerwehr griff das Feuer noch auf ein angrenzendes Ökonomiegebäude mit enormer Brandlast über. In diesem Gebäude befanden sich ca. 100 Kühe. Die Tiere konnten durch die Einsatzkräfte ins Freie gebracht werden und blieben unbeschadet. Eine Tankstelle sowie weitere Gebäude konnten durch eine Riegelstellung mittels C- und B-Rohren von einem Übergreifen der Flammen bewahrt werden. Die Tankstelle wurde zur Sicherheit geschlossen und das System abgeschaltet. Die Bewohner der umliegenden Gebäude wurden evakuiert und vom Deutschen Roten Kreuz betreut. 3 Personen wurden leicht verletzt.


Für ausreichend Löschwasser sorgte das örtliche Hydrantennetz und nahe liegende Bäche, wofür mehrere Hundert Meter Schlauchleitung verlegt wurden. Die alarmierte Drohnengruppe der Feuerwehr Wangen konnte mit einer Drohne detaillierte Luftaufnahmen der Einsatzstelle produzieren, welche zur Hilfestellung für weitere Maßnahmen genutzt wurde. Über die Warn-App NINA ist eine Warnmeldung für die Bevölkerung herausgeben worden. Schadstoffmessungen wurden durchgeführt, sowie Lautsprecherdurchsagen durch die Polizei.


Neben der Feuerwehr Isny mit allen Abteilungen waren die Feuerwehren aus Kißlegg, Wangen im Allgäu, Leutkirch im Allgäu und Argenbühl im Einsatz. Weiter wurden die Feuerwehren aus Maierhöfen, Gestratz und Grünenbach alarmiert, diese aus dem benachbarten Landkreis Lindau (Bayern) kamen. Insgesamt waren 230 Feuerwehrmänner- und Frauen im Einsatz. Kreisbrandmeister Oliver Surbeck, Isnys Bürgermeister Rainer Magenreuter und Vertreter des Umweltamtes machten sich ebenfalls vor Ort ein Bild der Lage. Zusätzlich waren 40 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und dem Deutschen Roten Kreuz an der Einsatzstelle. Die Polizei sperrte die Bundesstraße 12 komplett, eine Umleitung wurde eingerichtet. Die Brandursache ist bislang noch nicht geklärt, die Polizei hat die Ermittlungen hierzu aufgenommen.


Die Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr werden noch mehrere Stunden in Anspruch nehmen, Spezialfirmen sind angefordert, diese mit Bagger und Mulden die Einsatzkräfte unterstützen.

 

 

Text: Florian Bodenmüller Bild: Privat & Drohnengruppe FF Wangen

 

 

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